Was ist reaktiver Stickstoff?
<p>Im Baustein "Reaktiver Stickstoff" des UBA-Umweltatlas erfahren Sie, was reaktiver Stickstoff ist, wie er entsteht und warum er in Deutschland zu schwerwiegenden Problemen für Umwelt und Gesundheit führt. Außerdem zeigen wir Ihnen, was die Politik unternimmt, um die Situation zu verbessern, und geben Ihnen Tipps, wie Sie selbst Ihren Stickstoff-Fußabdruck verkleinern können.</p><p>In der Rubrik „Gestatten? Reaktiver Stickstoff!“ stellen wir Ihnen die wichtigsten Stickstoff-Verbindungen vor und informieren Sie über die natürlichen und die vom Menschen beeinflussten Pfade von Stickstoff in der Umwelt.</p>
Das Element Stickstoff kommt auf unserer Erde in vielfältigen Formen vor. Die häufigste ist der molekulare Luftstickstoff, der aus zwei fest aneinander gebundenen Stickstoffatomen besteht. Er bildet mit rund 78 Prozent den Hauptbestandteil unserer Atemluft.
Reaktiv heißen Stickstoff-Verbindungen, die – anders als der Luftstickstoff – sehr reaktionsfreudig sind. Das bedeutet, sie verbinden sich in unterschiedlicher Zusammensetzung mit vielen Stoffen und sind in der Lage, diese Verbindungen schnell zu wechseln. Ebenso wie der Luftstickstoff ist der reaktive Stickstoff auf unserem Planeten unverzichtbar. Er übernimmt viele Schlüsselrollen des Lebens etwa
- im pflanzlichen Blattgrün (Photosynthese),
- als Baustein von Aminosäuren (Proteine),
- in der DNS (Erbinformationen) oder
- im Hämoglobin (Sauerstofftransport im Blut).
Aber: Reaktiver Stickstoff kann auch ein Problem sein. Das Zuviel an Stickstoffmonoxid und -dioxid, Ammoniak, Nitrat, Lachgas und anderen reaktiven Stickstoffverbindungen macht dem Menschen und vielen Pflanzen- und Tierarten das Leben schwer.