Mobilität und Tourismus - Kooperation zwischen Verkehrs- und Freizeitanbietern zum Klimawandel
Das Projekt unterstützt die Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel als „kommunales Leuchtturmvorhaben“ in den Branchen Verkehr und Tourismus. Im Mittelpunkt standen dabei Kooperationen zwischen Verkehrsunternehmen und Leistungsträgern der Tourismusbranche, da für beide Bereiche große Risiken in Folge steigender Temperaturen und zunehmender Extremwetterereignisse zu erwarten sind. Gleichzeitig ergeben sich jedoch auch große Potenziale, z.B. durch ein ausgeprägteres Umweltbewusstsein der Kunden.
Vor diesem Hintergrund wurden zusammen mit kommunalen Projektpartnern Fragestellungen mit hoher Praxisrelevanz identifiziert, zentrale Handlungsfelder für eine nachhaltige Anpassung an den Klimawandel analysiert sowie effiziente und effektive Anpassungskonzepte und -strategien erarbeitet. Im Fokus stand dabei die Stadt Nürnberg als Metropolregion und das Tegernseer Tal als ländliche Region. Die Auswahl dieser infrastrukturell unterschiedlichen Untersuchungsräume erlaubte es, eine große Bandbreite an differenzierten Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren zu berücksichtigen, so dass die im Laufe des Projektes erarbeiteten und umgesetzten Konzepte auch von anderen Kommunen adaptiert werden können. Es wurden so verschiedene Bedingungen (z.B. Stadt-Land-Unterschiede bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel) untersucht und jeweils passende Maßnahmen entwickelt. Ergebnis war u.a. ein neuartiger Angebots-Feed, bei dem für die aktuelle Wetterlage jeweils passende touristische Angebote auf digitaler Basis zusammengestellt werden, ein „klimaangepasster“ Straßenzug sowie ein Mobilitätsangebot, das die Witterungsabhängigkeit reduziert und für jedes Wetter die passenden Transportmöglichkeiten zur Verfügung stellt.
Diese im Rahmen einer Broschüre veröffentlichten Projektergebnisse dienen als Best-Practice-Beispiel für andere Regionen, Kommunen oder Städte und zeigen, dass Anpassung an den Klimawandel kein Thema für „Einzelkämpfer“ ist. Nur durch Kooperation und gemeinsame Anstrengungen der Akteure lassen sich Anpassungsoptionen entwickeln und arbeitsteilig umsetzen, was eine Vernetzung verschiedener Interessengruppen umso wichtiger macht. Vor diesem Hintergrund bietet eine innerhalb des Projekts entwickelte Checkliste eine Möglichkeit für andere Kommunen, einzelne Maßnahmen für die eigene Anpassung an den Klimawandel zu prüfen und deren Nutzen im Hinblick auf ökologische und ökonomische Faktoren zu bewerten. Dies unterstreicht nachdrücklich das Ziel der Übertragbarkeit, d. h. es wurden keine „Insellösungen“ entwickelt, sondern anhand konkreter Projekte „Musterlösungen“ angeboten.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- Ludwig-Maximilians-Universität München und bifa Umweltinstitut GmbH http://www.geographie.uni-muenchen.de/department/fiona/index.php
- Kooperationspartner
- Stadt Nürnberg, IHK Nürnberg für Mittelfranken, Tegernseer Tal Tourismus GmbH
Dauer und Finanzierung
- Dauer der Umsetzung
- In Nürnberg wurde insbesondere die Leuchtturmidee "Bergstraße 2030" von Stadtplanung und Umweltamt weiterverfolgt und in Teilen umgesetzt, dies hat über 2 Jahr gedauert
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
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- Bund
- Diese Maßnahme: Mobilität und Tourismus - Kooperation zwischen Verkehrs- und Freizeitanbietern zur Anpassung an den Klimawandel wurde gefördert im Rahmen des Programmes: Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Eine Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).
Weiterführende Links
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
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- Öffentliche Verwaltung/Politik
- Verkehrs- und Tourismusakteure
- Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
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- Bereitstellung von Informationsmaterialien
- Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
- persönliche Befragung / Bürgeranhörung
- Erläuterung
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Experteninterviews
Online-Kundenbefragungen
Online-Stakeholder-Befragungen
Workshops und Fokusgruppen
Öffentlichkeitswirksame Abschlussveranstaltung
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
- Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit den Konsequenzen des Klimawandels für die jeweilige Region; Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen
- Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
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- Keine Evaluation
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- Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
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- Ja, Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
- Ja, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: z. B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
- Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
- Erhalt der Lebens- und Aufenthaltsqualität; Unterstützung der Leistungsträger aus Verkehrs- und Tourismusbranche bei der Entwicklung neuer Angebote, um die Wettbewerbsfähigkeit bei fortschreitendem Klimawandel aufrecht zu erhalten
Hindernisse
- Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
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Es wurde deutlich, dass die tatsächliche Umsetzung der Leuchtturm-Projekte in einem Projektzeitraum von zwei Jahren nur in ersten planerischen Ansätzen möglich ist. Zum einen bedarf es – unabhängig davon, ob es sich um ein städtisches oder ländliches Setting handelt – zusätzlicher Abstimmungszeiträume und weitergehender politischer Einbindung sowie der Wahrung verschiedener anderer Interessen wie Denkmalschutz.
Kontaktdaten
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Dr. Michael Schneiderbifa Umweltinstitut GmbHAm Mittleren Moos 4686167 AugsburgDeutschland
- Abteilung
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mschneider@bifa.de
- Telefonnummer
-
0049 821 7000 120
- Faxnummer
-
0049 821 7000 100
Ort der Umsetzung
Bahnhofpl. 2
83714 Miesbach
Deutschland