Surfen, Internetanbieter

Mehrere Server sind zu sehen, die sich in Schränken gestapelt befinden.zum Vergrößern anklicken
Räumen Sie den Datenmüll auf: das spart Energie und Ressourcen.
Quelle: Sashkin / Fotolia.com

Inhaltsverzeichnis

 

Unsere Tipps

  • Kaufen Sie sich energieeffiziente Geräte für den Internetzugang (PC, Laptop, Router).
  • Schalten Sie Rechner und Router bei Nicht-Gebrauch aus.
  • Wechseln Sie zu einem Ökostrom-Anbieter. 
  • Wählen Sie Ihren DSL- oder E-Mail-Anbieter unter ökologischen Gesichtspunkten aus.
 

Gewusst wie

Die Internetnutzung benötigt vor allem Strom: Zum einen durch die Nutzung des PCs und der angeschlossenen Geräte. Zum anderen haben die Netzinfrastruktur und die Rechenzentren einen erheblichen Strombedarf.

Energieeffiziente Geräte kaufen: Computer verbrauchen unterschiedlich viel Strom. Achten Sie deshalb beim Kauf auf den Stromverbrauch. Achten Sie auch auf den Stromverbrauch des Routers. Router für Telefon und Internet, die ständig am Netz sind, können den Strombedarf eines Kühlschranks erreichen. Achten Sie beim Neukauf eines Routers deshalb darauf, dass Sie ein Gerät mit möglichst geringer Leistungsaufnahme in Betrieb und Stand-by bekommen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Ihr Telefon an den Router anschließen möchten, da Sie dann den Router nicht vom Netz trennen werden. Achten Sie beim Neukauf darauf, dass man die WLAN-Funktion separat ausschalten kann.
Weitere Orientierung bietet der Blaue Engel. Leider gibt es derzeit keine Hersteller, die für ihre Router den Blauen Engel beantragt haben. Orientieren Sie sich beim Neukauf eines Routers aber an der Vergabegrundlage für Router (Blauer Engel).

Stromverbrauch reduzieren: Trennen Sie den Computer nach Gebrauch komplett vom Netz, da Computer in der Regel auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen (Stand-by). Dies erfolgt am einfachsten über eine abschaltbare Steckdosenleiste. Wenn Sie nicht über den Router telefonieren: Schalten Sie auch diesen zum Beispiel mittels Steckerleiste nach Gebrauch aus.

Lieber durch die Erde surfen als durch die Luft: Der Internetzugang mit mobiler Breitbandverbindung ist praktisch und kaum noch teurer als ein stationärer Anschluss. Daten über  eine Mobilfunkverbindung zu übertragen, verbraucht jedoch deutlich mehr Energie als über einen stationären Anschluss mit LAN oder WLAN. Wenn Sie die Wahl haben, nutzen Sie einen stationären Anschluss.

Beziehen Sie Ökostrom: Ökostrom ist Strom, der auf ökologisch vertretbare Art und Weise aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Achten Sie darauf, dass das Angebot mit einem empfehlenswerten Label wie „Grüner Strom Label“ oder „ok-Power“ ausgezeichnet ist.

Ökologischen Anbieter wählen: Mittlerweile gibt es auch „grüne“ DSL- und E-Mail-Anbieter sowie Suchmaschinen. Diese decken den Energiebedarf ihrer Rechenzentren mit Ökostrom ab und/oder kompensieren die Treibhausgasemissionen der Dienstleistungen. Achten Sie dabei auf die Label für Ökostrom (Grüner Strom Label, ok-Power) sowie für Kompensationszahlungen (The GoldStandard).

Was Sie noch tun können:

Reduzieren Sie Ihr Datenvolumen:

  • Bevorzugen Sie - wenn möglich - herkömmliches Programmfernsehen gegenüber Video-Streaming. Dieses verursacht rund Dreiviertel des Datenvolumens.
  • Versenden Sie lieber Links statt großer Dateien.
  • Löschen Sie inaktive Accounts und kündigen Sie nicht gelesene Newsletter-Abonnements.
<>
 

Hintergrund

Umweltsituation: Ob Suchen, Spielen, Chatten, Downloaden - die Informations- und Kommunikationstechnik hat einen wachsenden Strombedarf zur Folge. So verbrauchten die Server in Deutschland im Jahr 2015 allein für den Betrieb rund sieben Milliarden Kilowattstunden Strom, zuzüglich weiterer fünf Milliarden Kilowattstunden für die nötige Kühlung. Die dadurch entstandenen CO2-Emmissionen beliefen sich auf ca. sechs Millionen Tonnen. Das entsprach im Jahr 2015 rund 0,7 % aller Treibhausgasemissionen in Deutschland.

Marktbeobachtung: Angesichts der zunehmenden Verbreitung des Internets, des Anstiegs der Nutzungszeit und der Downloaddatenmengen (etwa von Video- und Musikdateien) nimmt die Energierelevanz dieser Dienste zukünftig weiterhin zu. Eine Studie des BMWI hält einen Anstieg des Energiebedarfs von Servern um 60 % zwischen den Jahren 2015 bis 2025 für möglich.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite:

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 internet service provider