PIKeeBB-Integration v. Klimaanpassung in die Berufsbildung auf Basis von Klimafolgenonline-Bildung.de

  • Grafische Darstellung von Klimafolgen
    Klimafolgen-online. Copyright PIK
<>

Um die Themen Klimawandel und Klimaanpassung im Unterricht wirklichkeitsgetreu und praxisnah zu gestalten, brauchen Berufsschulen angemessene Ressourcen und Materialien sowie motivierte Lehrkräfte, die die Vermittlung der Themen als relevant sehen. Im Rahmen des PIKeeBB-Projekt werden das Web-Portal KlimafolgenOnline-Bildung.de für die berufliche Bildung nutzbar gemacht und den Lehrkräften dafür die entsprechenden Materialien für die Vermittlung an die Hand gegeben.

Dafür werden exemplarisch acht Module zum Thema Klimawandel und Klimaanpassung für verschiedene Ausbildungsberufe sowie fächerübergreifenden Unterricht zur Verfügung gestellt. Diese sollen im Rahmen des Projektes in enger Kooperation mit Lehrkräften entwickelt, erprobt und pilothaft umgesetzt werden. Eine bundesweite Übertragbarkeit wird durch die KMK-Rahmenlehrpläne gewährleistet. Begleitend werden Hintergrundinformationen, Tutorials und ein Leitfaden zur Verfügung gestellt. Letzterer soll Lehrkräfte und MultiplikatorInnen darin unterstützen, sich die Thematik des Klimawandels und seine Folgen zu erschließen und sie auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu vermitteln.

Mit dem Web-Portal lassen sich Klimafolgen für sieben Lebens- und Wirtschaftsbereiche bis auf Landkreisebene veranschaulichen und konkrete Anpassungsmaßnahmen vermitteln. Dadurch werden die Auszubildenden qualifiziert, in den ökonomisch geprägten Arbeitsabläufen auch ökologische Auswirkungen zu berücksichtigen und sie lernen, wie sie in ihrem Berufsfeld individuelle Anpassungsmaßnahmen entwickeln und umsetzen können. Die Bereitstellung eines begleitenden interdisziplinären Web-Portals, das Klimafolgen auf nationaler und regionaler Ebene darstellt, ist dabei einmalig. Weiterhin stärkt die Arbeit mit dem Portal die Schlüsselkompetenzen der BNE und trägt dadurch zum Gelingen der Transformation der Gesellschaft bei.

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
https://www.pik-potsdam.de/pikee/pikeebb
Kooperationspartner

Das Projektteam arbeitet mit Lehrkräften aus verschieden Berufsschulen und dem ExpertInnenrat „Berufliche Bildung und BNE." zusammen. Es entstehen u. a. Materialien für Kaufleute im Gesundheitswesen, Kaufleute für Versicherungen und Finanzen, Veranstaltungskaufleute sowie für den fächerübergreifenden Unterricht in Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Englisch. Weitere Expertise bringen wissenschaftliche MitarbeiterInnen des PIK ein sowie der Projektbeirat (Berliner Senat, Universität Heidelberg ein).

Steuerungsinstrumente

Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Freiwillige Vereinbarung, Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung
Bitte erläutern Sie die von Ihnen genannten Instrumente und deren Anwendung näher.

Es gibt enge Kooperationen mit verschiedenen Berufsschulen, um die Ergebnisse zielgruppenspezifisch und praxisnah zu gestalten. Die entwickelten Materialien sind durch die Rahmenlehrpläne der KMK bundesweit übertragbar und haben einen starken Bezug zum Berufsalltag. Die Bereitstellung erfolgt online über das Bildungsportal (KlimafolgenOnline-Bildung.de), die Projektwebseite, einer Kooperation mit LehrerOnline, dem LISUM u.a. sowie bundesweiten Workshops, Publikationen und einen Newsletter.

Beteiligung und Finanzierung

Sachverständige für berufliche Bildung, DidaktikerInnen, Wissenschaft

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

Aufgrund des hohen Praxisbezugs ist die Kooperation mit verschiedenen Beteiligten essentiell. Dazu gehört der enge Austausch mit dem ExpertInnenrat für berufl. Bildung in Berlin an den Berliner OSZ, den EnglischdidaktikernInnen der Uni Lüneburg, PIK-Forschenden, dem Projektbeirat, der Dialog mit Berufschullehrenden sowie weiteren Netzwerkpartnern aus Bildungs- und Wirtschaftsinstitutionen.

Kosten

198.173,93

FinanzierungBund

Erfolg und Nutzen

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme?Ja
Bitte beschreiben Sie die Evaluationsmethode

Erarbeitete Fortbildungs- und Unterrichtsmaterialien werden umfangreich in der Praxis eingesetzt und permanent durch das Feedback der Lehrenden evaluiert. Über begleitende Workshops und Fachgespräche wird ein intensiver Austausch mit der Praxis erreicht.

Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

Das Projekt startete im September 2017 als Nachfolgeprojekt des PIKee-Projektes. Lehrkräfte aus 6 Bildungs- bzw. Fachkonferenzen haben nach 2 Kick-Off-Workshops ihr Interesse an einer Kooperation signalisiert. Aktuell arbeitet das Projektteam mit den Lehrkräften an der Ausarbeitung der Unterrichtsmaterialien. Die Lehrkräfte sind hoch motiviert und spiegeln die Notwendigkeit der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Materialien zu Klimawandel und Klimaanpassung. Bundesweites Interesse besteht.

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Ökonomische Ziele: z.B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
Erläuterung

Lernende erwerben bei der Arbeit mit dem Web-Portal Medien-, Sozial- und Methodenkompetenzen, die Ihnen bei Ihrer Arbeit zugute kommen und erhöhen Ihre Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsqualität durch Anpassungsmaßnahmen.

Welche Hindernisse wurden überwunden?

Welcher Faktor stellt/stellte ein besonderes Hindernis bei der Umsetzung der Maßnahme dar?

Lehrende stehen unter viel Zeitdruck, Unterrichtsinhalte zu vermitteln.

Lösung

Es wird daher angestrebt, die Nutzung des Portals und der Unterrichtseinheiten so leicht und niedrigschwellig wie möglich zu gestalten.

Welche zusätzlichen Konflikte gab es?

Erläuterung

Es bestehen Hürden in der Diskrepanz der Medienkompetenz von Lehrkräften und Lernenden und dem Wissen über klimawissenschaftliche Grundlagen und Zusammenhänge. Diese sollen mit der Bereitstellung der Materialien ausgeglichen werden. Das Projektteam sieht Schwierigkeiten bei der Nachhaltigkeit des Projektes, da die Projektlaufzeit recht kurz ist.

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden