was große Supermarktketten in ihrem Sortiment anbieten, für was sie werben und wie sie ihre Waren kühlen ist von Gewicht, was Umwelt- und Klimaschutz angeht. Doch wie nachhaltig sind die acht umsatzstärksten Lebensmitteleinzelhandels-Unternehmen Deutschlands? Lesen Sie mehr in dieser Newsletter-Ausgabe. Außerdem geben wir Tipps, wie Sie beim Heizen Energie sparen können, ohne Schimmel zu riskieren, und schätzen ein, was aktuell die Lecks in den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 für das Klima bedeuten. Im Oktober und November stehen des Weiteren einige interessante Termine an.
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Mehr Umwelt- und Klimaschutz im Supermarkt: Handel und Politik gefragt
Die großen Supermarktkonzerne haben viel Einfluss auf Produktionsbedingungen und Konsumverhalten.
Quelle: Olga Chernetskaya / Fotolia.com
Eigene Biomarken, ein wachsendes Angebot veganer Produkte, energieeffizientere Kühltruhen – in deutschen Supermärkten hat sich beim Thema Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren einiges getan. Das Potenzial ist jedoch noch längst nicht ausgeschöpft, wie eine aktuelle UBA-Studie zeigt. Sie bewertet das Umweltengagement der acht umsatzstärksten Lebensmitteleinzelhandels-Unternehmen Deutschlands (ALDI Nord, ALDI Süd, EDEKA, Kaufland, Lidl, Netto Markendiscount, PENNY und REWE).
So werden zum Beispiel tierische Produkte deutlich stärker beworben als die umweltfreundlicheren pflanzlichen Alternativen. Und besonders umweltschädliche Produkte – wie Ware, die per Flugzeug importiert wird – sind weiterhin Teil des Sortiments.
Neben dem Handel sieht das UBA auch die Politik gefragt und empfiehlt einen Politik-Mix aus finanziellen Anreizen und regulatorischen Maßnahmen. Zum Beispiel sollten die Mehrwertsteuersätze für Lebensmittel nach ökologischen Kriterien angepasst und Mindeststandards für den Einkauf von Rohwaren, wie Soja für Tierfutter oder Palmöl, eingeführt werden.
Der Abschlussbericht zum Forschungsprojekt markiert den Startpunkt eines Monitorings zu den Entwicklungen und Trends in Sachen Umwelt- und Klimaschutz im Lebensmitteleinzelhandel, das in den kommenden Jahren weitergeführt werden soll.
In der Ukraine fürchten wegen des russischen Krieges täglich Menschen um Leib und Leben. In Deutschland hat die aggressive russische Politik zu einer Energiekrise geführt. Um Gas zu sparen, empfiehlt das UBA, die Heiztemperatur zu optimieren. Denn die beste Energie ist die, die gar nicht verbraucht wird. Zu kalt sollte die Heizung aber nicht eingestellt werden, sonst droht Schimmel.
Die Lecks in den Pipelines Nord Stream 1 und 2 führen nach Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) zu Emissionen von 7,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten. Das entspricht etwa einem Prozent der deutschen Gesamtemissionen.
Eine Hochwasserallianz, Mini-Wälder für Bildungsangebote zur Klimaanpassung und einige mehr – die Gewinner*innen des Bundespreises „Blauer Kompass“ 2022 stehen fest. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis geht jeweils an herausragende Klimanpassungsprojekte in den Bereichen Hochwasserschutz, Landwirtschaft, Handwerk sowie Umweltbildung und ländliche Entwicklung.
Ob Hitzewellen oder Starkregen: Städte und Gemeinden spüren zunehmend die Folgen des Klimawandels. Mit dem neu aufgelegten Online-Leitfaden „Klimalotse“ können Kommunen ihre Klimarisiken systematisch ermitteln, Anpassungsmaßnahmen planen und Strategien entwickeln. Angelehnt ist der Leitfaden an internationale Normen zur Klimaanpassung.
Mit dem UBA-CO₂-Rechner wurden in den letzten drei Jahren weit über eine Million persönliche CO₂-Bilanzen erstellt. Doch wie berechnet der Rechner diese Bilanzen? Was sind die Datenquellen und Annahmen dahinter? Und was beeinflusst die CO₂-Bilanz der Nutzer*innen am stärksten? Zwei neue UBA-Berichte geben hierüber Auskunft.
Der im Auftrag des Umweltbundesamtes aktualisierte Leitfaden zur Beschaffung von Ökostrom dient als Arbeitshilfe für öffentliche Ausschreibungen durch Bund, Länder und Kommunen. Er liefert eine praxisnahe Grundlage für die Beschaffung von Ökostrom nach einheitlichen Kriterien. Die öffentliche Hand hat zudem die Möglichkeit, auch regionalen Ökostrom einzukaufen, so ein begleitendes Rechtsgutachten.
Bis 2045 sollen Gebäude treibhausgasneutral sein, so das Bundesklimaschutzgesetz. Millionen Immobilien müssen dekarbonisiert und energetisch saniert werden. Zahlt der Eigentümer oder kommen Mietende dafür auf? Wie sieht eine faire Kosten-Nutzen-Verteilung aus? Damit hat sich das Forschungsprojekt FLAMME unter Beteiligung des Umweltbundesamtes beschäftigt.
Städte und Gemeinden sollen einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und der Klimaschutzziele leisten. Ebenso kommt ihnen die Aufgabe zu, die Auswirkungen des Klimawandels in ihren Gemeindegebieten abzuschätzen und geeignete Anpassungsmaßnahmen umzusetzen. Zugleich sind sie gehalten, einen Beitrag zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme zu leisten.
Handlungsempfehlungen für die Regional- und Kommunalplanung
Die Szenarien der Energiewende lassen erwarten, dass bis 2030 knapp 100.000 ha Fläche mit Solar-Freiflächenanlagen bebaut sein werden. Die Handlungsempfehlungen zur umweltverträglichen Steuerung von Solar-Freiflächenanlagen richten sich an Planer*innen und Entscheidungsträger*innen, die für die räumlichen Erfordernisse einer erfolgreichen Energiewende Verantwortung tragen. Sie bieten Ansätze und…
Der integrierte Ansatz Umweltgerechtigkeit zielt darauf, eine gesunde Umwelt für alle und gemeinsam mit allen Menschen, unabhängig von ihrer sozialen Lage, sicherzustellen. So können für alle Bürger*innen bestmögliche Gesundheitschancen und Voraussetzungen für eine hohe Lebensqualität geschaffen werden. Umweltgerechtigkeit verbindet viele Themen und Politikfelder: vom Umwelt-, Naturschutz über…
In aktuellen Untersuchungen im Auftrag des Umweltbundesamtes wurde eine Vielzahl von Steroidhormonen aus Medikamenten in Kläranalgenabläufen und Gewässern nachgewiesen. Der Fokus lag auf den bisher weniger untersuchten Hormongruppen der Glukokortikoide und Progestagene. Diese Steroidhormone können endokrin wirken und schon in geringen Mengen zum Beispiel Fischpopulationen beeinflussen.
Arzneimittelrückstände sind ein drängendes Problem für die aquatischen Ökosysteme. Rückstände werden derzeit vorrangig im Wasser untersucht, nicht aber deren Anreicherung in Schwebstoffen oder Lebewesen. Mit neu entwickelten Messmethoden konnten jetzt erstmalig zeitliche Belastungen von Arzneimitteln in Fisch- und Schwebstoffproben der Umweltprobenbank nachgewiesen und Zeitreihen erstellt werden.
Zwei skandinavische Unternehmen werden im Rahmen des Projekts AskREACH jeweils in den Kategorien SVHC-Management und Kommunikation in der Lieferkette ausgezeichnet. Das Projekt AskREACH sensibilisiert mit Beteiligung des UBA europaweit für sogenannte „besonders besorgniserregende Stoffe“ (SVHCs) in Erzeugnissen. Unter den Finalisten sind auch zwei deutsche Unternehmen.
Der Online-Workshop am 19. Oktober 2022 dient dem Erfahrungsaustausch zwischen Städten und Kommunen über nachhaltige Methoden im Umgang mit Grünbelag und Wildkräutern. Einzelne Kommunen stellen dafür ihre ganzheitlichen Konzepte vor und teilen ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von nicht-chemischen Methoden.
Am 13. / 14. November 2025 findet unser diesjähriges Netzwerktreffen in der Gastgeberstadt Wuppertal statt. Gemeinsam mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW erarbeitet die Nationale Koordinierungsstelle der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE (EMW) ein spannendes Programm, das den Austausch unter aktiven EMW-Akteuren fördert, neue Impulse setzt und mit praktischen Aktionen zeigt, was in der EMW möglich ist.
Leitfaden zur Kommunikation von Suffizienz als Ziel kommunaler Verkehrspolitik
Das Thema Suffizienz kann gerade im Bereich Mobilität sehr emotional werden: Gestaltungsmöglichkeiten für mehr Lebensqualität durch weniger Verkehr, können vor allem bei der Umsetzung und Einführung von Maßnahmen (z.B. verkehrsberuhigte, autofreie Zonen) zu Problemen in der Akzeptanz führen. Dazu fasst der Leitfaden Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften zusammen und gibt Kommunen anhand von…
Die Reparatur von Elektrogeräten ist mit zahlreichen ökologischen, sozialen und ökonomischen Vorteilen verbunden. Dennoch werden defekte Produkte bisher kaum repariert. Transparente Informationen, zum Beispiel in Form eines Reparaturindex, könnten dazu beitragen, Verbraucher*innen besser über die Reparierbarkeit von Produkten aufzuklären und in der Folge zu mehr Reparaturen führen.
Mit dem Bundespreis Ecodesign zeichnen das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt seit 2012 in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin herausragende Leistungen im ökologischen Design aus. Nun wurden 28 Projekte für den Bundespreis Ecodesign 2022 nominiert. Die Preisverleihung findet am 5. Dezember 2022 statt.
Auch im Jahr 2022 werden Produkte, Dienstleistungen und Konzepte mit dem Bundespreis Ecodesign ausgezeichnet. Am 30. September eröffnet die Ausstellung, in der bis zum 9. Oktober in Berlin alle 140 zugelassenen Beiträge sowie die Nominierten des Bundespreises zu sehen sein werden. Begleitend finden in der Veranstaltungsreihe SPOTLIGHT ON ein Workshop und ein Online-Talk zum Thema Reparatur statt.
Am 10. Oktober 2022 lädt das Umweltbundesamt zur Tagung "Die Grenzen des Konsums: Was machen die Grenzen des Wachstums aus unserem Lebensstil?" in Berlin ein. Die Konferenz richtet sich insbesondere an Forschende, Entscheidungs- und Praxisakteure aus den Bereichen nachhaltiger Konsum, Suffizienz, Postwachstum, Operationalisierung der Planetary Boundaries und Footprints.
Beim Tragen von absorbierenden Hygieneprodukten besteht ständig Hautkontakt mit diesen Produkten, sodass auch kleinste Mengen an gesundheitsschädlichen Chemikalien negative Auswirkungen haben können.
Für die in den Produkten enthaltenen Materialien enthält der Leitfaden daher strenge Anforderungen und eine detaillierte Ausschlussliste an Schadstoffen und gesundheitsschädlichen Substanzen. Um das…
Mit Verlegewerkstoffen wie Fliesenklebern oder Spachtelmassen werden Untergründe für Bodenbeläge behandelt, um diese großflächig in Innenräumen zu verkleben. Aus Umwelt- und Gesundheitssicht sollten sie möglichst emissionsarm sein.
Dieser Leitfaden hilft bei der Beschaffung von Produkten, die die Kriterien des Blauen Engels für emissionsarme Bodenbelagsklebstoffe und andere Verlegewerkstoffe (DE-UZ…
Impulse for raising untapped energy saving potentials
This paper presents an initial outline of a policy approach called “EU front-runner approach”. It aims at installing a regulatory framework which enables a semi-automated, progressive adaptation of ecodesign minimum requirements for products. It builds on performance levels of the best products available on the market by aggregating information in a database. The application of the “EU front…
Hersteller bestimmter Verpackungen müssen sich an dualen Systemen beteiligen, damit die Verpackungen gesammelt, sortiert und verwertet werden. Seit 2019 sind die Entgelte hierfür auch danach zu bemessen, wie gut sich eine Verpackung recyceln lässt. Der Mindeststandard dafür, wie die Recyclingfähigkeit zu ermitteln ist, wurde nun an neue Entwicklungen im Verpackungssektor angepasst.
Rotorblätter von Windenergieanlagen bestehen aus Faserverbundstoffen, die bislang sehr unterschiedlich entsorgt wurden. Das Umweltbundesamt (UBA) hat nun ein umfangreiches Kompendium über die nachhaltige Nutzung und die Abfallbehandlung von Rotorblättern vorgelegt.
Durch neuartige Sortiertechnologien bei der Schrottaufbereitung könnten beispielsweise beim Aluminiumrecycling bis zu 290.000 Tonnen Primärmaterial und bis zu 90 Prozent CO₂ eingespart werden. Das zeigt eine neue Studie des Umweltbundesamts, die das Potenzial zur Optimierung des Recyclings und somit zur Substitution von Primärrohstoffen untersucht hat.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat das UBA beauftragt, alle verfügbaren Messdaten, Hinweise und Hypothesen zum Fischsterben in der Oder zu sammeln, um diese gemeinsam mit Fachleuten aus anderen Bundes- und den Landesbehörden aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern systematisch zu bewerten. So sollen die genauen Ursachen der Umweltkatastrophe ermittelt werden.
In einem ersten umfassenden internationalen Screening zu Mikroplastik im Einzugsgebiet der Donau wurde Mikroplastik in allen Proben nachgewiesen. Polyethylen war dabei mit maximalen Gehalten von bis zu 22,24 µg/mg Schwebstoffe das vorherrschende und durchgehend nachweisbare Polymer. Darüber hinaus wurden Polystyrol, Styrol-Butadien-Kautschuk und Polypropylen gefunden.
Bei der landwirtschaftlichen Produktion – insbesondere bei der Produktion tierischer Nahrungsmittel – entstehen hohe Umwelt- und Klimaschäden, deren Folgekosten sich aktuell nicht in den Preisen widerspiegeln. Um die Landwirtschaft klima- und umweltfreundlicher zu gestalten, braucht es einen Mix aus verschiedenen Maßnahmen. Eine CO₂-Abgabe auf Rinder empfiehlt das UBA gegenwärtig nicht.
Die GreenSurvey GmbH führte zusammen mit dem Umweltbundesamt am 17. und 18. Oktober 2022 einen Online-Workshop zu den Chancen und Risiken der aktuellen und geforderten Innovationen für die Umwelt und den Integrierten Pflanzenschutz mit verschiedenen Stakeholdern aus diesem Bereich durch.
Handreichung für kommunale Entscheidungsträger*innen
Der Ausstieg aus der Braunkohle löst in den betroffenen Revieren einen grundlegenden Strukturwandel aus. Für die Kommunen in den Regionen stellt diese Entwicklung eine enorme Herausforderung dar. Es ist daher verständlich, dass Strukturpolitik und strukturpolitisches Handeln vor Ort zuerst darauf abzielen, die ökonomischen und sozialen Folgen des Strukturwandels abzumildern. Aufgrund sich…
Das vorliegende Policy Paper bildet den Abschluss des Vorhabens „Digitalisierung von Märkten und Lebensstilen: Neue Herausforderungen für nachhaltigen Konsum“ und ist Teil der Leuchtturm-Initiative „Wege und Bausteine einer digitalen Agenda für nachhaltigen Konsum“ des BMUV. Im Projekt wurden vier Pilotierungen im Themenfeld vorgenommen, die nicht Teil dieses Berichtes sind (siehe Links). Dieser…
Die Hochschule Merseburg und das UBA stärken in einer gemeinsamen Kooperation ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Umwelt und Digitalisierung. Anlass und zentrales Element dieser Partnerschaft ist der Aufbau des Nationalen Zentrums für Umwelt- und Naturschutzinformationen (umwelt.info) als neue Außenstelle des UBA am Standort Merseburg.
Das UBA in den Medien
Dirk Messner im Gespräch bei "Jung & Naiv" (Teil 2)
UBA-Präsident Dirk Messner zum zweiten Mal zu Gast bei "Jung & Naiv", unter anderem zum Thema Klimaschutz