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Nr.: 3/2019UBA aktuell

Liebe Leserin, lieber Leser,

er steht wie kaum ein anderes Produkt für die heutige „Wegwerfgesellschaft“: der „Coffee to go“ im Einwegbecher. Nicht nur gefühlt ist die Zahl der in Deutschland verbrauchten und nicht selten achtlos weggeworfenen Becher immens. Fakten und unsere Vorschläge für mögliche Maßnahmen zum Gegensteuern lesen Sie in dieser Newsletterausgabe.

Ein deutlich wertvollerer Abfall sind Kartoffelschalen, Kaffeesatz & Co. – aber nur, wenn sie getrennt gesammelt werden. Was sich aus Bioabfällen machen lässt und was zuhause in die Biotonne gehört und was nicht, darum geht es heute sowohl in unserer Verbraucher- als auch in unserer Wissenschaftsrubrik.

Interessante Lektüre wünscht,

Ihre Pressestelle des Umweltbundesamtes

„Coffee-to-go“-Becher-Flut eindämmen

ein weggeworfener Coffee-To-Go-Pappbecher mit Plastikdeckel liegt auf einem Gehweg in der Stadt

Einwegbecher sorgen für unnötigen Abfall und Ressourcenverbrauch.
Quelle: Weixx / fotolia.com

2,8 Milliarden Einwegbecher nutzten die Deutschen für Heißgetränke allein im Jahr 2016, so eine UBA-Studie. Becher, die meist nach wenigen Minuten im Abfall landen – oder in der Umwelt. Da mindestens Beschichtung und Deckel aus Kunststoff bestehen, ein großes Problem. Einwegbecher gehören zur „Top Ten“ der kunststoffhaltigen Einwegprodukte, die in Europa am häufigsten an den Meeresstränden zu finden sind. Aber auch in Wald und Flur sind sie mittlerweile alltäglich.

Eine Studie des UBA hat nun Vorschläge vorgelegt, wie der Einwegbecherverbrauch in drei Jahren um die Hälfte gesenkt werden kann: Mehrwegbecher – am besten mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ – sollten den Kundinnen und Kunden standardmäßig und zu günstigeren Preisen als das Heißgetränk im Einwegbecher angeboten werden. Außerdem sollte ein „Litteringfonds“ eingerichtet werden. Wer Einwegbecher ausgibt, muss darin einzahlen. Die so gewonnenen Mittel könnten für die Reinigung der vermüllten Umwelt und für Informationskampagnen eingesetzt werden.

Diese und weitere Maßnahmen können in einer Vereinbarung mit der Wirtschaft umgesetzt werden. Sofern keine anspruchsvolle Vereinbarung zustande kommt, sollten Maßnahmen rechtlich vorgeschrieben werden.

Kürzlich wurde FairCup als erstes Mehrwegbechersystem mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Die Besonderheit bei den FairCup-Bechern ist, dass sie ganz einfach in Leergutautomaten in beteiligten Supermärkten zurückgegeben werden können. Erste Tests laufen aktuell in ausgewählten Supermärkten in Göttingen und Hildesheim. Der „Blaue Engel“ garantiert unter anderem, dass die Becher langlebig und gut recycelbar sind und kein gesundheitsschädliches Bisphenol A freisetzen.

Verbrauchertipps

Bioabfall

Der Schatz in der Biotonne

In Bioabfall steckt großes, ungenutztes Potenzial – zum Beispiel als Kompost oder für die Energieerzeugung. Was gehört in die Biotonne? Und was passiert mit dem Abfall? Unter dem Kampagnendach „Aktion Biotonne Deutschland“ veranstalten Städte und Landkreise in diesem Jahr vom 18. Mai bis zum 9. Juni bundesweit Aktionen für mehr getrennt gesammelte Bioabfälle ohne Fremdstoffe wie Plastik. weiterlesen

Eine Sprühdose und eine Fliege.

UBA-Portal gibt Tipps zu biozidfreier Schädlingsbekämpfung

Schädlingsbekämpfungsmittel können gefährlich für Mensch und Umwelt sein. Das Biozid-Portal des UBA bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern Informationen über vorbeugende Maßnahmen und biozidfreie Alternativen zur Schädlingsbekämpfung – zum Beispiel gegen Nagetiere oder Insekten. Das Portal wurde umfassend überarbeitet und ist ab sofort direkt unter dem Dach der UBA-Homepage online. weiterlesen

Den Boden schützen und erhalten

Bodenschutz im Alltag

Auf dem Boden wachsen Nahrungsmittel, er speichert Wasser und Nährstoffe, er schützt uns vor Überschwemmungen und kann CO2 binden. Wir geben Tipps zum Bodenschutz im Garten, im Alltag und beim Bauen. weiterlesen

UBA-Positionen

Luftbild einer Biogasanlage mit mehreren Anlagenteilen

Biogasanlagen müssen sicherer und emissionsärmer werden

Biogas aus Gülle oder Ernteresten statt fossiler Brennstoffe ist grundsätzlich gut fürs Klima. Gleichzeitig sind Biogasanlagen aber eine Gefahr für Mensch, Klima und Umwelt. Damit klimaschädliche Gase und wassergefährdende Stoffe nicht aus den Anlagen entweichen und hochentzündliche Gase zu Unfällen führen, empfiehlt das UBA eine rechtsverbindliche Biogasanlagen-Verordnung. weiterlesen

fliegendes Flugzeug mit vier Triebwerken vor blauem Himmel

Kerosinablass von Flugzeugen für Mensch und Umwelt unkritisch

Zur Sicherheit müssen Flugzeuge manchmal Treibstoff ablassen, wenn sie kurz nach dem Start notlanden müssen. Das UBA schätzt die Auswirkungen dieser Treibstoffschnellablässe auf Mensch und Umwelt nach derzeitigem Kenntnisstand als unkritisch ein. Vorsorglich sollte die Betriebsanweisung der Deutschen Flugsicherung festschreiben, dass für die Ablässe nicht immer dieselben Gebiete zugewiesen werden. weiterlesen

Aus Wissenschaft und Forschung

Hochwertige Verwertung: der Weg vom Bioabfall zum Kompost

Bioabfälle besser verwerten

Die Verwertung von Bioabfällen aus unseren Küchen und Gärten muss besser werden, damit sie auch weiterhin zu Dünger und Humus verarbeitet werden oder energetisch genutzt werden können. Eine neue Studie des UBA zeigt, wie die Verwertung der Bioabfälle aussehen und was in den bestehenden Anlagen zur Bioabfallbehandlung geändert werden muss, damit die Verwertung möglichst hochwertig ist. weiterlesen

Kühe auf einer Weide, im Hintergrund eine Biogasanlage

Biogasproduktion aus Gülle und Bioabfall ausbauen

Durch die Vergärung von Gülle und Bioabfall in Biogasanlagen können Treibhausgasemissionen aus der Lagerung, Behandlung und Verwertung reduziert und gleichzeitig Energie bereitgestellt werden. Im Moment landet in Deutschland jedoch nur etwa je ein Drittel der anfallenden Menge in der Biogasanlage. Wie sich der Anteil steigern ließe, zeigen die Ergebnisse eines UBA-Forschungsprojekts. weiterlesen

Schweine werden automatisch in einem Stall gefüttert.

UBA-Studie: Tierwohl kann Umweltschutz unterstützen

Wie wirkt sich das staatliche Tierwohlkennzeichen für Schweine auf Umwelt und Tierwohl aus? Dies untersucht die UBA-Studie “Tierwohl und Umweltschutz – Zielkonflikt oder Win-Win-Situation“. Die intensive Nutztierhaltung schadet der Umwelt durch Nährstoffüberschüsse, Treibhausgase und Verlust der Artenvielfalt. Gleichzeitig wünschen sich viele Menschen bessere Haltungsbedingungen und mehr Tierwohl. weiterlesen

Design kann dazu beitragen, Edel- und Sondermetalle sowie Kunststoffe besser zu recyceln

Ökodesign ist relevant für das Recycling von Elektrogeräten

Die Verbesserung der Materialeffizienz von Produkten rückt zunehmend in den Fokus umweltpolitsicher Maßnahmen. Eine aktuelle UBA-Studie zeigt in diesem Kontext wie Designanforderungen die Kreislaufführbarkeit speziell von Edel- und Sondermetallen sowie von Kunststoffen ausgewählter Elektrogeräte verbessern können. Ergänzend fanden Aspekte wie Lebensdauer und Reparierbarkeit Berücksichtigung. weiterlesen

Wirtschaft & Umwelt

eine Frau und ein Mann mit Bauhelm, Plänen und Tablet schauen sich einen Windpark an

Klimaschutz lohnt sich für die deutsche Wirtschaft

Eine ambitionierte Klimaschutzpolitik schafft Arbeitsplätze, beschleunigt die Modernisierung der Volkswirtschaft und stärkt sowohl die Export- als auch die Binnenmärkte. Dies sind nur einige der Ergebnisse des Forschungsprojekts „Wirtschaftliche Chancen durch Klimaschutz“. weiterlesen

Mann tippt auf einer Computertatstatur

Konferenz zu Online-Handel & Umwelt- und Verbraucherschutz

Welche Regeln braucht der Online-Handel für einen wirksamen Umwelt- und Verbraucherschutz? Und wie kann man diese durchsetzen? Das ist am 18.06.2019 in Berlin Thema einer Fachkonferenz vom Bundesumweltministerium und Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt. Schwerpunktthemen: Elektrogeräten inklusive Batterien, Verpackungen und Chemikalien. weiterlesen

Foto einer Industrieanlage, davor zerkleinertes Gestein und ein Muldenkipper

Gestein aus Tunnelbohrung wird zu hochwertigem Baustoff

Wie können über eine Million Tonnen Sand und Kies, die beim Bohren eines Eisenbahntunnels anfallen, zu einem nutzbaren Baustoff aufbereitet statt auf einer Deponie abgelagert werden? Dies demonstrierte ein Projekt des Umweltinnovationsprogramms anhand eines konkreten Bauvorhabens: dem Bau des Eisenbahntunnels Rastatt in Baden-Württemberg. weiterlesen

Geldscheine

"Green Finance"-Konferenz: Präsentationen und Videointerviews

Das Schweizer Bundesamt für Umwelt hat im November 2018 gemeinsam mit den Umweltämtern von Deutschland, Österreich und Liechtenstein sowie dem Umweltministerium von Luxemburg zum Dialog und Erfahrungsaustausch hinsichtlich grüner Finanzen eingeladen. Nun sind die Präsentationen und Videointerviews der Referentinnen und Referenten online. weiterlesen

ein Man mit Bauhelm steht vor einer Landschaft mit Tagebau und einem Bagger

Wege in eine ressourcenschonende Stoffstromwirtschaft

Das Umweltbundesamt stellt auf einem Themenportal eine neue stoffstromorientierte Wissensbasis der Sekundärrohstoffwirtschaft bereit, welche bestehende Statistiken zu Abfällen, Handel und Produktion zusammenführt und erweitert. Hieraus lassen sich die erzielten Ressourcenschonungseffekte der deutschen Sekundärrohstoffwirtschaft im In- und Ausland ableiten. weiterlesen

Umwelt kommunal

Kreisverkehr Mössingen

2. Fachtagung „Die pestizidfreie Kommune“

Immer mehr Kommunen sind bestrebt, auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten und den Einsatz von Biozidprodukten zu begrenzen. Auf einer Tagung im UBA Dessau-Roßlau am 9. und 10. September 2019 können Sie sich selbst ein Bild davon machen. Hier gibt es nicht nur spannende Vorträge, auch herbizidfreie Wildkrautbeseitigung und giftfreie Bekämpfung von Nagetieren werden vorgestellt. weiterlesen

Familie an der Straßenbahnhaltestelle

Bessere Fußwege in der Stadt stärken Bus und Bahn

Ein attraktiver Fußweg zur Haltestelle macht auch die Nutzung von Bus und Bahn attraktiver. Wie Kommunen Fußwege aufwerten können, zeigt ein Leitfaden des Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) anhand von zehn einfach umzusetzenden Maßnahmen. Der Leitfaden wurde im Projekt »Zu Fuß zur Haltestelle« entwickelt, welches vom UBA und Bundesumweltministerium gefördert wird. weiterlesen

Planet Erde

Stadtverkehr neu denken: von anderen Ländern lernen

Der Verkehrssektor steht unter Druck und vor gewaltigen Herausforderungen – nicht nur in Deutschland. Darum suchen viele Länder nach Möglichkeiten, die Umweltwirkung des Verkehrs zu mindern und nachhaltige Alternativen zu fördern. UBA und GIZ haben vielversprechende Ideen und Innovationen aus Schwellen- und Entwicklungsländern zusammengetragen, die ein großes Potenzial für Deutschland haben. weiterlesen

In eigener Sache

Das UBA in den Medien

UBA-Studie zu "Coffe-to-go"-Einwegbechern

Tag gegen Lärm

ARD-Mittagsmagazin zu Studienergebnissen des UBA

Nachgezählt

390

Infografik: auf grünem Hintergrund steht:Rund 390 Müllteile sind am Nordseestrand auf einer 100-Meter-Strecke zu finden.

UBA-Zahl des Monats 05/2019
Quelle: Umweltbundesamt

Rund 390 Müllteile sind am Nordseestrand auf einer 100-Meter-Strecke zu finden. Fast 89 Prozent dieser Müllteile bestehen aus Plastik. 94 Prozent der tot aufgefundenen Eissturmvögel haben Kunststoffe im Magen. Mehr Daten und Fakten lesen Sie in unserem Faktenpapier Meeresmüll.

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