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FvOS: Freiwilligen-vor-Ort-System

Das FvOS-Projekt ist aus dem vorangegangenen KLIMZUG-Projekt hervorgegangen.
Im Fokus des Projektes steht die Versorgung von Hilfe- und Pflegebedürftigen in Krisensituationen auf Basis des Ehrenamtes durch Nachbarschaftshilfe. Das Ziel des Projektes ist es, rechtssichere Strukturen und Prozesse zu entwickeln, die Freiwillige vor Ort in die Lage versetzen, mit der notwendigen fachlichen und rechtlichen Sicherheit Strukturen der Nachbarschaftshilfe aufzubauen, einzuüben und diese im Ernstfall erfolgreich zu nutzen. Ein wichtiges Nebenziel des Projektes ist die Sensibilisierung der Teilnehmenden für Selbstschutz und Selbsthilfe sowie der nachbarschaftliche Zusammenhalt.

Mit der Etablierung eines FvOS soll die Realisierung haltbarer Strukturen als Entlastung und Unterstützung für organisierte Hilfeleistungssysteme erreicht werden.

Bei Extremwetterlagen wie Hochwasser und Sturm unterstützt das FvOS die organisierte, professionelle Hilfe. Vor allem die Versorgung pflegebedürftiger und/oder alleinstehender Gemeindemitglieder kann durch ehrenamtliche Helfer gesichert werden.

Ein Qualifizierungskonzept zu klimasensiblen Handlungsbereichen (Selbstschutz / Selbsthilfe) wird konzipiert und erprobt. Zudem werden Lern- und Lehrmodule für das pflegerische Grundverständnis entwickelt und durchgeführt.

Das FvOS wird in den zwei Modellorten Frankenberg-Wangershausen und Weißenborn-Rambach entwickelt.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

Maßnahmenträger
Regionalmanagement Nordhessen GmbH https://www.regionnordhessen.de
Kooperationspartner
Die o.g. Landkreise, die Modellorte Frankenberg-Wangershausen und Weißenborn-Rambach sowie die Hochschule Fulda.
Zudem sind ein Experte aus dem Bereich Krisenmanagement (SC SAFETY+SECRURITY CONCEPT, Holger Sincl) sowie ein Experte aus dem Bereich Datenschutz und Rechtsgrundlagen (MeMo Nordhessen, Rolf Schließmann) am Projekt beteiligt.

Dauer und Finanzierung

Beginn der Umsetzung
Dauer der Umsetzung
09/2015 - 08/2018 Umsetzung; Konkrete Maßnahme Qualifizierung: zeitlicher Umfang von rund 30 Stunden, eingerechnet ist ein Kurs in Erster Hilfe im Umfang von 8 bis 9 Stunden, mehrere Schulungen/ jeweils 1 Tag/Region: Klimawandel und -anpassung; Rechtsgrundlagen, Selbstschutz u. Selbsthilfe
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
390.000
Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
  • Bund
Förderung des BMU durch das Programm "Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels"

Weiterführende Links

Beteiligung

Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
  • Breite Öffentlichkeit
  • Öffentliche Verwaltung/Politik
Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
  • Aufbau von Netzwerken
  • Aufsuchende Formate (z.B. Informationsstände)
  • Bereitstellung von Informationsmaterialien
  • Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
  • Informationsveranstaltungen
  • persönliche Befragung / Bürgeranhörung
Erläuterung
In Auftaktveranstaltungen, Planbesprechungen sowie wiederkehrenden Informationsterminen wurden sowohl die BürgerInnen, die organisierte Hilfe, die Landkreise und Kommunen mit eingebunden.

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
Engere Zusammenarbeit der BürgerInnen sowie Vertiefung der Kenntnisse über klimabedingte Krisensituationen. Zudem haben die BürgerInnen Wissen in den Themenfeldern Pflege und Selbstschutz erhalten.
Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
  • Analyse (z.B. Soll-Ist-Abgleiche, Meilensteinabgleich, Medienanalyse)
  • Experiment (z.B. Pre-Test, Labor- und Feldexperimente, Ortsbegehung)
  • Feedback-Gespräche (z.B. Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Erfahrungsberichte)
  • Monitoring (z.B. Messung, Erfassung von Daten, TN-Zahlen, Webseitenklicks)
Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
  • Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
Gestärkte Nachbarschaftshilfe, Wissensvermittlung, Erhöhung der Wohnqualität und der Sicherheit im ländlichen Raum.

Hindernisse

Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
Ein Hindernis besteht in der Voraussetzung einer hohen Bereitschaft ehrenamtlicher und freiwilliger Tätigkeit im Projektprozess. Hier wurden anerkannte BewohnerInnen der Modellorte zu wichtigen MultiplikatorInnen, um das Projekt im Ort zu stärken.

Kontaktdaten

Ute Schulte
Regionalmanagement Nordhessen GmbH
Ständeplatz 17
34117 Kassel
Deutschland
Abteilung
E-Mail
info@regionnordhessen.de
Telefonnummer
0561 970 62 00
Faxnummer

Ort der Umsetzung

Ständeplatz 13
34117 Kassel
Deutschland

Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner-Kreis

Kategorien

Binnenhochwasser Hitzeperioden Starkregen/Sturzfluten Starkwind/Sturm Sonstige Freiwillige Vereinbarung, Kooperation Informationsbereitstellung und Sensibilisierung Unternehmen
Kurzlink: https://www.uba.de/n66425de