Marktdaten: Bereich Ernährung

Die Entwicklungen im Ernährungsbereich zeigen unterschiedliche Dynamiken. Während sich beim Fleischkonsum wenig ändert, hat das MSC-Label für nachhaltige Fischerei den Sprung in den Massenmarkt geschafft. Der Anteil von Biolebensmitteln nimmt weiterhin zu. Sie fristen allerdings nach wie vor ein Nischendasein.

Inhaltsverzeichnis

 

Biolebensmittel

Bei Biolebensmitteln zeigte sich im Jahr 2014 ein Umsatzwachstum von 4,8 Prozent (%) auf 7,9 Milliarden (Mrd.) Euro (siehe Abb. „Umsatz und Marktanteil von Biolebensmitteln“). Dazu führten vor allem Absatzsteigerungen bei Trockenprodukten sowie Preissteigerungen bei Milch- und Molkereiprodukten.

Dennoch sind Biolebensmittel nach wie vor Nischenprodukte. Der Bioanteil am gesamten Lebensmittelmarkt hat zwar zugenommen, betrug im Jahr 2014 aber lediglich fünf Prozent (BÖLW 2015).

Der Marktanteil von Biolebensmitteln ist von 3,4 Prozent in 2009 auf fünf Prozent in 2014 gestiegen. Der Umsatz liegt bei 7,9 Milliarden Euro in 2014.
Umsatz und Marktanteil von Biolebensmitteln
Quelle: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft Diagramm als PDF
 

MSC-Fisch

Nur vereinzelt haben sich ökologische Alternativen, wie zum Beispiel MSC-Fisch, aus der Nische heraus entwickelt und sind Teil des Massenmarkts geworden. 2014 erreichte MSC in Deutschland einen Marktanteil von 59 Prozent (%) bei wild gefangenem Fisch (siehe Abb. „Umsatz und Marktanteil von Fischerzeugnissen aus nachhaltiger Fischerei“) (MSC 2015: Persönlicher Kontakt mit Frau Emefa Attigah von MSC Berlin).

Der Marktanteil von MSC-Fisch ist von 25 Prozent in 2010 auf 59 Prozent in 2014 gestiegen. Der Umsatz liegt bei 1,7 Milliarden Euro in 2014.
Umsatz und Marktanteil von Fischerzeugnissen aus nachhaltiger Fischerei
Quelle: Marine Stewardship Council (MSC) Diagramm als PDF
 

Entwicklung der konsumbezogenen Kohlendioxid-Emissionen

Nachdem die Kohlendioxid-Emissionen pro Kopf durch Ernährung von 2000 bis 2007 gesunken sind, liegen sie 2013 sogar über dem Niveau von 2000 (Statistisches Bundesamt/UBA 2014). Der Fleischkonsum in Deutschland verharrt in den letzten zehn Jahren auf hohem Niveau bei rund 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr (siehe Abb. „Fleischverzehr und Kohlendioxid-Emissionen der Ernährung“) (BVDF 2015).

Die ernährungsbedingten Kohlendioxid-Emissionen pro Kopf stagnieren bei 0,96 Tonnen pro Jahr. Der Fleischkonsum pro Kopf verharrt bei rund 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr auf hohem Niveau.
Fleischverzehr und Kohlendioxid-Emissionen der Ernährung
Quelle: Bundesverband der Deutschen Fleischindustrie e.V. Diagramm als PDF