KlimawandelAnpassungsCOACH RLP

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    KlimawandelAnpassungsCOACH RLP
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Ziel des Projektes ist es, Kommunen und Landkreise in Rheinland-Pfalz bei der Integration der Klimawandelanpassung in ihre Verwaltungsprozesse zu unterstützen, durch:
- Vermittlung von Hintergrundwissen zu Klimawandel und seinen Folgen
- Erfassung der klimatischen Ausgangssituation der Kommunen
- Unterstützung bei der Datensammlung und Datenerzeugung
- Aufbau eines „Netzwerks Klimaanpassung“
- Ausarbeitung von kommunenspezifischen Handlungsfeldern
- Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen im gemeinsamen Dialog

Der KlimawandelAnpassungsCOACH berät die beteiligten Kommunen (bis zu 14 aus ganz Rheinland-Pfalz) während jeweils 9 Monaten, wobei insgesamt ein Zeitfenster von 18 Monaten zur Verfügung steht. Berichte, regionale Informationsveranstaltungen sowie die aktive Unterstützung des interkommunalen Dialogs sind wichtige Ziele des Projekts zur Verbreitung erarbeiteter Strategien und zum Erfahrungsaustausch.

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.
https://www.stiftung-oekologie-u-demokratie.de/w/projekt-das-klimawandelanpassun...
Kooperationspartner

Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen

Steuerungsinstrumente

Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Freiwillige Vereinbarung, Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung
Bitte erläutern Sie die von Ihnen genannten Instrumente und deren Anwendung näher.

Kommunen erklären sich bei Interesse an der Anpassung an den Klimawandel bereit, sich im Rahmen des Projektes durch den KlimawandelAnpassungsCOACH beraten zu lassen und die Klimawandelanpassung in ihre Verwaltungsarbeit zu integrieren. Den beteiligten Kommunen werden Informationen zum Klimawandel und seiner Folgen (aktuell und in Zukunft) zur Verfügung gestellt. Dabei werden regionale Unterschiede auf Naturraumbasis berücksichtigt. Gemeinsam werden Betroffenheiten analysiert und Anpassungsoptionen entwickelt. Durch Arbeitstreffen, Netzwerkaufbau sowie öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wird in der Verwaltung, bei spezifischen Berufsgruppen und bei Bürgern für die Thematik sensibilisiert.

Beteiligung und Finanzierung

Welche Personengruppen wurden in die Konzeption und/oder die Umsetzung der Maßnahme eingebunden?Breite Öffentlichkeit, Kommunen, Presse
Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

Pressemitteilung, Workshops, Informationsveranstaltungen, Kommunen in aktiver Zusammenarbeit

Kosten

285.641 €

FinanzierungBund

Erfolg und Nutzen

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme?Ja
Bitte beschreiben Sie die Evaluationsmethode

Die Evaluation fokussiert Wirkung und Nutzen des Projektes. Qualitative und quantitative Daten werden mit formativen und summativen Evaluationsprozessen durch ein externes Büro erhoben und ausgewertet. Methoden: Teilnehmerbefragung, Experteninterviews, Dokumentenanalyse. Indikatoren: Teilnehmerquoten/Lernerfolgsdaten, Aussagen zu Kooperation, öffentliche Wahrnehmung/Projektsteuerung.

Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

Durch Bekanntmachung des Projektes hat bereits eine Sensibilisierung im Land stattgefunden. Die Notwendigkeit der kommunalen Klimawandelanpassung scheint stärker in den Fokus der rheinland-pfälzischen Gemeinden zu rücken. Mit den ersten Kommunen wurden bereits Themenfelder identifiziert, die eine besondere Betroffenheit erwarten lassen.

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
Erläuterung

Verschiedene Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel können zum Klimaschutz beitragen (bspw. Verschattung durch Solar-Module, Solar-Anlagen auf begrünten Dächern).

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?andere Umweltziele: z.B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
Erläuterung

Maßnahmen wie Begrünung der Stadt für ein besseres Stadtklima, Entsiegelung von Flächen zur Reduzierung von Hitze und dezentralen Versickerung von Regenwasser unterstützen gleichzeitig die Luftreinhaltung und können sich positiv auf die biologische Vielfalt auswirken. Höhere Biodiversität reduziert auch durch höhere Konkurrenz die Gefahr der Massenvermehrung von Schädlingen.

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Ökonomische Ziele: z.B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
Erläuterung

Klimawandelanpassung kann die Attraktivität von Kommunen z. B. hinsichtlich Lebensqualität der Bürger, Standortsicherheit von Wirtschaftsunternehmen und Tourismus steigern.

Bringt die Maßnahme Nutzen für weitere Zielsetzungen außer dem Ziel der Anpassung an den Klimawandel?Lebensqualität / soziale Ziele: z.B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich und sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
Erläuterung

Klimawandelanpassung kann die Wohnqualität in Städten erhöhen, indem z. B. Maßnahmen zur Reduzierung städtischer Wärmeinseln, zur Verbesserung der Frischluftzufuhr, zur Renaturierung von Gewässern und zur Vorsorge gegenüber Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hitze- und Trockenperioden durchgeführt werden.

Welche Hindernisse wurden überwunden?

Welcher Faktor stellt/stellte ein besonderes Hindernis bei der Umsetzung der Maßnahme dar?

Die Steuerung des Projektes erfolgt ausschließlich auf Basis freiwilliger Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung, eine Vollzugsgewalt besteht nicht. Die gezielte Umsetzung von Maßnahmen ist daher sehr häufig von der Bereitschaft einzelner Personen in Entscheidungsfunktionen abhängig.
Das Bedürfnis Klimawandelanpassungsmaßnahmen in die Wege zu leiten wird stark dadurch geprägt inwieweit Kommunen in ihrer (jüngsten) Historie durch klimawandelbedingte Ereignisse (bspw. Starkregen, Hochwasser) betroffen waren. Hierbei ist eine klare Tendenz einer erhöhten positiven Bereitschaft bei Kommunen mit Extremwettererfahrungen zu beobachten.
Die Umsetzung der ausgearbeiteten Maßnahmen zur Klimawandelanpassung bedingen zumeist planerische Beiträge (Überarbeitung der Flächennutzungs- und Bebauungspläne). Dies ist mit einem hohen Verwaltungs- und Kostenaufwand verbunden.
Schlechte finanzielle Lage vieler Kommunen im Land.

Lösung

Intensive Aufklärungsarbeit über die Notwendigkeit des Handelns sowie die Vorteile, die sich aus der Berücksichtigung der Anpassung an Klimawandelfolgen ergeben, um die Bereitschaft der Beteiligten zum aktiven Handeln zu erhöhen.
Beratung zu vorhandenen Fördermitteln.

Welche zusätzlichen Konflikte gab es?

Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
Erläuterung

Klimawandelanpassungsmaßnahmen können gleichzeitig mit erhöhtem Treibhausgasausstoß verbunden sein. Ein Beispiel ist die Installation einer Klimaanlage zur Kühlung von Innenräumen, welches als Konflikt zum Klimaschutz betrachtet werden muss, solange dafür nicht zu 100 % erneuerbare Energien zum Einsatz kommen.

Lösung

Konflikte insbesondere zu Klimaschutzmaßnahmen werden intensiv diskutiert und entsprechende Maßnahmen zur Klimawandelanpassung vermieden bzw. anders gestaltet. Gleichzeitig werden explizit Synergien im Sinne von no-regret-Maßnahmen aufgezeigt, um konkurrierende Entwicklungen zu vermeiden.

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