Maßnahmen zur Klimaanpassung an kleineren Gewässern in Arnsberg

  • Ein gelber Bagger an einem kleinen Gewässer
    Kettlerbach
  • Ein kleines ausgebaggertes Gewässerbett
    Wanne nachher
  • Ein kleiner Bach läuft durch eine Wiese, im Hintergrund ein Wohnhaus
    Filscheid Siepen
  • Ein kleiner Bach läuft durch eine Wiese
    Wanne Aufweitungsbereich
  • Eine Wiese mit Wassergraben, im Hintergrund eine Siedlung
    Kettlerbach nach Umsetzen der Maßnahme
<>

Gerade in Mittelgebirgslagen führen kleinere Gewässer das Wasser aus Starkregenereignissen sehr schnell und mit grosser Heftigkeit in die bebauten Bereiche, zumal sie in diesen Abschnitten in der Vergangenheit nicht selten einem abfussbeschleunigenden Ausbau unterzogen wurden. An vier Bächen im Stadtgebiet von Arnsberg wurden Maßnahmen durchgeführt, die dieser Problematik entgegen wirken. Durch Schaffung von grösseren Aufweitungszonen vor den bebauten Bereichen kann sich das Gewässer nun ausdehnen, verliert an Energie und kann Geschiebe ablagern. Diese Aufweitungsbereiche wurden zusätzlich mit Auffangvorrichtungen (Rechen) für Geschwemmsel versehen. Im weiteren Verlauf durch die Bebauung wurde das Gewässerbett auf den doppelten bis dreifachen Querschnitt aufgeweitet. Dies geschah in enger Abstimmung mit den Anliegern, die hierfür unentgeltlich Teile ihrer Grundstücke zur Verfügung stellten.

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Stadt Arnsberg
http://www.arnsberg.de/umwelt

Steuerungsinstrumente

Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Direkte finanzielle Förderung (z.B. Subvention, Zuwendung), Freiwillige Vereinbarung, Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung, Planungsinstrument (z.B. Planfeststellungsverfahren)

Beteiligung und Finanzierung

Anwohner, ehrenamtlicher Naturschutz

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

Informationsveranstaltungen, Einzel- und Gruppeninformation

Kosten

für die Renaturierung der 4 Bäche (ca. 2,7 km) incl. drei klein

Erfolg und Nutzen

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme?Nein
Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

Bei im vergangenen Jahr neuerlich aufgetretenen Starkregenereignissen wurden keinerlei Schäden verursacht, obwohl dies im alten Ausbauzustand erfolgt wäre. Für die Anwohner und Hinterlieger (mehrere Hundert) konnten die Wohnbedingungen verbessert und letztlich auch der Wert der Grundstücke stabilisiert bzw. verbessert werden.

Welche Hindernisse wurden überwunden?

Welcher Faktor stellt/stellte ein besonderes Hindernis bei der Umsetzung der Maßnahme dar?

Längs und quer zu den Bächen verlaufende Ver- und Entsorgungsleitungen

Lösung

Einbeziehung in die Planung oder Verlegung der Leitungen

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden