Neufassung der forstlichen Förderrichtlinie in NRW

Festlegung eines neuen Förderschwerpunktes zur Umstrukturierung der Waldbestände mit dem Ziel, klimawandelgerechte Mischwaldbestände aufzubauen (Auslöser der Veränderung war Sturm Kyrill). Ziele sind die Sicherung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder, die Verbesserung der Produktions-, Arbeits- und Absatzbedingungen in der Forstwirtschaft sowie die Umsetzung von Naturschutzvorhaben im Wald unter besonderer Berücksichtigung von ausgewiesenen Schutzgebieten (FFH- und EG-Vogelschutzgebiete, Naturschutzgebiete im Geltungsbereich der Warburger Vereinbarung).

Bisherige Erfolge der Maßnahme

Erhöhung des Laubholzanteils in Kulturen bei der Wiederaufforstung kyrillgeschädigter Sturmflächen, Einbringung und Anbau von klimastabileren Nadelhölzern in Mischbeständen.

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme? Nein

Zusätzliche Nutzen über die Anpassung an den Klimawandel hinaus

Ökonomische Ziele: z.B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen

Reduzierung des Kulturkosten in der betriebswirtschaftlichen Kalkualtion; Stabilität und höhere Betriebssicherheit der Bestände

andere Umweltziele: z.B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung

u.a. Erhöhung der Biodiversität

Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre

Funktion als Kohlenstoffsenke ist langfristig gesichert.

Lebensqualität / soziale Ziele: z.B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich und sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen

Erhalt und Sicherung der Sozialfunktionen der Wälder, Erhöhung der Erholungsfunktion

Welche Hindernisse wurden überwunden?

Potentielle Fördernehmer halten bei Wiederaufforstungen aus kurzfristigen ökonomischen Erwägungen häufig an der Baumart Fichte und anderen Nadelhölzern fest

Aufklärung und Beratung intensivieren

Welche zusätzlichen Konflikte gab es?

Ökonomische Ziele: z.B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen

Abkehr von der bisherigen Bewirtschaftung der Bestände bedingt zunächst kurz- und mittelfristig Ertragseinbußen und schlechtere Betriebsergebnisse. Dies wird aber lnagfristig durch die Stabilität der Bestände mehr als ausgeglichen

Wer war beteiligt?

Waldbesitzerverbände (kommunal und privat), Beteiligung des obersten Forstausschusses

Formen der Beteiligung

Informell - Waldbesitzerverbände, Formell – Oberster Forstausschuss beim MKULNV und Landesbetriebskommission beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Kooperationspartner

Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV)
http://www.mkulnv.nrw.de
Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Direkte finanzielle Förderung (z.B. Subvention, Zuwendung)
Kosten 

Ca. 50. Mio €

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