Entwicklung einer Hamburger Gründachstrategie

  • Drei moderne Häuserdächer mit Begrünung
    Die Gründachstrategie soll einen Anstoß für den Bau von Gründächern in Hamburg geben
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Hamburg will mit einer Gründachstrategie einen Anstoß für den Bau von Gründächern geben. So soll in innovativer Weise das stadtentwicklungspolitische Ziel der wachsenden kompakten Stadt mit dem Klimaschutz und den politischen Zielsetzungen der Anpassung an den Klimawandel verbunden werden. Gründächer bieten zahlreiche Vorteile. Sie sorgen für ein besseres Stadtklima, erhöhen die biologische Vielfalt, sind gut kombinierbar mit solarer Energiegewinnung und werten das Stadtbild auf. Sie erschließen neue Räume zur Freizeitnutzung und Erholung. Dachbegrünungen helfen auch, Extreme des städtischen Klimas sowie den städtischen Wasserhaushalt auszugleichen.
Mit der Umsetzung der Gründachstrategie soll die Anzahl grüner Dächer in Hamburg zunehmen. In Bezug auf den Wasserhaushalt soll besipielsweise die Regenwasserrückhaltung erhöht und verstärkte Verdunstung von Niederschlägen ermöglicht, die Überlastung der Entwässerungssysteme gemindert und so die Gefahr von Überflutungen verringert werden. Die wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung sowie die Ergebnisübertragung der Gründachstrategie auf andere Städte wird von der Hafencity Universität Hamburg wahrgenommen.
Vier Handlungsschwerpunkte bilden das Gerüst der Gründachstrategie: Fordern, Fördern, Informieren und wissenschaftlich Begleiten. Neben Festsetzungen zur Dachbegrünung in der Bauleitplanung und in städtebaulichen Verträgen werden Gründächer mittels Förderprogrammen und finanziellen Zuschüssen sowie einer Minderung der Niederschlagswassergebühr gefordert und gefördert. Die positiven Wirkungen von Gründächern werden sowohl in der Öffentlichkeit als auch in Fachkreisen auf verschiedenen Wegen kommuniziert. Nicht zuletzt geht die Freie und Hansestadt mit gutem Beispiel voran und setzt Gründächer an Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden um.

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Freie und Hansestadt Hamburg
http://www.hamburg.de/gruendach
Kooperationspartner

HafenCity Universität Hamburg

Steuerungsinstrumente

Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Direkte finanzielle Förderung (z.B. Subvention, Zuwendung), Freiwillige Vereinbarung, Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung, Ökonomisches Instrument (z.B. Steuern, Abgaben), Planungsinstrument (z.B. Planfeststellungsverfahren)

Beteiligung und Finanzierung

Öffentlichkeit, Wohnungswirtschaft, Einzeleigentümer, Hausbesitzer, Gewerbebetriebe, Projektentwicklerverbände, Akteure im Betrieb von Dachgärten, private Initiativen aus den jeweiligen Gebieten, Behörden und Bezirke, Parlamentarischer Raum, Handels-; Handwerkskammer, Architektenkammer, Verbraucherzentrale Hamburg e.V., ZEBAU - Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH, EnergieBauZentrum, ELBCAMPUS, Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. FLL, Gütegemeinschaft für Substrate für Pflanzen e.V. GGS, Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V., Unternehmensverbände, Fachverbände, Siedlungswasserwirtschaft, Umweltverbände, etc.

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

Durchgeführte und geplante Beteiligungsformen: Fachveranstaltungen, Publikationen, Workshops, Internetauftritt, Infodialoge, Aktionstage, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, etc.

Erfolg und Nutzen

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme?Ja
Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?andere Umweltziele: z.B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Lebensqualität / soziale Ziele: z.B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich und sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
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