Forum Oranienburger Wasser im Klimawandel - Anpassungsstrategien - FOWAKS

  • Parkbänke stehen kreisförmig zusammen unter unbelaubten Bäumen am Wasser. Im Hintergrund sind Bäume, Häuser und eine Brücke zu sehen.
    Öffentliche Nutzung an der Havel Oranienburg
  • Der Blick geht durch unbelaubtes Baumgeäst auf Häuser mit Baugerüst, die am Wasserrand stehen.
    Städtische Entwicklung am Altarm in Oranienburg
  • Ein vierreckiges Betongebilde ist der Regenwasserauslass mit Gitter und Rohabfluss hängt an vier Kettenhaken in einer Grube. Ein Mann mit gelben Helm steht dort auf der Leiter. Schnee liegt verteilt überall.
    Regenwasserauslass - Lamellenklärer
  • Oberirdisch wird der Regenwasserauslass durch Schachtdeckel abgedeckt. Die Schachtdeckel sind von Pflastersteinen umrahmt. Der Blick geht auf Wasser, die Ränder sind mit Bäumen und Gebüsch bewachsen.
    Regenwasserauslass -Schachtdeckel
  • Der Blick geht über einen Weg in Richtung eines weißen Hauses. Am Wegesrand wachsen Jungkastanien auf dem Rasen. Der Rasen und die Kastanien haben hitzebeding Dürreschäden und sehen gelbbraun aus.
    Dürreschäden an Rasen und Kastanien, Schlosspark Oranienburg
<>

Für Oranienburg und dessen Umland sind Gewässer von zentraler Bedeutung – wirtschaftlich, ökologisch und touristisch. Das verfügbare Wasserdargebot wird durch unterschiedliche Akteure und Akteurinnen mehr oder weniger unbewusst und problemlos genutzt. Mit dem Klimawandel verbinden sich erhebliche Risiken hinsichtlich der Abflussverhältnisse, der Gewässergüte und -ökologie. Aufgrund der klimatischen Veränderungen und entsprechender Projektionen für die Region ist zu erwarten, dass Extremereignisse zunehmen (Hitze, Hochwässer, Trockenperioden) und das verfügbare Wasserdargebot vor allem in den Sommermonaten abnehmen wird. Damit verbunden werden bereits heute bestehende Nutzungskonflikte bezüglich Qualität und Menge des Wassers zunehmen.
Ziel des Projektes war es, ein nachhaltiges Kooperationsforum auf lokaler / regionaler Ebene zu schaffen und dauerhaft zu etablieren, das die Einflüsse und Risiken von Klimaveränderungen auf die Oranienburger Gewässer erfasst und analysiert, die Folgen einordnet, Akteurinnen und Akteure für Konfliktpotentiale sensibilisiert, Handlungsfelder ermittelt und Lösungen initiiert. Dies soll den betroffenen Akteurinnen und Akteuren bei ihren Planungs- und Entscheidungsprozessen helfen und sie dabei unterstützen, geeignete Präventions- und Verbesserungsmaßnahmen zu verwirklichen.
Exemplarisch wurden an vier Beispielproblemen konkrete Handlungsoptionen zur Anpassung an den Klimawandel aufgezeigt und greifbar gemacht.
• Klimasensible Wassermengensteuerung und Wassergüteregelung
• Revitalisierung von Havelaltarmen
• Wassermanagement im Schlosspark Oranienburg
• Regenwassermanagement Stadt Oranienburg.
Das Forum Oranienburger Wasser im Klimawandel - Anpassungsstrategie hat sich neben diesen Beispielprojekten der Thematik der wasserbezogenen Klimaanpassung in möglicher Breite gewidmet.

In den Diskussionen von beteiligten Kooperationspartnerinnen und -partner und der Öffentlichkeit benannte relevante Themen wurden, soweit möglich, aufgegriffen und verfolgt.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

MaßnahmenträgerInstitut für angewandte Gewässerökologie GmbH
http://www.gewaesseroekologie-seddin.de
Kooperationspartner

Lokale Agenda 21 Oranienburg e.V.
Stadtwerke Oranienburg GmbH
Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH

Dauer und Finanzierung

Dauer

Beginn der Umsetzung
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?

-

Die Publikation der Broschüren wurde aus Projektmitteln finanziert.
Die Maßnahmen im Bereich "Schlosspark" und "Regenwassermanagement" werden in der täglichen Arbeit des Bewirtschafters des Schlossparks bzw. der Stadtwerke umgesetzt. Sie werden aus den entsprechenden Haushaltsmitteln finanziert.

Beteiligung

Welche weiteren Personengruppen wurden an der Planung oder Umsetzung der Maßnahme beteiligt?

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

ErläuterungAlle genannten Personengruppen wurden in den Jahresforen beteiligt. Hier wurden Ergebnisse des Vorhabens vorgestellt und konkrete Anliegen von Bürgern und Institutionen aufgegriffen. Die publizierten Broschüren dienten insbesondere der Beteiligung der breiten Öffentlichkeit. bei der Bearbeitung der Themen Schlosspark, Havelaltarme und Regenwasserbewirtschaftung wurde die Kommune eingebunden.

Erfolge

Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

Mit der Durchführung der öffentlichen Foren, insbesondere aber mit der Publikation der Broschüren "Mein Garten im Klimawandel" und "Unser Wasser im Klimawandel" wurde das Thema Folgen des Klimawandels und Handlungsnotwendigkeiten Institutionen, Entscheidungsträgern aber vor Allem auch Bürgerinnen und Bürgern sehr transparent und nachvollziehbar näher gebracht. In den Broschüren wurden auch konkrete Tipps formuliert, auf welche Weise eine Änderung des persönlichen Handelns die Auswirkungen des Klimawandels verringern kann. Die Vorschläge zur Revitalisierung der Havelaltarme unterstützen das Stadtplanungsamt in der Planung. Die Ergebnisse zu den Themen Schlosspark und Regenwasserbewirtschaftung gingen konkret in die Arbeit des Schlossparks bzw. in die Arbeit der Stadtwerke ein.

Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?

Mit den Ergebnissen des Vorhabens werden auch positive Effekte auf die biologische Vielfalt, den Gewässerschutz und Ressourceneinsparung erzielt.
Die umgesetzten Maßnahmen im Schlosspark zielen auf Einsparungen der Ressource Wasser und die Verbesserung der biologischen Vielfalt.
Die umgesetzten Maßnahmen im Regenwassermanagement zielen auch auf den Schutz der Oberflächengewässer.

Hindernisse

Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?

Die Arbeiten dienten insbesondere der konkreten Sensibilisierung von Institutionen, Entscheidungsträgerinnen und -trägern und Bürgerinnen und Bürgern hinsichtlich der schon sichtbaren und der zukünftig zu erwartenden Folgen des Klimawandels. Als die wichtigsten Hindernisse für die Umsetzung von Maßnahmen werden das Beharrungsvermögen in bisherigen Denk- und Handlungsstrukturen, sowohl bei Bürgerinnen und Bürgern als auch Institutionen und Entscheidungsträgerinnen und -trägern, und der daraus entstehende Mangel, die vorhandenen Erkenntnisse und Informationen in reale Planungsprozesse einzubeziehen.

Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?

Ansprechperson

Jens Meisel
Institut für angewandte Gewässerökologie GmbH
Schlunkendorfer Str. 2e
14554 Seddiner See
Deutschland
Telefonnummer033205 71011
Fax Nr.033205 62161
Thomas Schlegel
Stadtwerke Oranienburg GmbH
Klagenfurter Straße 41
16515 Oranienburg
Deutschland
Abteilung NK Kanalnetz
Telefonnummer03301 608 930

Ort der Umsetzung

Schlossplatz 1
16515 Oranienburg
Deutschland

Oberhavel

Teilen:
Artikel:
Drucken