Neun der zehn wärmsten Jahre im 21. Jahrhundert gemessen

in einer ausgedörrten Graslandschaft steht ein einzelner kleiner, dürrer, grüner Baumzum Vergrößern anklicken
Hitze und Kälte, Starkregen und Trockenheit: in den letzten Jahren gab es viele Wetterextreme
Quelle: Eric Isselée / Fotolia.com

Der weltweite Trend zu immer schneller steigenden Durchschnittstemperaturen hält an: 2017 war global das drittwärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Damit wurden 9 der 10 wärmsten Jahre ab dem Jahr 2000 verzeichnet. In unserer jährlichen Chronik erfahren Sie, welche Wetterextreme 2017 und in den vergangenen Jahren beobachtet wurden.

Hitzewellen mit Rekordtemperaturen, anhaltende Dürren, Starkniederschläge, extreme Kälte und Rekordschneehöhen – all diese Phänomene gehören zu den extremen Wetterereignissen. Mit Hilfe unserer jährlichen Chronik informieren wir über extreme Wetterereignisse und die globalen Temperatur- und Niederschlagsbilanzen ab dem Jahr 2010. Nun haben wir die Chronik um das Jahr 2017 ergänzt:

Das vergangene Jahr fügt sich ein in die Reihe vieler überdurchschnittlich warmer Jahre des neuen Jahrhunderts. Dass 2017 dabei global das drittwärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im 19. Jahrhundert ist, ist umso bemerkenswerter als 2017 keine „El Niño-Bedingungen“ herrschten. El Niño-Ereignisse führen tendenziell zu einer Erhöhung der globalen Mitteltemperatur: Sich abschwächende Winde über dem tropischen Pazifik sorgen dafür, dass sich das warme Oberflächenwasser im Westpazifik ostwärts ausbreitet und dort das Aufquellen von kälterem Tiefenwasser reduzieren kann. Die Wasseroberflächentemperaturen liegen dann in weiten Teilen des tropischen Pazifiks höher als unter normalen Bedingungen. Für das Jahr 2017 kann dieser Effekt nicht als Erklärung für die hohe globale Durchschnittstemperatur dienen – es ist somit das wärmste Jahr ohne das Auftreten des El Niño-Phänomens seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen. Wetterextreme in fast allen Teilen der Erde gingen mit den überdurchschnittlichen Temperaturen einher.