Folgen des Klimawandels für den Tourismus in den deutschen Alpen- und Mittelgebirgsregionen und Küstenregionen sowie auf den Badetourismus und fluss-begleitende Tourismusformen

Hintergrund und Ziele

Auch die Tourismuswirtschaft wird durch die Auswirkungen des globalen Klimawandels beeinflusst – etwa durch Flusshochwasser, Sturmfluten oder weniger Schneefall. Zu den Folgen und Möglichkeiten der Anpassung haben Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt 2017 ein Forschungsvorhaben gestartet.

Mit dem Forschungsvorhaben „Folgen des Klimawandels für den Tourismus in den deutschen Alpen- und Mittelgebirgsregionen und Küstenregionen sowie auf den Badetourismus und fluss-begleitende Tourismusformen (z. B. Radwander- und Wassertourismus)“ werden folgende Kernfragen beleuchtet:

Wie wirken sich regionale Klimaveränderungen auf Tourismusdestinationen in Deutschland aus?

Relevante Daten und Informationen über regionalen Klimawandel und Tourismus werden recherchiert und ausgewertet um Aussagen zu treffen, welche klimatischen Auswirkungen auf die etwa 150 Tourismusregionen in Deutschland zu erwarten sind. Dabei wird neben der Analyse der Betroffenheit des touristischen Angebots von Auswirkungen der Klimaveränderungen auch die Betroffenheit der Nachfrager (Touristen und Touristinnen) vom Klimawandel untersucht. Zentrale Aussagen sollen, neben der ausführlichen Bereitstellung, Aufarbeitung, Analyse und Auswertung der Daten, in einer anschaulichen Kurzfassung auf der Internetseite des Umweltbundesamtes veröffentlicht werden.

Welche Klimaanpassungsmaßnahmen stehen der Tourismuswirtschaft zur Verfügung?

Ein umfassender Überblick über bereits dokumentierte und wissenschaftlich bewertete Klimaanpassungsmaßnahmen in der Tourismuswirtschaft soll diese Fragestellung beantworten, die in einen Handlungsleitfaden „Klimafolgen im Tourismus“ mündet. Dieser Leitfaden soll die Thematik an sich umreißen, aber auch einen Vorschlag beinhalten, wie Prozesse einer erfolgreichen Anpassung exemplarisch ablaufen können. Die Ergebnisse werden mit Akteurinnen und Akteuren der Tourismuswirtschaft in fünf Workshops rückgekoppelt und weiterentwickelt.

Welche Förderinstrumente unterstützen Anpassungsmaßnahmen?

Eine Übersicht von zur Zeit angebotenen EU-, Bundes- und Länderförderungen zur nachhaltigen, klimagerechten und umweltgerechten Anpassung der Tourismuswirtschaft an die Auswirkungen des Klimawandels soll im Rahmen dieses Arbeitsschrittes erarbeitet werden. Darüber hinaus soll die Analyse dieser Rechercheergebnisse Empfehlungen für ein Bündel an geeigneten „Fördermaßnahmen für die Tourismuswirtschaft“ liefern. Weiterhin sollen Hinweise zu Anpassungs- oder Ergänzungsnotwendigkeiten der Förderlandschaft bzw. Empfehlungen zur Ergänzung von Fördertatbeständen ausgearbeitet werden.

Welche Ergebnisse konnten bis jetzt erzielt werden?

Im Laufe des Projektes wurden fünf Fachworkshops mit Experteninnen und Experten abgehalten um die oben genannten Kernfragen beantworten zu können. Jeder dieser Workshops fand zu einem anderen Schwerpunktthema statt. Die Präsentationen und weitere Informationen zu diesen Workshops können unter den folgenden Titeln und Links gefunden werden:

  • ExpertInnen Workshop „Die Wirkungen des Klimawandels auf die Tourismuswirtschaft in Deutschland“ (21.06.2018) - Material
  • Fachworkshop „Die Wirkungen des Klimawandels auf die Tourismuswirtschaft in Deutschland“ (21.-23.1.2019) - Material
  • Fachworkshop „Die Wirkungen des Klimawandels auf den Radwander- und Wassertourismus, am Beispiel der Donau“ (23.10.2019) - Material

Laufzeit

bis

Untersuchungsregion/-raum

Land
  • Deutschland
Bundesland
  • Bundesweit
  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen
Naturräumliche Zuordnung
  • Deutschland gesamt
  • Alb und nordbayerisches Hügelland
  • Alpen
  • Alpenvorland
  • Erzgebirge, Thüringer und Bayrischer Wald
  • Küste
  • Links- und rechtsrheinische Mittelgebirge
  • Nordostdeutsches Tiefland
  • Nordwestdeutsches Tiefland
  • Oberrheingraben
  • Südostdeutsche Becken und Hügel
  • Westdeutsche Tieflandsbucht
  • Zentrale Mittelgebirge und Harz
Räumliche Auflösung / Zusatzinformationen 

Reiseregion, Tourismusregion, Destination

Schritte im Prozess zur Anpassung an den Klimawandel

Schritt 1: Klimawandel verstehen und beschreiben

Parameter (Klimasignale)
  • Flusshochwasser
  • Veränderte Niederschlagsmuster
  • Höhere mittlere Temperaturen
  • Meeresspiegelanstieg und Sturmfluten
  • Niedrigwasser
  • Starkniederschlag (inkl. Hagel, Schnee)
  • Trockenheit
Zeithorizont
  • kurzfristig = die nächsten Jahre/Jahrzehnte

Schritt 3: Maßnahmen entwickeln und vergleichen

Zeithorizont
  • Gegenwart
  • 2011–2040 (nahe Zukunft)
  • 2021–2050 (nahe Zukunft)
  • 2071–2100 (ferne Zukunft)

Schritt 4: Maßnahmen planen und umsetzen

Kosten 

Maßnahmen zur Anpassung der Tourismuswirtschaft sollen hinsichtlich ihrer Kosten und Abschreibungszeiträume bewertet werden.

Wer war oder ist beteiligt?

Förderung / Finanzierung 

ReFoPLan UBA/BMU

Projektleitung 

Umweltbundesamt Fachgebiet I 1.2

Beteiligte/Partner 

Fresh Thoughts Consulting GmbH - Where science meets policy!

Ansprechpartner

Umweltbundesamt Fachgebiet I 1.2

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Handlungsfelder:
 Industrie und Gewerbe  Küsten- und Meeresschutz  Raumordnung, Regional- und Bauleitplanung  Tourismuswirtschaft  Verkehr, Verkehrsinfrastruktur  Handlungsfeldübergreifend