Ökonomische Aspekte des Verkehrs

Stau auf einer Autobahnzum Vergrößern anklicken
Emission von Luftschadstoffen sind ein Teil der externen Umweltkosten von Verkehr.
Quelle: Manfred Steinbach / Fotolia

Verkehr von Menschen und Gütern gewährleistet nicht nur Mobilität und ein vielfältiges Warenangebot, sondern verursacht auch eine Reihe von Kosten.

Ökonomischer Vergleich der Verkehrsträger

Die Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur und -angeboten ist sehr komplex. Der Forschungsbericht „Staatliche Einnahmen und Ausgaben im Verkehrssektor: Analyse der Datensituation und konzeptionelle Erfordernisse für eine Finanzierungsrechnung“ trägt zur Verbesserung der konzeptionellen, methodischen und datenseitigen Grundlagen bei. Er unterbreitet auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der verkehrsträgerübergreifenden Darstellung von Ausgaben, Kosten und Einnahmen des Verkehrs in Deutschland. Die Vorschläge orientieren sich am Beispiel der Schweiz.

Der Forschungsbericht „Allokation und Zuordnung öffentlicher Einnahmen und Ausgaben im Verkehr sowie Hemmnisse der Verkehrsvermeidung und -verlagerung“ stellt Analysen und Berechnungen zur Aufteilung der Einnahmen und Ausgaben der einzelnen Verkehrsträger auf die Verkehrsarten dar. Die Studie stellt fest, dass eine Aufteilungsrechnung der Ausgaben und Einnahmen auf die Verkehrsarten nicht für alle Verkehrsträger möglich ist. Wo es möglich ist, sollten wertende Vergleiche zwischen den Verkehrsträgern auf Basis dieses Zahlenmaterials allerdings nicht vorgenommen werden, da die institutionellen Rahmenbedingungen, die funktionalen Aufgaben und Abgrenzungs- und Erfassungsunterschiede dies verbieten. Gegenstand der Untersuchung ist zudem das Aufzeigen von Hemmnissen, die die Umsetzung der Verlagerungsziele auf die Bahn behindern.

Externe Umweltkosten des Verkehrs

Während der aus dem zusätzlichen Transport entstehende Nutzen über die Preise für Verkehr und Transportdienstleistungen hinreichend abgegolten wird, werden die damit verbundenen Kosten nur zum Teil in den Entscheidungen über die Durchführung des Transports berücksichtigt. Unberücksichtigt bleiben so genannte externe Kosten, insbesondere Kosten aus Umweltbelastungen und Unfällen. Die Folge: Es werden zahlreiche Transporte durchgeführt, deren Kosten insgesamt höher als deren Nutzen sind.

Um das Transportvolumen unserer Wirtschaft auf ein gesamtwirtschaftlich sinnvolles und umweltverträgliches Maß zu begrenzen, müssen die externen Kosten verursachergerecht angelastet, d.h. internalisiert, werden. Eine effiziente und umweltverträgliche Verkehrspolitik darf sich dabei nicht darauf beschränken, Verkehr zu verteuern. Sie muss Maßnahmen treffen, mit denen Verkehr vermieden, auf umweltverträglichere Verkehrsträger verlagert, bestehende Kapazitäten (von Verkehrswegen und Fahrzeugen) optimal genutzt sowie die spezifischen Umweltbelastungen von Fahrzeugen verringert werden.

Ein Teil der externen Umweltkosten wird durch die Emission von Luftschadstoffen und dem Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) verursacht. Die durchschnittlichen externen Kosten für die Fahrt in einem Pkw liegen z.B. deutlich höher sind als bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Flugzeug verursacht – gerade was die Klimafolgekosten angeht – besonders hohe Kosten.

Zur Schätzung der Umweltkosten hat das Umweltbundesamt eine Methodenkonvention erarbeitet. Sie berücksichtigt den aktuellen Stand der Forschung und ermöglicht auch die externen Umweltkosten des Verkehrs nach einheitlichen und transparenten Kriterien zu ermitteln.