Nr.: 62Newsletter Klimafolgen und Anpassung

Liebe Leserinnen und Leser,

noch immer kämpfen Landwirte und Verantwortliche städtischer Grünflächen gegen die Folgen der Dürre des vergangenen Jahres, verstärkt durch hohe Temperaturen der zurückliegenden Monate. Wie wappnen sich diese und andere Akteure langfristig vor Schäden durch Trockenperioden und wägen gleichzeitig verschiedene Anforderungen an Landnutzung und Flächenbewirtschaftung ab? Hilfreich ist, wenn alle Beteiligten ihre Perspektiven und Lösungsansätze frühzeitig austauschen. In einem Planspiel hat KomPass einen solchen Diskussionsprozess zwischen Zivilgesellschaft, Interessensverbänden, Wirtschaft und Verwaltung simuliert. Der aktuelle Schwerpunktartikel fasst wertvolle Erkenntnisse über diesen Aushandlungsprozess zusammen.
Außerdem informieren wir Sie über verschiedene Förderprogramme, wie die Förderung zur Klimaanpassung des Bundesumweltministeriums, die Grüne-Dächer-Förderung in Berlin und die Förderung für Trinkwasserbrunnen in Rheinland-Pfalz sowie zahlreiche Veranstaltungen zur Klimaanpassung.

Eine interessante Lektüre wünscht
Ihr KomPass-Team im Umweltbundesamt

Schwerpunktartikel

Eine Frage der Perspektive: Anpassung an Trockenheit im Planspiel

Eine Frau sitzt an einem Gruppentisch und hält eine Zettelstück

Eine Frage der Perspektive: Anpassung an Trockenheit im Planspiel
Quelle: IÖW

Die Auswirkungen von Trockenheit bringen für den städtischen und den ländlichen Raum vielfältige Herausforderungen mit sich, denen es mit geeigneten nachhaltig wirksamen Anpassungsmaßnahmen zu begegnen gilt. Dies war Thema des Stakeholderdialogs „Landnutzung und Flächenbewirtschaftung bei Trockenheit – Wie können Akteure in der Stadt und auf dem Land vorsorgen?“, der vom Umweltbundesamt am 17. Juni 2019 veranstaltet wurde. Eine Zusammenarbeit und ein frühzeitiger Austausch- und Diskussionsprozess der verschiedenen Akteursgruppen sind für die Umsetzung von Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen gegenüber Trockenheit von großer Bedeutung. Deshalb brachte der Dialog Akteure aus Zivilgesellschaft, Interessensverbänden, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, die in einem Planspiel mögliche Maßnahmen und deren Hindernisse diskutierten. Die Diskussionen in angenehmer Gesprächsatmosphäre konnten wichtige Impulse für die Praxis liefern.

KomPass – In eigener Sache

Neue Dienste im Klimavorsorgeportal verfügbar

27 weitere Dienste zur Klimavorsorge ergänzen jetzt das Angebot auf dem Klimavorsorgeportal der Bundesregierung (KLiVO Portal). Darunter sind die Notfall-, Informations- und Nachrichten-App NINA vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die Hochwasserschutzfibel vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat und das Wissensportal Hamburger Gründachstrategie. Das KLiVO Portal stellt derzeit über 100 Klimavorsorgedienste vor, benennt ihre Ansprechpartner und zeigt themenverwandte Dienste auf. KomPass im Umweltbundesamt betreut das Portal gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst.

UBA Webinar: Politikrelevante Erkenntnisse aus dem IPCC-Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme

Das Umweltbundesamt (UBA) wird in einem Webinar am 06. September 2019 von 10:00 bis 12:00 Uhr mit Unterstützung eines deutschen IPCC-Mitautors wichtige Botschaften des Sonderberichtes des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) über den Klimawandel und Landsysteme (SRCCL) im klima- und umweltpolitischen Kontext darstellen und für Politikberatende aufbereiten. Das Webinar möchte diese Akteure darin unterstützen, die Botschaften des Sonderberichtes für die Politikgestaltung in allen relevanten Bereichen der Gesellschaft verfügbar zu machen und Bewusstsein für deren Bedeutung zu schaffen.

Anpassungspolitik – Neues aus Bund, Ländern und Kommunen

Bundesumweltministerium sucht innovative Ideen zur Anpassung an den Klimawandel

Wie können wir uns gegen Hitzeperioden oder Hochwasser wappnen? Mit dem Förderprogramm „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ unterstützt das Bundesumweltministerium (BMU) Anpassungskonzepte für Unternehmen, Bildungsmodule sowie Leuchtturmprojekte zur Klimaanpassung und zum Aufbau regionaler Zusammenarbeit. Interessierte können Ihre Projektideen bis zum 31. Oktober 2019 bei der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH einreichen und mit bis zu 300.000 Euro fördern lassen.

Bundesumweltministerium fördert Leuchtturmprojekte zu Künstlicher Intelligenz für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen

Mit der neuen Förderinitiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ fördert das Bundesumweltministerium (BMU) Projekte, die Künstliche Intelligenz (KI) zur Bewältigung von ökologischen Herausforderungen nutzen. Dabei sind Projekte mit Vorbildcharakter für eine klima-, natur- und umweltgerechte Digitalisierung gefragt. KI kann auch genutzt werden um die Auswirkungen des Klimawandels zu bewerten und beispielsweise Geoinformationen oder anderen Daten auszuwerten. Einzelperson oder Organisation aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft können sich mit einer Projektidee bis zum 30. September bewerben.

Bundesverkehrsministerium legt Aktionsplan gegen Niedrigwasser im Rhein vor

Zuverlässige Lieferketten für die Industrie und die Versorgung der Verbraucher mit alltäglichen Gütern – beides war 2018 entlang des Rheins zeitweise nur schwer möglich. Grund war das Niedrigwasser infolge einer langen Trockenperiode. Da sich solche Trockenperioden in den vergangenen Jahren gehäuft haben und in Zukunft öfter zu erwarten sind, haben das Bundesverkehrsministerium und Vertreter der ansässigen Industrie einen Aktionsplan mit acht Maßnahmen vorgelegt. Er soll zuverlässige Transportbedingungen auf dem Rhein sicherstellen. Die Maßnahmen reichen von der Verbesserung der Infrastruktur bis hin zum Anstoß eines gesellschaftlichen Dialogs zur Klimaanpassung rund um den Rhein.

Berlins Dächer sollen grüner werden

Der Berliner Senat hat ein „1000-Grüne-Dächer“-Förderprogramm beschlossen. Damit soll die Begrünung von Dächern bei bereits bestehenden Gebäuden gefördert werden und so ein Beitrag zu einem angenehmeren Stadtklima geleistet werden. Begrünte Dächer tragen beispielsweise dazu bei, Schäden von extremem Regen abzumildern und bei starker Hitze die Gebäude und Umgebung zu kühlen. Zusätzlich sollen durch die „Green Roof LAB Förderung“ besonders innovative und gemeinwohlorientierte Projekte mit Vorbildcharakter unterstützt werden.

Neue Förderung für Trinkwasserbrunnen in Rheinland-Pfalz

Die Installation von öffentlichen Trinkwasserbrunnen ist ein Baustein der Strategie zur Klimaanpassung in Rheinland-Pfalz. Den Bau solcher Anlagen unterstützt das Land zusammen mit Wasserfachverbänden durch das neue Förderprogramm „100 öffentliche Trinkwasserspender für Rheinland-Pfalz“. Kommunen und ihre Wasserverbände erhalten eine Unterstützung von 4.000 Euro für die Aufstellung eines Trinkwasserbrunnens. Den Anfang machte die Stadt Kaiserslautern mit zwei Brunnen. Durch die Brunnen soll zugleich Müll durch Plastikflaschen vermieden werden.

Deutsche Kommunen rufen den Klimanotstand aus

In den vergangenen Monaten haben bisher mehr als 40 Kommunen in Deutschland den Klimanotstand ausgerufen. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem angelsächsischen Sprachraum (Climate Emergency). Er wurde in Deutschland im Zuge der „Fridays-for-Future“-Bewegung adaptiert und von Parlamenten auf verschiedenen Ebenen genutzt. Das Umweltbundesamt gibt eine Übersicht und zeigt Unterstützungsangebote zum Klimanotstand auf.

Aus Forschung und Praxis

Regional

Zahl hitzebedingter Sterbefälle und Betrachtung der Exzess-Mortalität in Berlin und Hessen im Sommer 2018

Der Sommer 2018 war der zweitheißeste in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Angesichts des sehr trockenen und über viele Wochen anhaltend warmen Wetters war eine hohe Zahl an hitzebedingten Sterbefällen zu erwarten. Ein zeitnahes Monitoring der Daten zur Sterblichkeit existiert für Gesamtdeutschland nicht, ist aber in den Bundesländern Berlin und Hessen etabliert. In Berlin waren es schätzungsweise etwa 490 hitzebedingte Todesfälle, in Hessen etwa 740. Insgesamt betrug die hitzebedingte Mortalität des Sommers 2018 in Berlin und Hessen etwa 12/100.000 Einwohner. Ältere Menschen waren besonders betroffen: Bei den 75- bis 84-Jährigen betrug die hitzebedingte Mortalität etwa 60/100.000, bei den über 84-Jährigen etwa 300/100.000.

Niedersachsen analysiert zu erwartende Klimafolgen

Das Niedersächsische Umweltministerium hat eine Klimawirkungsstudie veröffentlicht. Darin werden die zu erwartenden Klimaänderungen für Niedersachen regionalisiert dargestellt, sodass stark vom Klimawandel betroffene Regionen identifiziert werden können. Die Studie nimmt insbesondere die Handlungsfelder Wasserwirtschaft und Boden in den Blick. Für die Problemstellungen in diesen Bereichen wie Grundwasserneubildung, Wassererosion, Austauschhäufigkeit des Bodenwassers als auch Abflusshöhen konnte unterschiedliche regionale Betroffenheit festgestellt werden.

Sachsen zieht Konsequenzen aus der Trockenheit 2018

„Trockenheit 2018 – Ist das die Zukunft?“ lautete der Titel einer Veranstaltung des Sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) im April dieses Jahres. Anlass war der extrem heiße und trockene Sommer 2018, der auch in Sachsen spürbare Folgen hatte, etwa Ertragseinbußen in der Landwirtschaft oder einen starken Borkenkäferbefall in den Wäldern. Die Veranstaltung war Teil des Projekts „Herausforderung Klimawandel in Sachsen“ und konzentrierte sich auf die Bewertung der derzeitigen Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie deren Weiterentwicklung. Ein Fazit mit konkreten Lösungsansätzen ist jetzt online abrufbar.

Starkregengefahrenkarten für Bonn

In Bonn sind ab sofort Starkregen-Gefahrenkarten online abrufbar. Sie zeigen, wo in der Bundesstadt Probleme aufgrund von Sturzfluten und Starkregenereignissen auftreten können und bieten die Möglichkeit, rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Karten sind für die Bezirke Beuel, Bad Godesberg und Hardtberg verfügbar.

Hamburger Bürgerinnen und Bürger sind sensibler für Klimafolgen

Eine Umfrage im Auftrag des Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) zeigt, dass die Hamburgerinnen und Hamburger im vergangenen Jahr ein höheres Risikobewusstsein für die Folgen des Klimawandels entwickelt haben. Dies sei sowohl mit dem Hitzesommer 2018 als auch durch die Wirkung der Fridays-for-future-Bewegung zu erklären, heißt es in einer Mitteilung des HZG. Die Erhebung wird seit 2008 durchgeführt. In diesem Jahr erreichte die Zahl derer, die die Bedrohung durch den Klimawandel als sehr groß einstufen, einen Höchststand von 28 Prozent. Jeder Zweite gab an bereits heute die Folgen des Klimawandels zu spüren.

Forschungsverbund HeatResilientCity informiert mit neuem Newsletter über Projektfortschritte

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt HeatResilientCity informiert in einem ersten Newsletter über die hitzeangepasste Gestaltung von Quartieren und Gebäuden für Menschen in Städten. Die erste Ausgabe berichtet, wie Bewohnerinnen und Bewohner Sommerhitze wahrnehmen und welche Handlungsbedarfe und Anpassungsoptionen in den Beispielquartieren in Dresden und Erfurt bestehen. Zudem werden Schwachpunkte des sommerlichen Wärmeschutzes und Anpassungsmaßnahmen an Gebäuden betrachtet.

National

Starkregen als Herausforderung für Einsatzorganisationen und Siedlungsräume: Neues Projekt „KlamEx“ der Strategischen Behördenallianz

Die Klassifizierung von Starkregenereignissen, deren systematische Auflistung in einer bundesweiten Ereignisdatenbank und die Zusammenführung von Ereignisdaten mit Einsatz- und Siedlungsdaten – dies sind nur drei der Arbeitspakete, die die Strategische Behördenallianz (BBK, BBSR, DWD, UBA, THW) seit Januar 2019 im interdisziplinären Projekt „KlamEx“ (Klassifizierung meteorologischer Extremereignisse zur Risikovorsorge gegenüber Starkregen für den Bevölkerungsschutz und die Stadtentwicklung) angeht. Auf Basis der hochaufgelösten Radarniederschlagsdaten des DWD kann detailliert analysiert werden, wie sich Starkregenereignisse auf die Einsatzbelastung von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Hilfsorganisationen auswirken und wo mögliche Hotspots in Siedlungsgebieten liegen.

Fachverbände wollen Förderung für urbane grün-blaue Infrastruktur

Die „grünen“ Fachverbände haben auf ihrem Bundeskongress eine eigenständige Förderung zum Erhalt und zur Entwicklung der urbanen grün-blauen Infrastruktur durch den Bund gefordert. Auf der Basis des Weißbuches Stadtgrün – „Grün in  der Stadt - Für eine lebenswerte Zukunft“ sollte ein eigenständiges Förderprogramm ergänzend zu den Programmen der Städtebauförderung eingerichtet werden. In der Resolution weisen die Verbände unter anderem auf die wichtige Funktion von Grünflächen und Wasser für die Abmilderung von Klimafolgen in den Städten hin. Diese Anforderungen könnte eine bloße Anbindung von „Zukunft Stadtgrün“ an die Städtebauförderung nicht leisten, ebenfalls sei die Fortführung erfolgreicher Projekte gefährdet.

Architekten für klimagerechte Bauten in Stadt und Land

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) hat in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels ein Positionspapier für klimagerechtere Architektur beschlossen. Das Dokument umfasst zehn Punkte, in denen eine neue und nachhaltige Art des Bauens und Planens gefordert wird. Explizit weist der BDA auch darauf hin, dass Architektur und Stadtplanung dem Klimawandel gerecht werden müssen. Dabei gelte es nicht Gebäude übermäßig technisch aufzurüsten, sondern die jeweiligen klimatischen Bedingungen zu nutzen und durch die Gestaltung der Architektur zu regulieren. Auf diese Weise ließe sich das Wohlbefinden der Nutzer sicherstellen.

Immergrüne Moos-Fassaden entwickelt

Ein wichtiger Baustein für die Klimaanpassung in Städten ist die Begrünung von ungenutzten Flächen an Gebäuden. Neben Dächern kommen dafür vor allem die Fassaden infrage. Das Start-up "Artificial Ecosystems" der Technischen Universität Kaiserlautern hat deshalb ein wartungsfreies und selbstbegrünendes System für Fassaden mit Moos entwickelt. Dabei werden vorgefertigte Elemente an der Fassade angebracht, die über ein Bewässerungssystem die Pflanzen versorgen und durch eine spezielle Struktur optimale Entwicklungsbedingungen bieten. Das Moos selbst muss nicht gepflanzt werden, sondern Sporen aus der Luft siedeln sich von selbst an den Fassaden an und sorgen so für das Grün. Die Entwickler wurden dafür mit dem Ideenpreis Rheinland-Pfalz 2019 ausgezeichnet.

Zukünftige Klimafolgen für Immobilien abrufbar

Mit Web-Anwendung GIS-ImmoRisk Naturgefahren haben Immobilienbesitzer und Kaufinteressenten künftig die Möglichkeit, die Risiken von Klimafolgen für Gebäude abzuschätzen. Die Anwendung wurde im Zuge des Forschungsvorhabens „GIS-ImmoRisk – Entwicklung eines Geoinformationssystems zur bundesweiten Risikoabschätzung von zukünftigen Klimafolgen für Immobilien“ entwickelt. Sie bietet Gefährdungskarten zu möglichen Schäden sowie Hintergrundinformationen, wie sich die Widerstandfähigkeit der Gebäude verbessern lässt. Die inhaltlichen Zusammenhänge zur Entwicklung des Tools wurden nun in einem Forschungsbericht veröffentlicht.

Erste Professorin für Klimawandel und Gesundheit berufen

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat zusammen mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die bundesweit erste Professur für Klimawandel und Gesundheit eingerichtet. Die Position wurde mit der Medizinerin und Epidemiologin Prof. Dr. Dr. Sabine Gabrysch besetzt. Sie wird mit der Professur auch die Co-Leitung der Forschungsabteilung Klimaresilienz am PIK übernehmen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Ernährung als Bindeglied zwischen Umwelt und Gesundheit. So will sie beispielsweise den Einfluss der veränderten Landwirtschaft auf die Ernährungsgewohnheiten und die menschliche Gesundheit erforschen.

Global

Klimaresiliente Gerste gezüchtet

Einem Forscherteam der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist es gelungen, eine neue Gerstenlinie zu züchten, die auch bei schlechten Umweltbedingungen gute Erträge liefert. Für die Züchtung haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine übliche Gerstensorte mit verschiedenen Wildgersten gekreuzt. Beim Testanbau an fünf verschiedenen Standorten weltweit zeigte sich eine höhere Hitze- und Dürrebeständigkeit der Pflanze. Zudem lieferte sie größere Ernteerträge im Vergleich zu lokalen Sorten.

Publikationen

Deutschsprachig

Strategien des Bundes zur Raumentwicklung ausgewertet

Eine nachhaltige räumliche Gesamtplanung ist ein zentrales Instrument zur Durchsetzung von raum- und flächenbezogenen Umweltzielen. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen hat ein Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes daher Bundesstrategien mit raumrelevanten Umweltzielen untersucht. Ziel war es, Leitbilder, Instrumente und Handlungsansätze bundesrelevanter Strategien zur Raumentwicklung und Raumordnung mit Umweltbezug zu identifizieren und im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Umweltschutz zu analysieren. Es wurden Erkenntnisse zur Analyse neuer Anforderungen an die räumliche Planung und Steuerung erarbeitet und strategiebezogene, raumplanungsbezogene und rechtliche Handlungsansätze abgeleitet.

Abschlussbericht für die Anpassung der Straßenentwässerung an Klimafolgen

Die Bundesanstalt für Straßenbau (BASt) hat den Abschlussbericht zu ihrem Forschungsprojekt „Beurteilung der Bemessung von Straßenentwässerungseinrichtungen nach RAS-Ew und RiStWag vor dem Hintergrund veränderter Temperatur- und Niederschlagsereignisse durch den Klimawandel in Deutschland bis zum Jahr 2100“ veröffentlicht. Bei dem Projekt wurde in vier verschiedenen Regionen in Deutschland geprüft, wie sich ändernde Starkregenereignisse und Trockenperioden auf die Straßenentwässerung auswirken. Die Erkenntnisse daraus sollen als Basis für eine Anpassung der Entwässerungssysteme an den Klimawandel dienen.

Englischsprachig

WHO und Leopoldina: Klimawandel und Gesundheit

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit und die daraus zu ziehenden Schlüsse für die Klimaanpassung sind Thema von Publikationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des European Academies Science Advisory Council (EASAC) an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. In ihrer Broschüre „Health and Climate Action“ legt die WHO die Zusammenhänge von Klima und Gesundheit dar. Daraus leitet sie konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung im Bereich Gesundheit ab und untermauert diese mit Beispielen aus der Praxis. „The imperative of climate action to protect human health in Europe“ des EASAC liefert neben den Hauptauswirkungen von Klimaveränderungen auf die Menschen direkte Handlungsvorschläge für das Gesundheitswesen.

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