Gasheizung

Gas-Brennwertgerät an einer Wandzum Vergrößern anklicken
Gas-Brennwertgeräte - auf emissionsarme und den Brennstoff effizient nutzende Geräte achten
Quelle: Oleksandr Delyk/ fotolia.com

Inhaltsverzeichnis

 

Unsere Tipps

  • Prüfen Sie den Austausch Ihres Heizkessels, wenn er älter als 15 Jahre ist.
  • Achten Sie beim Erwerb einer Gasheizung auf einen hohen Nutzungsgrad und geringe Schadstoffemissionen.
  • Nutzen Sie erneuerbare Energien (Solarthermie, Erdwärme).
  • Sparen Sie Heizenergie mit Wärmedämmung, angepasstem Verhalten und regelmäßiger Wartung.
 

Gewusst wie

Die Heizung ist der mit Abstand größte Erzeuger von CO2 im Haushalt. Die Reduktion des Erdgasverbrauchs durch effiziente Technik und sparsames Heizen senkt deshalb nicht nur die Nebenkostenrechnung, sondern ist wirksamster Klimaschutz.

Austausch alter Heizkessel: Sollte Ihre Heizung älter als 15 Jahre sein, entspricht sie in der Regel nicht mehr dem Stand der Technik. In den meisten Fällen lohnt es sich, einen effizienteren Heizkessel einzubauen. Seit dem Jahr 2016 erhalten Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, nach und nach eine Energieverbrauchskennzeichnung von Heizungsinstallateuren, Energieberatern oder vom Bezirksschornsteinfeger. Sie zeigt Ihnen, wie effizient oder ineffizient das Gerät ist: Geräte der Klassen C und D sollten Sie bald durch modernere Geräte ersetzen, weil sie in der Regel Energie verschwenden und überhöhte Heizkosten verursachen. Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen nach der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV) ausgetauscht werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Brennwert- und Niedertemperaturheizkessel sowie Anlagen, die vor Februar 2002 bereits in selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern installiert waren. Die Einhaltung dieser Austauschverpflichtung kontrollieren die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau.

Effiziente Heizung: Neben der Leistung sollten Sie beim Erwerb einer neuen Heizung auf einen hohen Nutzungsgrad, hohe Effizienz und geringe Emissionen achten. Eventuelle Mehrkosten können in der Regel durch einen geringeren Brennstoffbedarf wieder eingespart werden. Bei der Brennwerttechnik wird die Wärme im Abgas am besten ausgenutzt. Voraussetzung dafür ist, dass der Heizkessel auch tatsächlich im Brennwertbetrieb arbeitet (siehe unten). Gute Brennwertkessel liegen in der Energieeffizienzklasse A. Noch besser ist, wenn Sie ergänzend oder vollständig erneuerbare Energien nutzen, zum Beispiel Sonnenkollektoren oder Umgebungswärme. Die Energieeffizienzklasse solcher Heizungsanlagen steigt dann auf A+ oder A++.

Richtige Größe der Heizung: Alte Heizkessel sind oft größer als nötig. Bestehen Sie beim Austausch Ihres Heizkessels auf einer individuellen Dimensionierung: Eine kleinere Heizung ist günstiger und beheizt Ihr Haus effizienter. Ein gut gedämmtes Haus benötigt weniger Heizleistung als ein schlecht gedämmtes Haus. Deshalb sollte – nach Möglichkeit – bei einer Haussanierung zuerst gedämmt werden, bevor man über die Auswahl der Heizung entscheidet. Lassen Sie sich hierbei von einer Energieberaterin oder einem Energieberater unterstützen.

Heizung als Gesamtsystem: Damit eine Heizung möglichst effizient funktioniert, müssen alle Heizkomponenten optimal eingestellt und aufeinander abgestimmt sein: Wärmeerzeuger, Heizflächen, Thermostatventile, Pumpen- und Reglereinstellungen. Eine solche „Heizungsoptimierung“ lohnt sich auch bei bestehenden Heizkesseln. Nur unter dieser Voraussetzung arbeiten Brennwertkessel auch tatsächlich im Brennwertbetrieb (d.h. der Wasserdampf im Abgas wird abgekühlt und fällt als Kondensat an). Beauftragen Sie deshalb beim Heizungstausch eine „Heizungsoptimierung“, damit sich die erwartete Energieeinsparung auch tatsächlich einstellt. Das können Sie kontrollieren, indem Sie regelmäßig den Verbrauch des Kessels überwachen. Ein Hilfsmittel dafür ist zum Beispiel das kostenlose Energiesparkonto.

Was Sie noch tun können:

Man unterscheidet Etiketten für Raumheizgeräte und für Kombiheizgeräte ohne oder mit zusätzlicher Warmwasserbereitung. Zusatzinformationen variieren nach der Heiztechnik, z.B. Geräuschemissionen und Nennleistung.
Vielfalt und Systematik der Energieverbrauchskennzeichnung für Heizgeräte
Quelle: Umweltbundesamt
 

Hintergrund

Umweltsituation: Fossile Energieträger wie Erdgas sind begrenzte Ressourcen, die bei der Verbrennung CO2- und Schadstoffmissionen verursachen.

Gesetzeslage: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert, Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden, bis zum 31. Dezember 2006 außer Betrieb zu nehmen; ausgenommen Niedertemperatur- und Brennwertkessel. Nach Verordnung (EU) Nr. 813/2013 liegen die Anforderungen an die Energieeffizienz für Neugeräte in einem Bereich, der nur noch durch Brennwerttechnik erreicht werden kann. Die Verordnung (EU) Nr. 811/2013 macht die Energieverbrauchskennzeichnung auch für Heizgeräte verpflichtend. Das Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz enthält die Vorschriften über die Kennzeichnung von Heizkesseln im Gebäudebestand. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz verpflichtet die Eigentümerinnen und Eigentümer neu errichteter Gebäude, einen Anteil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Soll ein Neubau einen Gaskessel erhalten, muss zum Beispiel eine Solar- oder Erdwärmeanlage installiert oder zusätzlich Energie eingespart werden. Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) enthält Grenzwerte für die Luftschadstoffemissionen und Abgasverluste von Heizkesseln. Sie begrenzt die Stickoxidemissionen; dies weist der Hersteller nach. Schornsteinfeger messen regelmäßig die Abgasverluste (außer bei Gas-Brennwertkesseln) und CO-Emissionen.

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