Das EKaKorn-Projekt – Klimaanpassung im Bio-Großhandel

  • Vortragender steht vor in Stuhlreihen sitzenden Zuhörern und spricht gestikulierend. In der Mitte des Raumes steht ein Referententisch. Im Hintergrund hat man den Blick auf große Holzfenster. Die Raumdecke ist mit Holzbalken durchsetzt.
    Klimaworkshop auf dem Kornkraft-Fachtag Zukunft 2017 mit Prof. Dr. Klaus Fichter von der Uni Oldenburg (Lehrgebiet Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit)
  • Aus dem Zuhörerkreis ist ein Teilnehmer aufgestanden und spricht. Er trägt eine schwarze Schiebermütze und eine schwarz gerahmte Brille sowie einen schwarz weißen Pullover. Seine Bildumgebung ist verschwommen dargestellt und hebt den Redner präsent in den Vordergrund.
    Engagierte Diskussion auf dem Fachtag
  • Im Vordergrund steht ein Lastwagen mit Anhänger. Schriftzüge wie Bio und Kornkraft in Grün und Rot sowie Abbildungen von frischem Gemüse zieren den Korpus. Im Hintergrund stehen grün belaubte Bäume vor blauem Himmel.
    ,BIO von hier‘ – eine Möglichkeit durch regionalen Warenbezug CO2-Emissionen zu senken
<>

Als Großhandelsunternehmen in der Lebensmittelbranche ist Kornkraft in mehreren Dimensionen von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Schon heute sind diese spürbar wie z.B. ein erhöhter Kühlbedarf in den Sommermonaten oder in steigenden Lieferschwierigkeiten. Dies wird verursacht u.a. durch extreme Trockenheit oder Regenfälle in den Anbaugebieten der Lieferfirmen für Obst und Gemüse, sowie in einer zunehmenden Verwundbarkeit der Unternehmen durch Stromausfälle infolge von Extremwetterereignissen. In Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg entwickelt Kornkraft Naturkost GmbH ein Klimaanpassungskonzept („EKaKorn“). Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Das Ziel des EKaKorn-Vorhabens besteht in der systematischen Identifikation der unternehmensspezifischen Chancen und Risiken der Auswirkungen des Klimawandels, um hieraus Handlungsempfehlungen abzuleiten und in die Unternehmensstrategie zu integrieren. Damit werden fundierte Entscheidungen über konkret anstehende oder perspektivisch erforderliche Anpassungsmaßnahmen ermöglicht.

(1) systematische Identifikation der Chancen und Risiken der Auswirkungen des Klimawandels auf Kornkraft
(2) Ableitung von Handlungsempfehlungen
(3) Entwicklung eines Klimaanpassungskonzeptes
(4) Einbindung von Mitarbeitenden, Zulieferfirmen und Kundinnen und Kunden
(5) Integration in die Unternehmensstrategie von Kornkraft

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Kornkraft Naturkost GmbH
http://www.kornkraft.com
Kooperationspartner

Universität Oldenburg Professur für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit (PIN) und das Ingenieurbüro goeffizient aus Bremen

Steuerungsinstrumente

Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Informationsbereitstellung und Sensibilisierung

Beteiligung und Finanzierung

Welche Personengruppen wurden in die Konzeption und/oder die Umsetzung der Maßnahme eingebunden?Breite Öffentlichkeit, Landwirte, Presse

Kundinnen und Kunden sowie Lieferfirmen.

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

Fachtagung

FinanzierungBund

Erfolg und Nutzen

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme?Nein
Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

Wir konnten eine breite Sensibilisierung unserer Lieferfirmen für das Thema Klimaanpassung erreichen.

Unsere Temperatursteuerung im Lager wird durch eine neu geplante Naturkühlung ergänzt.

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
Erläuterung

Alle Investitionsentscheidungen im Unternehmen Kornkraft werden darauf hin überprüft, welche Auswirkungen diese auf Umwelt und Klima haben.

Welche Hindernisse wurden überwunden?

Welche zusätzlichen Konflikte gab es?

Ökonomische Ziele: z.B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
Erläuterung

Zusätzliche technisch mögliche und sinnvolle Lösungen scheitern z.T. noch an zu langen Amortisationszeiten.

Lösung

Eine angpasste Investitionsförderung könnte helfen.

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden