VECTOR – VulnErability of the Italian coastal area and marine Ecosystems to Climatic changes and Their rOle in the Mediterranean caRbon cycles

Hintergrund und Ziele

Das VECTOR-Projekt untersucht die wichtigsten Klimafolgen für die mediterrane Meeresumwelt sowie deren Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Dabei werden mögliche Zukunftsszenarien für die italienische Küste entwickelt.

Das Projekt untersucht neun verschiedene Themenbereiche:

  1. Effekte von Klimaschwankungen auf die Dynamiken von Windwellen;
  2. Vulnerabilität von Mündungsgebieten und Lagunen gegenüber Klimaveränderungen;
  3. Folgen der Meeresspiegelveränderung für Küstengebiete;
  4. Klimaschwankungen, Artenvielfalt und Küstenökosysteme;
  5. Sensibilität der venezianischen Lagune gegenüber Klimawandel und Klimaschwankungen: ein Fallbeispiel;
  6. Die Rolle der nördlichen adriatischen Kontinentalplatte im Kohlenstoffkreislauf;
  7. Die Rolle der lebenden Ressourcen der mediterranen Kontinentalplatte im Kohlenstoffkreislauf;
  8. Die Rolle des Pelagials des Mittelmeers im Kohlenstoffkreislauf;
  9. Versuchsgebiet für den Kohlenstoffkreislauf im südlichen Ozean.

Ziele des Projektes ist die Untersuchung der mediterranen Ökosysteme hinsichtlich

- ihrer Rolle als Kohlenstoffsenken bzw. -quellen,

- ihrer Sensitivität gegenüber den globalen Veränderungen,

- des Kohlenstoffkreislaufs für die nächsten 200 Jahre sowie

- über die Sequestrierungsdaten von CO2 durch die italienischen Meere, die für internationalen Verhandlungen zur Verfügung gestellt werden sollen.

Laufzeit

bis

Untersuchungsregion/-raum

Land
  • Italien

Schritt 1: Klimawandel verstehen und beschreiben

Ansatz und Ergebnisse 

Im Projektkonsortium werden Szenarien für die Klimafolgen für die italiensiche Küste entwickelt, um die Veränderungen der Ausdehnung der Küstengebiete, die Morphologie der Brandungszone und des Uferbereichs, des Küstenlängs- und Aerosoltransport vom Meer zum Küstengebiet sowie damit verbundene Folgen für die besiedelten Gebiete und Süßwasservorkommen zu untersuchen.

Es werden hochauflösende numerische Modelle für Hydrodynamik und den biogeochemischen Kohlenstoffkreislauf der nördlichen Adria verwendet, u.a. CARADRI, ESIM, INGV Model, MITgcm Model, OPATM-BFM Model.

Parameter (Klimasignale)
  • Veränderte Niederschlagsmuster
  • Höhere mittlere Temperaturen
Weitere Parameter 

Lichteinstrahlung, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit

Schritt 2a: Risiken erkennen und bewerten (Klimafolgen/-wirkungen)

Analyseansatz 

Es werden die Risiken für Artenvielfalt, Tourismus, Landwirtschaft, Fischerei und Tierhaltung sowie den Kohlenstoffkreislauf betrachtet.

Wer war oder ist beteiligt?

Förderung / Finanzierung 

Ministry of Education, University and Research;

Ministry of Economy and Finance;

Ministry of the Environment and Protection of Natural Resources;

Ministry of Agriculture and Forestry;

Integrated Special Fund for Research (FISR)

Projektleitung 

Milano-Biccocca University, Co.N.I.S.Ma.

Beteiligte/Partner 

National Interuniversity Consortium for Marine Sciences – CoNISMa;

National Italian Agency for New Technologies, Energy and the Environment – ENEA;

Institute for coastal marine environment – IAMC CNR;

Central Institute for Scientific and Technological Applied Marine Research – ICRAM;

Institute of Environmental Process Dynamics – IDPA CNR;

Euro-Mediterranean Centre for Climate Change – CMCC;

Institute of Marine Sciences – ISMAR CNR;

National Institute of Oceanography and Geophisics – OGS;

Stazione Zoologica A. Dohrn (Neapel) – SZN;

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Handlungsfelder:
 Biologische Vielfalt  Fischerei  Küsten- und Meeresschutz  Tourismuswirtschaft