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Klimaplan Stadtentwicklung (KPS)

Eine Steinmauer steht schützend vor Häusern Graphik stellt den Zusammenhang zwischen Klimaplan und Stadtentwicklung dar Karte stellt das Stadtklima dar

Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) der Stadt Göttingen soll erstmalig der Klimaschutz im Mittelpunkt stehen. Deswegen soll ein Klimaplan Stadtentwicklung zu einem selbständigen Baustein des FNP werden. Im Zuge der Ausarbeitung des Klimaplans Stadtentwicklung sollen auch konkrete Handlungsansätze für eine klimagerechte Siedlungsentwicklung in den Handlungsfeldern Flächennutzung, Mobilitätsmanagement, Siedlungsplanung und Klimafolgenanpassung angestoßen werden.
Im Klimaplan Stadtentwicklung werden vier Strategieansätze, die die Stadt Göttingen zur Verbesserung des Klimaschutzes in der Siedlungsplanung verfolgt als Maßnahmenpakete zusammengefasst: 1) Strategien zur Flächennutzung (Leitbild 2020, Nutzungszyklenmanagement, Baulandmanagement, Freiflächenkonzept, Umweltatlas etc.), 2) Strategien zum Mobilitätsmanagement (Lärmaktionsplan, Luftreinhalteplan, Verkehrsentwicklungsplan, Buskonzept Innenstadt, Parkraumbewirtschaftung, Mobilitätskonzept Universität etc.), 3) Strategien zur Siedlungsplanung (gute Beispiele verdichteter Bauweisen, strategische Ziele in der Bauleitplanung etc.) und 4) Strategien zur Klimafolgenanpassung (Hochwasserschutz Leine, CO2-Bindung und Austauschfläche Stadtwald, Sicherstellung von Ausgleich- und Austauschflächen etc.)

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

Maßnahmenträger
Stadt Göttingen; Dezernat Planen, Bauen und Umwelt http://www.goettingen.de/magazin/magazin.php?menuid=356&topmenu=356&keepmenu=inactive
Kooperationspartner
plan zwei • Stadtplanung und Architektur

Dauer und Finanzierung

Beginn der Umsetzung
Kommunale Mittel der Stadt Göttingen und Fördermittel des Landes Niedersachsen

Weiterführende Links

Beteiligung

Ein ressortübergreifender Handlungsansatz und die Mitnahme der privaten und öffentlichen Akteure bestimmen die Gestaltung des KPS. Durch die Systematik der Erarbeitung des KPS und die beispielhafte Vorgehensweise bei der Aufstellung des FNP sowie beim Aufbau einer innerstädtischen Klimaschutzsiedlung im Stadtgebiet werden viele Elemente der Partizipation der Öffentlichkeit an Klimaschutzmaßnahmen entwickelt. In dieser Form der Öffenltichkeitsbeteiligung, die von der Aufklärung über Klimaschutzmaßnahmen, bis in die Beteiligung zukünftiger Eigentümer an der Konzeption der Klimaschutzsiedlung hineinreicht, werden beispielhafte Wege der Einbeziehung der Öffentlichkeit beschritten.
Erläuterung
Bürgerbeteiligung, TÖB, Öffentlichkeitsarbeit, individuelle Ansprache, Internet, Arbeitskreise

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
Der KPS sieht vor, dass innerstädtische Bauflächen für die Siedlungsentwicklung durch ein auf Klimaschutzziele verpflichtetes Bebauungsplanverfahren in Kombination mit Städtebaulichen Verträgen erschlossen werden sollen. Zu den Festsetzungen, die in Zukunft in Bebauungsplänen enthalten sein sollen, gehören bspw. eine verdichtete Bauweise, der Einsatz regenerativer Energien, eine optimierte Gebäudeausrichtung, aktive und passive Solarenergienutzung, kompakte Baukörperformen, Nahwärmekonzepte sowie Dach- und Fassadenbegrünung. Durch die Wohnumfeldgestaltung sollen Klimaelemente wie bspw. die CO2-Bindung, der nächtlicher Luftaustausch und das Kleinklima gefördert werden. Ein vernetztes Gründ- und Freiflächensystem gliedert die bebaute Stadt.
Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
  • Ja, Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
  • Ja, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz: z. B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
  • Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
Um im Bereich Wohnen den Flächenverbrauch für (neue) Baugebiet gering zu halten, kann bspw. die Innen- gegenüber der Außenentwicklung gestärkt und ein Baulandmanagement eingerichtet werden. Eine weitere Strategie zur Flächennutzung ist eine Strategie für ein Nutzungszyklenmanagement für Wohngebiete und Stadtquartiere. Die Einsparung von CO2 ist in allen Handlungsfeldern (Wohnen, Gewerbe und Verkehr) wiederzufinden. Der KPS zeigt CO2-Einsparpotenziale auf und gibt Handlungsempfehlungen.

Hindernisse

Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
Der Klimaplan Stadtentwicklung versteht sich als selbständiger Baustein, dessen Handlungsempfehlungen im neuaufzustellenden Flächennutzungsplan und im Landschaftsplan berücksichtigt werden sollen. Welche Maßnahmen Einzug in die vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung erhalten, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht benannt werden. Es wird immer wieder zu einer einzelfallabhängigen Abwägung zwischen den Klimaschutzbelangen und der städtebaulichen Entwicklung kommen.

Kontaktdaten

Dr.-Ing. Klaus Habermann-Nieße
plan zwei • Stadtplanung und Architektur
Morgensternweg 17a
30419 Hannover
Deutschland
Abteilung
E-Mail
habermann-niesse@plan-zwei.com
Telefonnummer
0511 - 27 94 95 41
Faxnummer

Ort der Umsetzung

Hiroshimaplatz 1 - 4
37083 Göttingen
Deutschland

Göttingen

Kategorien

Binnenhochwasser Hitzeperioden Starkregen/Sturzfluten Trockenheit Höhere Durchschnittstemperaturen Planungsinstrument (z.B. Landschaftsplan) Öffentliche Verwaltung
Kurzlink: https://www.uba.de/n13969de