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Klarwasserversickerung: Versickerung von Klarwasser zur Erhöhung des Grundwasservorkommens

Auf einer Waldfläche von insgesamt 37 Hektar wurden in der Samtgemeinde Rosche (Landkreis Uelzen) mit kleinen Düsen bestückte, tritt- und witterungsbeständige Schläuche ausgebracht. Das gereinigte Abwasser (Klarwasser) der Kommune – ursprünglich dem Grundwasser entnommen – wurde bisher über den Bach Wipperau auf kurzem Weg in die Nordsee geschickt. Stattdessen erfolgt nun eine Versickerung in dem Waldstück. Nach einer Bodenpassage von 20 und mehr Metern wird der Grundwasserleiter erreicht und der regionale Wasserkreislauf wieder geschlossen. Damit steht das gereinigte Abwasser für eine erneute Entnahme oder zur Erhöhung der Abflüsse in den örtlichen Bächen zur Verfügung.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

Maßnahmenträger
Landwirtschaftskammer Niedersachsen http://www.lwk-niedersachsen.de/
Kooperationspartner
Bewässerungsverband Uelzen (der Kooperationspartner und gleichzeitig Betreiber (Bewässerungsverband Uelzen) ist ebenfalls eine Körperschaft öffentlichen Rechts)

Dauer und Finanzierung

Beginn der Umsetzung
Dauer der Umsetzung
Die Vorbereitungszeit betrug 4 Jahre, die Beschaffung und Installation der technischen Anlage erforderte ca. 6 Monate. Das Projekt "Klarwasserversickerung" wird seit 2013 praktisch ohne Unterbrechung betreiben.
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
Investitionskosten ca. 300.000 € plus laufende Kosten
Laufenden Kosten: ca. 10 €-Cent pro Kubikmeter versickertes Klarwasser für den Transport zum Versickerungsstandort sowie weitere Kosten für Monitoring sowie für Betreuung und Wartung der Anlage
Investive Kosten: BMBF-Förderprogramm KLIMZUG: KLIMZUG-NORD
Laufende Betriebskosten und Monitoring: Bewässerungsverband Uelzen

Weiterführende Links

Beteiligung

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
  • Aufbau von Netzwerken
  • Informationsveranstaltungen
  • persönliche Befragung / Bürgeranhörung
Hier Erläuterung zu "Evaluierung" (s.u.): Der dauerhafte Fortbestand der privaten Finanzierung bringt den (ökonomischen) Nutzen für die örtliche von Trockenheit existentiell bedrohte Landwirtschaft zum Ausdruck

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
KLIMZUG-NORD „Kooperationsnetzwerk Wasser“: durch das zunehmende gegenseitige Kennenlernen sowie durch den Austausch von Standpunkten und Informationen fanden neue Strategien zur Vermeidung/Verringerung von zukünftiger Wasserknappheit Eingang in das Nachdenken und die Diskussionen. Ohne dies wäre das Pilot- und Demonstrationsvorhaben Klarwasserversickerung nicht erfolgt.
Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
  • Monitoring (z.B. Messung, Erfassung von Daten, TN-Zahlen, Webseitenklicks)
  • Andere Methode
Erläuterung
Langjähriges Monitoring der Sickerwasser- und Grundwassergüte, des forstlichen Bestandes, des Bodens, der Funktionalität der neuartigen Ausbringungstechnik.
Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
  • Ja, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz: z. B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
  • Ja, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: z. B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
- Gewässerschutz, Ressourceneinsparung: Erhöhung der Wasserressourcen durch Schließung des regionalen Wasserkreislaufs; Erhöhung von Niedrigwasserabflüssen und Verbesserung der Wassergüte in kleinen Fließgewässern.
- Existenzsicherung der örtlichen Landwirtschaft durch Erhöhung der verfügbaren Wassermenge für landwirtschaftliche Bewässerung: Die Ausweitung der landwirtschaftlichen Bewässerung erfolgt wegen immer schnelleren Verbrauchs der Bodenwasservorräte als Folge steigender Temperaturen.

Hindernisse

Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
Die Verfügbarkeit von Technologien.
Lösung: Eine für das hügelige Gelände geeignete Ausbringungstechnik wurde erst nach mehrjähriger Recherche gefunden.
Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
  • Ja, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz: z. B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
Reinhaltung des Grundwassers

Kontaktdaten

Dipl.-Ing. agr. Elisabeth Schulz
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Wilhelm-Seedorf-Str.3
29525 Uelzen
Deutschland
Abteilung
Bezirksstelle Uelzen
E-Mail
elisabeth.schulz@lwk-niedersachsen.de
Telefonnummer
+49-(0)581-8073-138
Faxnummer

Ort der Umsetzung

Wilhelm-Seedorf-Str.3
29525 Uelzen
Deutschland

Uelzen

Kategorien

Niedrigwasser Trockenheit veränderte Niederschlagsmuster Sonstige Technische Maßnahme (z.B. Baumaßnahme) Sonstige Öffentliche Verwaltung
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