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Wo treten Probleme mit Nitrat in Grundwasser auf?

Eigentlich wäre unser Grundwasser frei von reaktiven Stickstoffverbindungen. Der natürliche Stickstoffkreislauf ist ausgeglichen: Es gelangt nicht mehr Stickstoff in den Boden, als Pflanzen aufnehmen können. Dies hat sich vor allem durch die Düngung landwirtschaftlicher Flächen grundlegend geändert. Und weil der Boden den überschüssigen Stickstoff nicht binden kann, wird dieser ins Grundwasser ausgewaschen.

Probleme macht insbesondere das Nitrat. Wie viel Nitrat ins Grundwasser gelangt, hängt stark von der ⁠Landnutzung⁠ ab. In Regionen mit einer intensiven Landwirtschaft, insbesondere in solchen mit einer hohen Viehdichte, werden viel stickstoffhaltiger Dünger auf Wiesen, Weiden und Feldern ausgebracht. Der Teil des Stickstoffs, den die Pflanzen nicht aufnehmen können, wird von Bodenbakterien überwiegend zu Nitrat verarbeitet. Dieses gelangt dann in großen Mengen ins Grundwasser.

Für die Nitratkonzentration im Grundwasser gilt ein Schwellenwert von 50 mg Nitrat pro Liter. In einigen Regionen Deutschlands überschreitet das Grundwasser diesen Wert seit Jahren. Das Ziel eines guten chemischen Zustands, das in der EU-Wasserrahmen- sowie der EU-Grundwasserrichtlinie festgelegt ist, wird daher in über einem Viertel der Grundwasserkörper in Deutschland nicht erreicht.

Junge trinkt an einem Trinkbrunnen im Park
© sil007 / Fotolia.com
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Im Baustein "Reaktiver Stickstoff" des ⁠UBA⁠-Umweltatlas erfahren Sie, was reaktiver Stickstoff ist, wie er entsteht und warum er in Deutschland zu schwerwiegenden Problemen für Umwelt und Gesundheit führt. Außerdem zeigen wir Ihnen, was die Politik unternimmt, um die Situation zu verbessern, und geben Ihnen Tipps, wie Sie selbst Ihren Stickstoff-Fußabdruck verkleinern können.

Im Themenfeld „Grundwasser“ wird dargestellt, warum Grundwasser in einigen Regionen Deutschlands aufwendig aufbereitet werden muss, bevor es als Trinkwasser in unsere Wasserleitungen kommt.

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt