Anpassung: Handlungsfeld Menschliche Gesundheit

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Die menschliche Gesundheit kann durch den Klimawandel beeinträchtigt werden.
Quelle: Miss X/photocase.com

Temperaturveränderungen, die in Folge des Klimawandels auftreten, können starke Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Die steigende Zahl der Heißen Tage, neue Krankheitserreger und Extremwetterereignisse, beispielsweise Stürme oder Überschwemmungen, stellen Herausforderungen dar. Diesen soll vor allem mit Aufklärung, Frühwarnsystemen und medizinischer Forschung begegnet werden.

Technische Maßnahmen

Technische Maßnahmen zur gesundheitlichen Anpassung an den Klimawandel betreffen vor allem die medizinische Forschung. Beim Monitoring von Krankheiten, die durch den Klimawandel beeinflusst werden, steht die Beobachtung von Krankheitserregern im Fokus, die bislang in Deutschland noch nicht heimisch waren, sich aber durch den Temperaturanstieg künftig ansiedeln könnten. Monitoring-Netzwerke, die bereits bestehen, wie die des Robert Koch-Instituts, sollten hierfür genutzt und ausgebaut werden.

Neben medizinischen Maßnahmen, beispielsweise Schutzimpfungen, können auch technische Schutzmaßnahmen die negativen Folgen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit mindern. Wärmeschutzisolierungen oder Jalousien können beispielsweise Hitzestress vermeiden. Besonders Gemeinschaftseinrichtungen, in denen sich Risikogruppen aufhalten, wie Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime, sollten unter anderem auch durch technische Vorrichtungen geschützt werden.

Ökosystemare Maßnahmen

Um ökosystemare Maßnahmen für die gesundheitliche Anpassung an den Klimawandel zu realisieren, muss die Gesundheitsvorsorge mit der Bauplanung verknüpft werden: Grünanlagen mit ausreichend Bäumen, Innenhofgärten oder Dachbegrünungen sowie Frischluftschneisen sind vor allem in der städtischen Planung von großer gesundheitlicher Relevanz. Sie vermindern die Aufheizung der Städte und schützen die Bevölkerung so vor größerer Hitze. Stadtplaner und kommunale Behörden sollten daher der Versieglung von Siedlungs- und Verkehrsflächen möglichst entgegenwirken.

Rechtliche, politische und Management-Maßnahmen

Aufklärungsmaßnahmen über die Folgen des Klimawandels und die dadurch entstehenden gesundheitlichen Risiken sind zentral für den Schutz der Bevölkerung. Nur so können Bürger gesundheitliche Gefahren abschätzen und entsprechend Vorsorge treffen. Interessierten werden beispielsweise Informationen zum Verhalten bei Hitzewellen vom Deutschen Wetterdienst (DWD), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), dem Umweltbundesamt (UBA) sowie den zuständigen Landesämtern zur Verfügung gestellt.

Auch das medizinische Fach- und Pflegepersonal sollte gezielt geschult werden, um als Multiplikator den Informationsaustausch sowie eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung zu fördern.

Spezielle Frühwarnsysteme mit lokal angepassten Gegenmaßnahmen werden gegenwärtig bereits in einigen Städten eingeführt. Sie senden zeitlich und räumlich konkrete Warnungen aus. In Folge der Hitzewelle von 2003 hat zum Beispiel der DWD ein Hitzewarnsystem entwickelt. Dieses verfolgt das Ziel, rechtzeitig über erhöhte Wärmebelastungen zu informieren, damit Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens entsprechende Präventionsmaßnahmen ergreifen können. Neben den Gesundheitsbehörden der Bundesländer sollen zudem Alten- und Pflegeheime von den Warnsystemen profitieren. Bürger haben zudem die Möglichkeit, sich Informationen und Unwetterwarnungen vom DWD direkt auf das Handy senden zu lassen.

Darüber hinaus müssen auch die medizinische Vorsorge und Versorgung angepasst werden, um durch den Klimawandel hervorgerufene Gesundheitsprobleme in die Programme der öffentlichen Gesundheitspflege einzugliedern und Krankheitsüberträger langfristig einzudämmen (klimasichere Gesundheitsvorsorge). Entsprechende Impfungen sind hier mögliche Maßnahmen.

Wenn Sie sich für die konkreten Folgen des Klimawandels im Handlungsfeld Menschliche Gesundheit interessieren, klicken Sie bitte hier.

Quellen