Flutpolder Riedensheim: Vorbeugender Hochwasserschutz an der Donau im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

  • Topografische Karte mit Einzeichnung des Polders
    Karte des Flutpolders Riedensheim
  • Luftbild mit Einzeichnung des Polders
    Flutpolder Riedensheim
  • Ein noch unbestellter Acker
    Ackerfläche auf dem Flutpolder Riedensheim
  • Blick über Flusslandschaft
    Blick über den Flutpolder Riedensheim
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Entlang der heute in vielen Bereichen eingedeichten Donau existierten ehemals bei hohen Wasserständen überflutete Auen. Eine Reaktivierung dieser natürlichen Rückhalteräume leistet einen entscheidenden Beitrag zum Hochwasserschutz an der Donau. Eine derartige rund 220 ha große Aue befindet sich im Landkreis Neuburg - Schrobenhausen im Bereich von Riedensheim, ca. 20 km westlich von Ingolstadt. Begonnen wurde der Bau eines rund 220 ha großen Polders zur Hochwasserschutz an der Donau. Notwendige Maßnahmen sind dabei: - Einlassbauwerk mit beweglichen Verschlussorganen - Polderdamm zum Schutz der Ortschaft Riedensheim - Pumpwerk und Sielbauwerk zur Binnenentwässerung der Ortschaft Riedensheim - Rückbau und Ersatz der Kläranlage durch den Bau einer Druckleitung zur Kläranlage Rennertshofen - Auslassbauwerk mit beweglichen Verschlussorganen - Umbau der vorhandenen Finkensteinverrohrung zu einem offenen Gerinne - Bau einer Fischaufstiegsanlage

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Freistaat Bayern
http://www.bayern.de
Kooperationspartner

Donau Wasserkraft AG

Steuerungsinstrumente

Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Kein Instrument (Maßnahme beinhaltet keine Steuerungsinstrumente)

Beteiligung und Finanzierung

Bürger, Landwirte, Grundstücksbesitzer, Naturschutzverbände

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

Bürgerforen, Runde Tische, Info-veranstaltungen, Raumordnungsverfahren, Planfeststellungsverfahren

Kosten

ca. 30.000.000,- €

Erfolg und Nutzen

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme?Nein
Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

Noch keine, da noch im Planungsstadium. Die Planfeststellung wurde im Juli 2010 beantragt

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?andere Umweltziele: z.B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
Erläuterung

Im Zuge des Flutpolderbaus wir für die Staustufe Bittenbrunn ein Umgehungsgerinne zum Fischaufstieg errichtet. Die bisher nicht gegebene Durchgängigkeit in der Donau wird wiederhergestellt. Zur Adaption des Auwaldes in der Unterhauser Schütt werden ökologische Flutungen geplant. Ab einem HQ1 erfolgt so wieder eine periodische Überflutung des seit dem Staustufenbau trockenen Auwaldes.

Welche Hindernisse wurden überwunden?

Welcher Faktor stellt/stellte ein besonderes Hindernis bei der Umsetzung der Maßnahme dar?

Bewirtschaftungsinteressen der Polderflächen

Lösung

Erwerb der Flächen durch das Wasseramt, Ausgleichszahlungen

Welcher Faktor stellt/stellte ein besonderes Hindernis bei der Umsetzung der Maßnahme dar?

Erhebliche Interessenskonflikte, ökologische Bedenken bezügliche der Bodenqualität und Vegetationsfläche der Polderfläche

Lösung

Klärung im Zuge des Planfeststellungsverfahrens

Welche zusätzlichen Konflikte gab es?

Ökonomische Ziele: z.B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
Erläuterung

Flutung der Fläche kann landwirtschaftliche Schäden (Ernteverluste) bedingen.

Lösung

Entstehende Schäden (z. B. Ernteausfall, Bewirtschaftungserschwernis) werden vom Träger des Vorhabens ausgeglichen. Nutzungsbeschränkungen im Flutpolderbereich sind nicht vorgesehen.

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