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Verkehr

Mobilität und Erreichbarkeit sind zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftlichen Austausch, Beschäftigung und Wohlstand. Leistungsfähige Verkehrssysteme sind deshalb unerlässlich. Zugleich hat der Verkehr Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesundheit. Um diese zu minimieren, sind vier strategische Ansätze zielführend.

Verkehr vermeiden: Menschen sollten ihre Mobilitätsbedürfnisse mit möglichst wenig umwelt- und klimaschädigenden Verkehr erfüllen können. Städte mit kurzen Wegen, die aktive Mobilität (Fuß- und Radverkehr) fördern, können hier ebenso helfen, wie regionale Lieferbeziehungen in der Wirtschaft.

Güterverkehr auf umweltverträglichere Verkehrsträger verlagern: Umweltfreundlichere Verkehrsträger sind die Bahn und das Binnenschiff. Eine Verlagerung kann durch Förderung des kombinierten Verkehrs und auch durch ambitionierte Engpassbeseitigungen im Schienenverkehr unterstützt werden.

Die Energieeffizienz des Verkehrs erhöhen: Alle Verkehrsmittel sollten mit möglichst effizienter und sauberer Technik ausgestattet sein und umweltschonend benutzt werden. Dazu dienen Emissionsgrenzwerte für Kraftfahrzeuge und auch Informationskampagnen zur kraftstoffsparenden Fahrweise.

Alternative Kraftstoffe und Antriebe nutzen: Für einen treibhausgasneutralen Verkehr kann Strom aus erneuerbaren Energien direkt für Elektro-Fahrzeuge oder zur Herstellung stromgenerierter flüssiger bzw. gasförmiger Kraftstoffe (PtL/PtG) genutzt werden. Voraussetzung ist, dass der gewonnene Strom aus regenerativen Energiequellen nicht aus energetischer Nutzung von Anbaubiomasse stammt.

Wichtiges in Kürze

  • Ein Diagramm zeigt den Endenergieverbrauchs im Verkehrssektor zwischen 1991 bis 2017 sowie die Ziele der Bundesregierung. Neben dem Gesamtverbrauch wird auch der Verbrauch im Güter- sowie Personenverkehr dargestellt (2005 = 100).
    Indikator: Energieverbrauch des Verkehrs

    Die Bundesregierung will den Endenergieverbrauch des Güter- und Personenverkehrs bis 2030 um 15 bis 20 % gegenüber 2005 verringern.Der Endenergieverbrauch des Verkehrs stagniert jedoch auf hohem Niveau mit in den letzten Jahren steigender Tendenz. Es wird schwierig, das Ziel zu erreichen.Güter- und Personenverkehr sind seit Anfang der 1990er deutlich effizienter geworden. weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt die Anteile des Schienenverkehrs und der Binnenschifffahrt an der Güterbeförderungsleistung 1999 bis 2017. Der Anteil des Schienenverkehrs stieg zunächst und stagniert seit einigen Jahren. Der Anteil der Binnenschifffahrt geht zurück.
    Indikator: Umweltfreundlicher Güterverkehr

    Der Anteil des Schienenverkehrs am Gütertransport pendelte in den letzten Jahren zwischen 17 % und 20 %.Der Anteil der Binnenschifffahrt sank seit 1999 fast kontinuierlich von 13,5 % auf 8,4 %.Nach dem Willen der Bundesregierung sollte der Anteil des Schienenverkehrs im Jahr 2015 auf 25 % steigen. Der Anteil der Binnenschifffahrt sollte bei 14 % liegen. Diese Ziele wurden deutlich verfehlt. weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt den Anteil von Fahrradverkehr, Fußverkehr, Eisenbahnverkehr und öffentlichem Straßenpersonenverkehr an der gesamten Personentransportleistung. Abgebildet werden die Jahre 1976 bis 2016. In diesem Zeitraum gab es zwei Methodenbrüche.
    Indikator: Umweltfreundlicher Personenverkehr

    Der Anteil des umweltfreundlichen Personentransports ist seit 1976 deutlich von rund 24 % auf rund 19 % zurückgegangen.In den letzten Jahren hat sich der Anteil dabei kaum verändert.Mit dem „Nationalen Radverkehrsplan 2020“ will der Bund den Radverkehr stärken. weiterlesen

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Verkehrsinfrastruktur und Fahrzeugbestand

Die Länge der Bundesautobahnen nimmt weiterhin zu. Auch das Netz der Stadtschnell- und Straßenbahnen wächst – dagegen nimmt die Länge des Eisenbahnnetzes leicht ab. Die Infrastruktur der Wasserstraßen und Rohrfernleitungen bleibt relativ konstant. Der Pkw-Bestand wächst. weiterlesen

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Emissionen des Verkehrs

Pkw und Lkw emittieren heute im Durchschnitt weniger Treibhausgase und Luftschadstoffe als noch 1995. So sanken die kilometerbezogenen bzw. spezifischen Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid im Schnitt bei Pkw um 15 Prozent, bei Lkw um 30 Prozent. Weil aber mehr Lkw unterwegs sind, sind die absoluten Kohlendioxid-Emissionen im Straßengüterverkehr heute um 20 Prozent höher als 1995. weiterlesen

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Kraftstoffe

Der Kraftstoffverbrauch im Straßenverkehr wies in den letzten 20 Jahren immer wieder Schwankungen auf und liegt nun vier Prozent über dem Wert von 1995. Dabei tankten die Pkw-Fahrenden bis 2014 immer weniger Benzin. Seit 2015 steigt der Benzinverbrauch wieder leicht. Der Verbrauch von Diesel steigt kontinuierlich. weiterlesen

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Endenergieverbrauch und Energieeffizienz des Verkehrs

Lkw und Flugzeuge benötigten 2017 deutlich mehr Energie als noch 1995. Das Verkehrswachstum im Güter- und Personenverkehr kompensierte die technischen Verbesserungen an den Fahr- und Flugzeugen. Nur im Schienenverkehr sanken seit 1995 sowohl der spezifische wie der absolute Energieverbrauch. weiterlesen

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Umweltbelastungen durch Verkehr

Die Umwelt wird in vielfacher Weise für Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Eine nachhaltige Verkehrspolitik ermöglicht Mobilität und minimiert die Umweltbelastungen. weiterlesen

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Emissionsmindernde Anforderungen im Verkehr

Die EU begrenzt Schadstoffemissionen von Pkw, leichten und schweren Lkw sowie von Bussen, Zweirädern und auch von vielen Maschinen und Geräten. Internationale Organisationen setzen Standards für Schadstoffemissionen von Schiffen und Flugzeugen. weiterlesen

300

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt