Klima:reaktion - Projektbasiertes Modul zur Realisierung regionaler Klimawandelvorsorgestrategien
Im Rahmen des Projektes „Klima:reaktion“ ("DAS: Projektbasiertes Modul im interdisziplinären Masterstudiengang »Product & Context« zur Realisierung regionaler Klimawandelvorsorgestrategien") entwickelte die Technische Hochschule Köln ein inter- und transdisziplinäres Bildungsmodul, das Studierende verschiedener Fachrichtungen befähigt, die Folgen des Klimawandels in der Region forschend, praxisnah und kooperativ zu bearbeiten. Das Modul ist eng in die regionale Klimawandelvorsorgestrategie der Region Köln/Bonn eingebettet, was die Legitimität, Sichtbarkeit und Anschlussfähigkeit der studentischen Ergebnisse erhöht.
Die Zusammenarbeit mit regionalen Akteur*innen ermöglicht den Transfer der entwickelten Konzepte in reale Anwendungsfelder. In interdisziplinären Teams entwickelten die Studierenden eigenständig Forschungsfragen und konzeptionelle Lösungen, etwa Open-Source-Monitoring-Konzepte oder klimaadaptive Produkt- und Prozessideen.
Immersive Lernumgebungen kombinierten reale Orte, digitale 360°-Aufnahmen und narrative Elemente, um die Problemstellungen räumlich, emotional und narrativ erfahrbar zu machen. Die Studierenden vertieften ihr Wissen selbstgesteuert mit Podcasts, Expert*inneninterviews und Factsheets. Im Pilotmodul wurden die Handlungsfelder innerstädtische Hitze, Wald- und Forstwirtschaft sowie Wasser- und Wassermanagement bearbeitet. Abschließend wurden die Ergebnisse in Präsentationen und schriftlichen Berichten vorgestellt. Das Modul zeigt, wie reale Bedarfe forschend-entwickelnd bearbeitet und interdisziplinäre Kompetenzen gefördert werden können.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- Technische Hochschule Köln - Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme https://www.th-koeln.de/
Dauer und Finanzierung
- Beginn der Umsetzung
- Dauer der Umsetzung
- 30 Monate (nach sechsmonatiger kostenneutraler Verlängerung)
- Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
- 191.515,48 €
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
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- Bund
- Das Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms "Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel" im Förderbereich "Entwicklung von Bildungsangeboten zu Klimawandel und Klimaanpassung" vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert (FKZ: 67DAS251). Die Umsetzungskosten fielen für Personalausgaben, die Vergabe von Aufträgen (u.a. Kommunikationsmaßnahmen, Aufbau der immersiven Lernumgebung) und den Erwerb von Gegenständen (u.a. Mess-Systeme) an.
Weiterführende Links
- Links zur Maßnahme
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
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- Betriebe, öffentliche Unternehmen oder Wirtschaftsverbände
- Schüler*innen
- Presse
- Stadtwerke
- Umwelt- und Sozialverbände
- Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
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- Aufbau von Netzwerken
- Bereitstellung von Informationsmaterialien
- Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
- Erläuterung
- Es wurden Stakeholder-Dialoge, Workshops, World-Cafés, Vor-Ort-Termine und projektbasierte Zusammenarbeit als Beteiligungsformen eingesetzt. Ziel war die frühzeitige Integration praxisnaher Anforderungen und regionaler Bedarfe in die Modulentwicklung. Die enge Einbindung führte zu anwendungsbezogenen Aufgabenstellungen und direktem Praxisfeedback für Studierende. Besonders wirksam war die Verzahnung von Lehre, Forschung und regionaler Umsetzung sowie der Aufbau langfristiger Kooperationen.
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
- Das Projekt hat die gesetzten Ziele weitgehend erreicht und in Teilen erweitert. Das interdisziplinäre Lehrmodul wurde konzipiert, implementiert und im Sommersemester 2025 pilotiert. Statt der geplanten 20 nahmen 14 Studierende aus fünf Studiengängen teil; die angestrebte Interdisziplinarität wurde erreicht. Es wurden fünf praxisnahe Projekte mit regionalen Partnern umgesetzt und Open-Source-Sensorik zur Datenerhebung eingesetzt. Die vorgesehenen drei Expertenworkshops wurden zeitlich angepasst und durch insgesamt sechs Austausch- und Qualifizierungsformate ergänzt. Zudem wurden 5–8 Impulsvorträge sowie fünf Enabler-Workshops in angepasster Form realisiert. Drei immersive, browserbasierte Lernumgebungen und umfangreiche digitale Lehrmaterialien wurden entwickelt und bereitgestellt. Ein regionales Netzwerk aus über zehn Partnern wurde aufgebaut. Insgesamt wurden die Projektziele erreicht und in Reichweite sowie didaktischer Innovation erweitert.
- Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
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- Feedback-Gespräche (z.B. Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Erfahrungsberichte)
- Monitoring (z.B. Messung, Erfassung von Daten, TN-Zahlen, Webseitenklicks)
- qualitative Interviews
- quantitative Befragung (mittels Fragebögen)
- Erläuterung
- Die Evaluation des Projekts erfolgte über eine digitale, anonyme Studierendenbefragung nach Abschluss des Pilotmoduls. Ergänzend wurden kontinuierliche Rückmeldungen aus den Lehrveranstaltungen, Workshops und Projektarbeiten sowie strukturierte Reflexionsgespräche mit beteiligten Lehrenden und Praxispartnern einbezogen. Ziel war die Erfassung von Lernwirksamkeit, Praxisrelevanz und didaktischer Qualität sowie die Identifikation von Optimierungspotenzialen für die Weiterentwicklung des Moduls.
- Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
- Die im Projekt entwickelten Ansätze werden mit dem Konzept „Klima:digital“ verstetigt und weiterentwickelt. Ziel ist die dauerhafte Integration digitaler, immersiver Lernumgebungen in Lehre, Weiterbildung und Transfer. Die bestehenden Module und 360°-Lernräume werden kontinuierlich aktualisiert, um neue regionale Fragestellungen der Klimaanpassung abzubilden. Durch die Nutzung browserbasierter Technologien ist eine niedrigschwellige Anwendung an Hochschulen, Schulen und bei kommunalen Akteur*innen möglich. Die aufgebauten Netzwerkstrukturen werden weiter gepflegt und für neue Kooperationen genutzt. Parallel erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung im Rahmen einer Promotion, um didaktische Konzepte empirisch weiterzuentwickeln. Perspektivisch sollen die Inhalte in hochschuldidaktische Weiterbildungsangebote sowie übertragbare Lehrformate überführt werden, um eine langfristige Nutzung und Skalierung sicherzustellen.
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- Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
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- Nein
Hindernisse
- Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
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Es traten vor allem organisatorische und strukturelle Herausforderungen auf, wie z.B. die Integration des neuen Moduls in bestehende Curricula bei gleichzeitig rückläufigen Studierendenzahlen sowie erhöhte Abstimmungsaufwände mit externen Partnern. Zudem erforderte die Entwicklung der digitalen Lernumgebungen zusätzlichen technischen und zeitlichen Aufwand. Dies erforderte eine flexible Zeitplanung, eine enge(re) Abstimmung mit den Partnern und die Anpassung der Formate.
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- Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
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- Nein
Kontaktdaten
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Verena SaganteTH KölnBetzdorfer Str. 250679 KölnDeutschland
- Abteilung
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verena.sagante@th-koeln.de
- Telefonnummer
- Faxnummer
Ort der Umsetzung
Betzdorfer Str. 2
50679 Köln
Deutschland