Pressedossier Deutschland klimaneutral

Grafik mit Ankündigung für Lösungsansätze zum Klimawandel zum Vergrößern anklicken
Die UBA-Vorschläge für ein klimaneutrales Deutschland finden Sie auch auf Twitter unter #UBAklima.
Quelle: Umweltbundesamt

In unserem Pressedossier finden Sie einen Überblick über die Inhalte des Umweltbundesamtes zum Thema Klimaschutz, Energiewende und Ressourcennutzung.

Inhaltsverzeichnis

    #UBAklima

    Sofort handeln: Unsere RESCUE-Studie zeigt: 70 % weniger Treibhausgasemissionen bis 2030 sind möglich. Aber wir müssen sofort handeln.Wir müssen unsere Anstrengungen für die Energiewende, die Verkehrswende und die Wärmewende deutlich verstärken, denn es wird immer schwieriger und teurer, je länger wir warten. Mehr dazu in der RESCUE-Studie lesen und im aktuellen Positionspapier Treibhausgasminderung um 70 Prozent bis 2030: So kann es gehen! 

    Handlungsempfehlung bis 2030 70 % weniger Treibhausgasemissionen bis 2030 möglich zu machen. Es muss sofort gehandelt werden.
    Deutschland klimaneutral: 70 % weniger Treibhausgasemissionen bis 2030 sind möglich.
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    #UBAklima

    Volle Windkraft und Sonnenenergie voraus: Windkraft und Sonnenenergie massiv ausbauen: Wir brauchen viel mehr Windräder und viel mehr Fotovoltaikanlagen. Im Vergleich zum Jahr 2020 müssen wir viereinhalbmal so viele Windräder an Land pro Jahr bauen und doppelt so viele PV-Anlagen auf den Dächern installieren. Der Ausbau vor allem der Windenergie ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Aber wir brauchen deutlich mehr davon, denn die erneuerbaren Energien machen Deutschland unabhängiger von Kohle, Öl und Gas. Konkret brauchen wir bei Windenergie an Land 105 GW installierte Leistung und bei Photovoltaik 150 GW im Jahr 2030. Zurzeit sind je etwa 54 GW installiert - also noch einiges aufzuholen. 

    Eine Grafik mit der Handlungsempfehlung Windkraft und Sonnenenergie massiv auszubauen
    Deutschland klimaneutral: Windkraft und Sonnenenergie massiv für die Klimaziele ausbauen.
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    #UBAklima

    Klimafreundliche und gerechte Mobilität für alle: Unser aktuelles Verkehrssystem schadet dem ⁠Klima⁠ und ist sozial ungerecht. Doch eine klimaneutrale und gerechte Mobilität für alle ist möglich. Weniger Autos, weniger umweltschädliche Subventionen - mehr Platz und Geld für Fuß, Rad, Bus & Bahn. Käufer klimaschädlicher Autos finanzieren den Kauf von Autos mit wenig ⁠CO2⁠ wie E-Pkw (Bonus-Malus-System). Dazu kommt ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen und 80 auf der Landstraße. Mehr sichere und attraktive Rad- und Fußwege, Bus + Bahn werden ausgebaut mit mindestens 11 Mrd. zusätzlich pro Jahr, Car-Sharing hilft für Mobilität auch auf dem Land - und vieles mehr, nachzulesen in diesen ⁠UBA⁠-Veröffentlichungen:

    Eine Grafik mit der Handlungsempfehlung für eine klimafreundliche und gerechte Mobilität für alle
    Deutschland klimaneutral: Klimafreundliche und gerechte Mobilität für alle
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    #UBAklima

    Weniger Tiere halten: So verursacht die Produktion von einem Kilo Rindfleisch zwischen sieben und 28 Kilo Treibhausgase, während Obst oder Gemüse bei weniger als einem Kilo liegen. Ein Vorschlag des ⁠UBA⁠ ist, tierische Lebensmittel mit 19 % zu besteuern, dafür aber den Steuersatz für pflanzliche Lebensmittel weiter zu verringern und diese damit günstiger zu machen. Weitere Maßnahmen in der Landwirtschaft sind, Stickstoffüberschüsse deutlich zu reduzieren und landwirtschaftlich genutzte Moorböden wieder zu vernässen, denn Moore sind hervorragende CO₂-Speicher. Mehr dazu:

    Eine Grafik mit der Handlungsempfehlung Emissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren
    Deutschland klimaneutral: Emissionen in der Landwirtschaft reduzieren
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    #UBAklima

    Energie- und Materialeffizienz erhöhen und auf erneuerbare Energien umstellen: In der Industrie muss an der Effizienz gearbeitet werden. Im Zentrum der Industriewende stehen also Energie- & Materialeinsparungen. Ziel: Innovationen in der Prozesstechnik, um erneuerbaren Strom direkt zu nutzen oder in Zukunft grünen Wasserstoff. Ein bedeutender Teil der ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen sind prozess- und rohstoffbedingt und schwierig zu vermeiden. THG-intensive Herstellungsprozesse für Grundstoffe und Halbzeuge in andere Teile der Welt zu verlagern, würde dem Umwelt- und speziell dem #⁠Klimaschutz⁠ eher schaden als nutzen. Hier müssen also Prozesse komplett umgestellt werden. Das gilt zum Beispiel für die Stahlindustrie und die chemische Industrie. In einem treibhausgasneutralen Wirtschaftssystem können die Emissionen der Industrie bis auf etwa 5% der Aktuellen reduziert werden. Es verbleiben vornehmlich rohstoffbedingte Emissionen der Zement-, Kalk- und Glasindustrie – hier sind Nutzungsoptionen für das rohstoffbedingt freigesetzte ⁠CO2⁠ zu entwickeln. Das ⁠UBA⁠ unterstützt diese Umstellung in der Industrie durch die fachliche Begleitung der ⁠BMU⁠-Förderrichtlinie „Dekarbonisierung in der Industrie“. Mehr dazu: 

    Eine Grafik mit der Handlungsempfehlung für eine klimafreundliche Industrie
    Deutschland klimaneutral: Klimafreundliche Industrie
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    #UBAklima

    2,5% Sanierungsrate Wärmepumpen statt fossile Heizungen: Über 30% unserer Energie brauchen wir für Gebäude. Aber viel zu viel davon ist verschwendet, durch undichte Fenster, ungedämmte Wände & Dächer. Wir müssen viel mehr energetisch sanieren, 2,5 % des Gebäudebestandes pro Jahr! Aktuell sind wir nur bei 1 %. Und wir müssen die Wärmeversorgung komplett umstellen, von Öl- und Gasheizungen auf Wärmepumpen, die mit Strom aus erneuerbaren Energien angetrieben werden, und auf Wärmenetze. Mehr dazu:

    Eine Grafik mit der Handlungsempfehlung für die Gebäudesanierung
    Deutschland klimaneutral: Wärmepumpen statt fossile Heizungen
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    #UBAklima

    Nachhaltiger Konsum: Produkte sparen, wiederverwenden und ökologisch sinnvoll recyceln. Abfall gar nicht entstehen lassen! Die beste CO₂-Einsparung bringen Produkte, die gar nicht erst hergestellt werden. Weniger und dafür nachhaltiger Konsum ist wichtiger Bestandteil einer Kreislaufgesellschaft. Recycling spart die aufwändige Extraktion und Weiterverarbeitung von Primärrohstoffen – so wird viel CO₂ eingespart. Eine Kreislaufgesellschaft bedenkt das gesamte „Leben“ von Produkten und Materialien. Global & inklusive aller verbundener ökologischer und sozialer Auswirkungen. Produkte so lange wie möglich zu nutzen und zu reparieren, statt früh auszurangieren, schont Ressourcen und schützt das ⁠Klima⁠. Dafür brauchen wir gutes Design – so veranstaltet das ⁠UBA⁠ z. B. den Bundespreis Ecodesign

    Mehr dazu:

    Eine Grafik mit der Handlungsempfehlung zur Abfallwirtschaft
    Deutschland klimaneutral: Abfallwirtschaft ohne Abfall
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    #UBAklima

    Hitze, ⁠Dürre⁠, ⁠Starkregen⁠ – Deutschland muss sich anpassen: Bei allen Anstrengungen sind die Folgen der Erderhitzung nicht mehr vollständig aufzuhalten. Hitze, Dürre, Starkregen - an diese Risiken müssen wir uns in jetzt anpassen. Doch es fehlt an Rahmenbedingungen, um Vorsorgemaßnahmen flächendeckend umzusetzen. Um wirksam für Klimarisiken vorzusorgen, schlägt das ⁠UBA⁠ eine neue Gemeinschaftsaufgabe „Anpassung an den Klimawandel“ vor. Mit dieser kann der Bund Kommunen bei Starkregenvorsorge, Hitze- und Hochwasserprävention finanziell unterstützen. Ein weiterer Vorschlag Zudem sollte ein bundesweites Klimaanpassungsgesetz eingeführt werden, um Planungs- und Investitionssicherheit für Klimavorsorge vor Ort zu schaffen. Und um nach Extremereignissen wie der Starkregenkatastrophe in NRW und RLP Betroffenen einen Rechtsanspruch auf Hilfen zu ermöglichen, sollte eine Versicherungspflicht für Elementarschäden eingeführt werden. Mehr dazu:

    Mehr zu den Risiken, die Deutschland bevorstehen:

    Grafik mit der Handlungsempfehlung Klimakrisen vorzubeugen
    Deutschland klimaneutral: Für Klimarisiken vorsorgen
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    #UBAklima

    Nur gemeinsam können wir die Erderhitzung stoppen: Alle Anstrengungen in Deutschland brauchen ähnliche weltweit. Deutschland hat z. B. mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz wichtige Meilensteine gesetzt. Das können und sollten wir weiterhin tun.Die Staaten der G20, zu denen DE gehört, verursachen aktuell etwa 80 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen und haben deshalb eine hohe Bedeutung für die Umsetzung des Übereinkommens von Paris und das Erreichen der Klimaschutzziele. Nur gemeinsam können wir die Erderhitzung stoppen.

    In einem aktuellen Forschungsprojekt lässt das ⁠UBA⁠ derzeit untersuchen, mit welchen Initiativen der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit die G20-Staaten die Ambitionslücke zwischen nationalen Klimaschutzbeiträgen und den Zielen des Übereinkommens von Paris bis 2030 schließen können. Mehr dazu: 

    Das UBA ist selbst aktiv in der Wissensvermittlung und berät beispielsweise China im Chinesischen Umweltrat CCICED zum Thema Digitalisierung und ⁠Nachhaltigkeit⁠.

    Eine Grafik mit der Handlungsempfehlung die internationale Zusammenarbeit für den Klimaschutz zu stärken
    Deutschland klimaneutral: International zusammenarbeiten
    Quelle: Umweltbundesamt
     

    Die ⁠UBA⁠-Vorschläge für ein klimaneutrales Deutschland finden Sie auch auf Twitter unter #UBAklima: das UBA auf Twitter.

    Teilen:
    Artikel:
    Drucken Senden
    Schlagworte:
     Klimawandel  Klimaschutz  Energiewende  Ressourcenschutz