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Flächennutzung

Jede Flächennutzung ist mit Folgen für die Umwelt verbunden. Die meisten Flächen werden in Deutschland von der Land- und der Forstwirtschaft sowie für Siedlungen und Verkehr (SuV) belegt. Die SuV-Fläche wächst dabei stetig an. Ziel der Bundesregierung ist es, das Wachstum der SuV-Fläche von 74 Hektar pro Tag im 4-Jahres-Zeitraum von 2009 bis 2012 auf 30 Hektar pro Tag im Jahr 2020 zu reduzieren.

Die Ausweitung der SuV-Fläche geht mit einer zunehmenden Bodenversiegelung einher. Dadurch werden vor allem Landwirtschaftsflächen zersiedelt und fruchtbare Böden dauerhaft der Produktion von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen entzogen. Der Zuwachs der SuV-Fläche führt auch zu einem wachsenden Rohstoff- und Energiebedarf für den Bau und die Nutzung zusätzlicher Gebäude, Verkehrswege und sonstiger Infrastrukturen. Dies wiederum zieht weitere Umweltbelastungen wie den Ausstoß von Schadstoffen und Klimagasen nach sich.

Treiber des Siedlungsflächenwachstums sind private Haushalte mit ihren Platzbedürfnissen und wachsenden Konsumwünschen, die Wirtschaft mit ihrer Vorliebe für Standorte auf der grünen Wiese sowie Gemeinden, die neue Wohn- und Gewerbegebiete in der Hoffnung, zusätzliche Steuerzahler anzuziehen, ausweisen.

Die Ausweitung der Verkehrsflächen dient der Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete. Zudem erweitert die öffentliche Hand stetig überörtliche Verkehrsinfrastrukturen und das ländliche Wegenetz im Rahmen von Ausbau- und Förderprogrammen.

Maßnahmen und Instrumente zum Flächensparen müssen an diesen Treibern und Verursachern ansetzen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat dazu bereits im Jahr 2003 ein Strategiepapier erstellt und Vorschläge für geeignete Maßnahmen und Instrumente ausgearbeitet. Ein erfolgreiches Instrument kann der Handel mit Flächenzertifikaten analog zum Emissionshandel für Treibhausgase sein. Das UBA erprobt dieses Instrument derzeit mit engagierten Kommunen in einem bundesweiten Planspiel.

Wie geht es der Umwelt?

Struktur der Flächennutzung

Mehr als die Hälfte der deutschen Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Dieser Anteil sinkt langsam, während der für Siedlungen und Verkehr stetig steigt. Ziel einer nachhaltigen Flächennutzung ist daher, den Flächenverbrauch durch Siedlungen und Verkehr zu senken und gleichzeitig vorhandene Siedlungs- und Verkehrsflächen optimal zu nutzen und ökologisch aufzuwerten. weiterlesen

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Flächenverbrauch für Rohstoffabbau

Der Abbau von Rohstoffen im Tagebau geht mit einer unwiderruflichen Zerstörung von Böden und Landschaften einher. Wasserhaushalt und Wasserqualität können dauerhaft beeinträchtigt werden. Durch den Abbau von Rohstoffen kamen 2014 pro Tag 7 Hektar Fläche "unter den Bagger", davon 3,6 Hektar für Baumineralien, 2,2 Hektar für Braunkohle, 0,9 Hektar für Torf und 0,3 Hektar für Industriemineralien. weiterlesen

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Welche Folgen hat das?

Folgen der Flächennutzung

Jede Nutzung von Flächen durch Menschen hat mehr oder weniger große Auswirkungen auf die Umwelt. Das gilt für Nutzungen durch die Land- und Forstwirtschaft ebenso wie für die Nutzung als Siedlungs- und Verkehrsfläche oder zum Rohstoffabbau. Ziel ist es, knappe Flächen nachhaltig - also umweltschonend, ökonomisch effizient und sozial gerecht mit Rücksicht auf künftige Generationen - zu nutzen. weiterlesen

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Wie reagieren Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt