Städtebaulicher Rahmenplan Klimaanpassung - Anpassungskomplex Hitze

  • Von oben fällt der Blick auf begrünte Bäume in einem Innenhof.
    Begrünter Innenhof (Lachnerstraße)
  • Hohe begrünte Bäume säumen im Sonnenlicht eine kleine Straße im Wohngebiet. Schatten fällt auf die Häuserwände.
    Schatten durch Bäume (2010)
  • Eine große und einige kleinere Wasserfontänen entspringen einem Brunnen auf einem runden öffentlichen Platz. Drumherum sitzen Personen auf Bänken. Im  Hintergrund stehen hohe begrünte Bäume vor Gebäude und blauem Himmel.
    Wasser im Raum (Friedrichsplatz)
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Ziel des "Städ­te­bau­li­chen Rahmen­plans Klimaan­pas­sung" ist es, über eine gesamt­städ­ti­sche Betrach­tung zum URBAN-HEAT Phänomen konkrete Handlungs­be­darfe und -optionen für besonders betrof­fe­ne Teilräume (sog. Hot-Spots) zu entwickeln und dabei sozio­öko­no­mi­sche und sonstige Faktoren, die einen Einfluss auf die künftige Verwund­bar­keit (Vulne­ra­bi­li­tät) gegenüber sommer­li­cher Extrem­hitze in einzelnen Stadt­quar­tie­ren ausüben, zu berück­sich­ti­gen. Hierzu gehören insbe­son­dere die Themen­kom­ple­xe Siedlungs- und Freiraum­struk­tur sowie die Demogra­phie, die sich parallel zum Klima­wan­del ebenfalls verändern und dessen Auswir­kun­gen entweder verstärken oder abschwä­chen können. Der Rahmenplan verfolgt demnach einen integra­ti­ven Ansatz, der einen Mehrwert gegenüber eindi­men­sio­na­len, einzig auf klima­ti­schen Infor­ma­tio­nen beruhenden Vorge­hens­weise darstellt.
Die Erkennt­nisse und Maßnah­men­vor­schläge des Rahmen­plans sollen künftig auch bei der Abwägung von raumbe­zo­ge­nen Planungs­ent­schei­dun­gen (z.B. auf Ebene der Bauleit­pla­nung) dienen und damit den Weg für eine verbes­serte Anpassung an die sich künftig verstär­ken­de Hitze­pro­ble­ma­tik in der Stadt ebnen.

Die Beson­der­heit des Projektes lässt sich unter zwei Oberpunk­ten zusam­men­fas­sen:
Erstens werden Hot-Spots für zwölf verschie­de­ne Stadt­struk­tur­ty­pen ermittelt, die aus Stadt­quar­tie­ren ähnlicher Funkti­ons­wei­sen bestehen und hinsicht­lich ihrer Stabilität und Dynamik typisiert werden können. Hierdurch werden über die klassi­schen kernstäd­ti­schen Block­ran­d­quar­tiere hinaus auch sämtliche weitere Stadt­bau­steine Karlsruhes (z. B. Zeilen­be­bau­un­gen, Gewer­be­ge­biete, Einfa­mi­li­en­haus­sied­lun­gen) in die Überle­gun­gen einbezogen.
Zweitens erfolgt die Identi­fi­zie­rung der Hot-Spots nicht alleine auf der Basis von Infor­ma­tio­nen über den Stadt­kli­ma­wan­del, sondern durch deren Kombi­na­tion mit relevanten nicht-klima­ti­schen Faktoren wie dem demogra­phi­schen Wandel oder der Erreich­bar­keit und biokli­ma­ti­schen Aufent­halts­qua­li­tät von Grünflä­chen.

Bisherige Erfolge der Maßnahme

Der Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung wird kontinuierlich als Abwägungsbelang in der Bauleitplanung eingesetzt.

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme? Nein

Welche Hindernisse wurden überwunden?

keine, da Entwicklungsprozess der Planung ideal verlaufen ist und die Politik sich durch Beschluss der Planung zu der Thematik bekennt. Hindernisse ergeben sich vielmehr bei der Umsetzung der im Plan empfohlenen Maßnahmen im Rahmen der Abwägung mit konkurrierenden Belangen bzw. Kosten.

Wer war beteiligt?

Breite Öffentlichkeit, Kommunen, Presse

Formen der Beteiligung

Ämterübergreifende AG, Workshop mit (Fach-) Öffentlichkeit, regelmäßige Berichterstattung in politischen Gremien, Stadtbauforen, Wissenstransfer durch Vorträge, Netzwerke.

Kooperationspartner

berchtoldkrass space&options, Geo-Net Umweltconsultin GmbH, Prof. Jürgen Baumüller, Prof. Günter Groß

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Stadt Karlsruhe, Stadtplanungsamt
https://www.karlsruhe.de/b3/bauen.de
Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Planungsinstrument (z.B. Planfeststellungsverfahren)

Der "Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung Stadt Karlsruhe" wird als "sonstige städtebauliche Planung" (§1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB) durch Gemeinderatsbeschluss zu einem wichtigen Abwägungsbelang in der Bauleitplanung.

Kosten 

185.000

Finanzierung Land
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