Ölheizung

eine Katze schläft auf einem Heizkörper in der Wohnungzum Vergrößern anklicken
In alten Heizungen schlummert ein großes Einsparpotenzial. Das Energielabel hilft beim Neukauf
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Inhaltsverzeichnis

 

Unsere Tipps

  • Prüfen Sie den Austausch Ihres Heizkessels, wenn er älter als 15 Jahre ist.
  • Achten Sie beim Erwerb einer Ölheizung auf einen hohen Nutzungsgrad und geringe Schadstoffemissionen (Brennwertgeräte statt Niedertemperaturkessel).
  • Nutzen Sie erneuerbare Energien (Solarthermie, Erdwärme).
  • Sparen Sie die Heizenergie mit Wärmedämmung, angepasstem Verhalten und regelmäßiger Wartung.
 

Gewusst wie

Die Heizung ist der mit Abstand größte Erzeuger von CO2 im Haushalt. Die Reduktion des Ölverbrauchs durch effiziente Technik und sparsames Heizen senkt deshalb nicht nur die Nebenkostenrechnung, sondern ist wirksamster Klimaschutz.

Austausch alter Heizkessel: Sollte Ihre Heizung älter als 15 Jahre sein, entspricht sie in der Regel nicht mehr dem Stand der Technik. In den meisten Fällen lohnt es sich, einen effizienteren Heizkessel einzubauen. Ölkessel verursachen höhere Emissionen an Treibhausgasen und Luftschadstoffen als Gaskessel. Prüfen Sie, ob Sie auf eine umweltfreundlichere Heiztechnik umsteigen können. Seit 2016 erhalten Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, nach und nach eine Energieverbrauchskennzeichnung von Heizungsinstallateuren, Energieberatern oder vom Bezirksschornsteinfeger. Sie zeigt Ihnen, wie effizient oder ineffizient das Gerät ist: Geräte der Klassen C und D sollten Sie bald durch modernere Geräte ersetzen, weil sie in der Regel Energie verschwenden und überhöhte Heizkosten verursachen. Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen nach der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV) ausgetauscht werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Brennwert- und Niedertemperaturheizkessel sowie Anlagen, die vor Februar 2002 bereits in selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern installiert waren. Die Einhaltung dieser Austauschverpflichtung kontrollieren die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau.

Effiziente Heizung: Neben der Leistung sollten Sie beim Erwerb einer neuen Heizung auf einen hohen Nutzungsgrad und geringe Emissionen achten. Eventuelle Mehrkosten können in der Regel durch einen geringeren Brennstoffbedarf wieder eingespart werden. Bei der Brennwerttechnik wird die Wärme im Abgas am besten ausgenutzt. Voraussetzung dafür ist, dass der Heizkessel auch tatsächlich im Brennwertbetrieb arbeitet (siehe unten). Gute Brennwertkessel liegen in der Energieeffizienzklasse A. Wenn möglich, sollten Sie Gas als Energieträger wählen, weil es weniger Emissionen an Treibhausgasen und Luftschadstoffen verursacht. Noch besser ist, wenn Sie ergänzend oder vollständig erneuerbare Energien nutzen, zum Beispiel Sonnenkollektoren oder Umgebungswärme. Die Energieeffizienzklasse solcher Heizungsanlagen steigt dann auf A+ oder A++.

Richtige Größe der Heizung: Alte Heizkessel sind oft größer als nötig. Bestehen Sie beim Austausch Ihres Heizkessels auf einer individuellen Dimensionierung: Eine kleinere Heizung ist günstiger und beheizt Ihr Haus effizienter. Ein gut gedämmtes Haus benötigt weniger Heizleistung als ein schlecht gedämmtes Haus. Deshalb sollte – nach Möglichkeit – bei einer Haussanierung zuerst gedämmt werden, bevor man über die Auswahl der Heizung entscheidet. Lassen Sie sich hierbei von einer Energieberaterin oder einem Energieberater unterstützen.

Heizung als Gesamtsystem: Damit eine Heizung möglichst effizient funktioniert, müssen alle Heizkomponenten optimal eingestellt und aufeinander abgestimmt sein: Wärmeerzeuger, Heizflächen, Thermostatventile, Pumpen- und Reglereinstellungen. Eine solche „Heizungsoptimierung“ lohnt sich auch bei bestehenden Heizkesseln. Nur unter dieser Voraussetzung arbeiten Brennwertkessel auch tatsächlich im Brennwertbetrieb (d.h. der Wasserdampf im Abgas wird abgekühlt und fällt als Kondensat an). Beauftragen Sie beim Heizungstausch eine „Heizungsoptimierung“, damit sich die erwartete Energieeinsparung auch tatsächlich einstellt. Das können Sie kontrollieren, indem Sie regelmäßig den Verbrauch des Kessels überwachen. Ein Hilfsmittel dafür ist zum Beispiel das kostenlose Energiesparkonto. Achten Sie auch auf eine Planung durch Fachleute und eine regelmäßige Wartung der Heizung.

Was Sie noch tun können:

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Hintergrund

Umweltsituation: Fossile Energieträger wie Erdöl sind begrenzte Ressourcen, die bei der Verbrennung CO2- und Schadstoffemissionen verursachen. Auch die Gewinnung und der Transport von Erdöl führen zu Umweltbelastungen, vor allem durch Leckagen. Heizölkessel verursachen deutlich höhere Treibhausgas-Emissionen als andere Heiztechniken.

Gesetzeslage: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert, dass Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, außer Betrieb genommen werden müssen; ausgenommen Niedertemperatur- und Brennwertkessel. Nach Ökodesign-Verordnung (814/2013) liegen die Energieeffizienzanforderungen für Neugeräte in einem Bereich, der nur noch durch Brennwerttechnik erreicht werden kann. Die Verordnung (EU) Nr. 811/2013 macht die Energieverbrauchskennzeichnung auch für Heizgeräte verpflichtend. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz verpflichtet die Eigentümer neu errichteter Gebäude, einen Anteil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Soll ein Neubau einen Ölkessel erhalten, muss zum Beispiel ergänzend eine Solar- oder Erdwärmeanlage installiert oder zusätzlich Energie gespart werden. Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) enthält Grenzwerte für die Luftschadstoffemissionen und Abgasverluste von Heizkesseln. Sie begrenzt die Stickoxidemissionen. Die Einhaltung dieser Verordnung müssen die Hersteller nachweisen. Schornsteinfeger messen regelmäßig die Abgasverluste, Kohlenstoffmonooxid (CO) und Rußemissionen.

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