Nationaler Wasserdialog

Die deutsche Wasserwirtschaft steht vor neuen Herausforderungen: Klimawandel, demografische Entwicklungen, Landnutzungsänderungen, technologische Neuerungen, verändertes Konsumverhalten und neue politische Rahmenbedingungen bringen umfassende Veränderungen mit sich.

Klimawandel, demografische Entwicklungen, Landnutzungsänderungen, technologische Neuerungen und verändertes Konsumverhalten bringen umfassende Veränderungen mit sich, die nicht allein durch lokale Maßnahmen bewältigt werden können. Zudem führen neue politische Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der EU-Haushalt oder Änderungen in der gemeinsamen Agrarpolitik zu anderen Schwerpunkten und Herausforderungen. Die Wasserinfrastruktur ist auf Langfristigkeit ausgerichtet. Die aquatischen Ökosysteme benötigen Zeit, bis sie auf verbesserte Rahmenbedingungen reagieren.
Daher sollen die bis 2030 erforderlichen Handlungsoptionen frühzeitig mit den beteiligten Akteuren diskutiert werden, um notwendige Entwicklungen rechtzeitig einzuleiten.

Vor diesem Hintergrund initiierte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gemeinsam mit dem Umweltbundesamt im Jahr 2018 den „Nationalen Wasserdialog". In dem zweijährigen Dialogprozess geht es darum, zukünftige Entwicklungen zu diskutieren und Lösungsstrategien zu erarbeiten. Gemeinsam mit den beteiligten Akteuren sollen wesentliche Maßnahmen identifiziert werden, die darauf ausgerichtet sind, mit diesen Entwicklungen umgehen zu können und damit die deutsche Wasserwirtschaft langfristig zukunftsfähig zu gestalten.

Konkret hat der Dialogprozess folgende Ziele:
- Besseres Verständnis von Konflikten und Konsensus um die jetzige und zukünftige Wasserwirtschaft
- Erarbeitung von Handlungsoptionen und Strategien für die zukünftigen wasserwirtschaftlichen Aufgaben
- Verstärkung der Kommunikation mit wichtigen Akteuren und
- Identifizierung der Partner für die Umsetzung der Strategien.

Im Ergebnis des Dialogprozesses sollen konkrete Ansatzpunkte für weiterführende Aktivitäten und Empfehlungen für die strategische Ausrichtung in den relevanten Politikbereichen stehen.

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