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Luft

Seit Beginn der 1990er Jahre ist die Schadstoffbelastung der Luft in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dennoch kommt es immer noch zu Überschreitungen von Luftqualitätsgrenz- und Zielwerten. Am höchsten belastet ist die Luft in Ballungsräumen und an Orten mit starkem Verkehrsaufkommen.

Zu den Hauptquellen von Luftschadstoffen zählen die Energieerzeugung, der Straßenverkehr, die Landwirtschaft und die Produktion von Gütern. Für die Gesundheit des Menschen sind unter anderen Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon bedeutsam. Erhöhte Ozonkonzentrationen können auch Ökosysteme schädigen. Ebenso wirken sich versauernde und eutrophierende (nährstoffanreichernde) Luftverunreinigungen – vor allem Stickstoffoxide und Ammoniak, aber auch Schwefeldioxid – nachteilig auf empfindliche Ökosysteme und die Artenvielfalt aus.

Luftbelastungen halten sich nicht an Staats- und Ländergrenzen. Sie sind ein nationales, europäisches und teilweise auch ein globales Problem. Die Luftreinhaltung in Deutschland ist deshalb durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz und seine Verordnungen national geregelt und in internationale Strategien und Übereinkommen eingebettet. Wichtige Elemente sind dabei Grenzwerte, Zielwerte und nationale Emissionshöchstmengen für Luftschadstoffe sowie Regelungen zur Emissionsbegrenzung an der einzelnen Quelle (zum Beispiel Abgasnormen für Kraftfahrzeuge).

Wichtiges in Kürze

  • Ein Diagramm stellt für drei Luftschadstoffe dar, wie stark zwischen 2000 und 2018 im städtischen Hintergrund von Ballungsräumen im Durchschnitt WHO-Empfehlungen überschritten werden. Die Entwicklung der verschiedenen Schadstoffe ist unterschiedlich. Zwischen 2000 und 2018 liegen für Stickstoffdioxid die Werte zwischen 35,9 und 1,9 Prozent, für Ozon zwischen 71,0 und 76,8 Prozent und für Feinstaub (PM2,5) zwischen 77,3 und 24,8 Prozent.
    Indikator: Luftqualität in Ballungsräumen

    Die Grundbelastung in deutschen Ballungsräumen überschreitet die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO für drei wichtige Luftschadstoffe.In der Nähe von Schadstoffquellen können die Belastungen sogar noch deutlich höher sein.Bei Stickstoffdioxid und Feinstaub hat sich die Situation seit dem Jahr 2000 deutlich verbessert.Die Belastung durch Ozon und Feinstaub ist stark von der Witterung… weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt die Entwicklung des Ausstoßes von fünf Luftschadstoffen sowie eines Gesamt-Index relativ zum Basisjahr 2005 zwischen 1995 und 2017. Bis auf Ammoniak sinken alle Werte deutlich. Die Ziele für 2020 und 2030 sind angegeben.
    Indikator: Emission von Luftschadstoffen

    Der gemittelte Ausstoß von fünf Luftschadstoffen ging zwischen 1995 und 2017 jährlich um durchschnittlich fast 5 % zurück.Die Verpflichtungen des Göteborg-Protokolls für das Jahr 2020 werden im Mittel voraussichtlich erreicht werden.Die Ziele der europäischen NERC-Richtlinie für 2030 zu erreichen, ist eine große Herausforderung für die deutsche Umweltpolitik.Dafür müssen vor allem die Ammoniak-Emi… weiterlesen

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Luftbelastung in Ballungsräumen

Ballungsräume sind im Vergleich zu anderen Gebieten in Deutschland durch vielfältige menschliche Aktivitäten (Industrie, Gewerbe, Verkehr) geprägt und am stärksten durch Luftverunreinigungen belastet. Ein großer Teil der Stationen überschreitet Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). weiterlesen

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Ozon-Belastung

Die Höhe der Ozon-Spitzenkonzentrationen und die Häufigkeit sehr hoher Ozonwerte haben seit 1990 deutlich abgenommen. Der Zielwert für 2010 für den Schutz der menschlichen Gesundheit wird jedoch weiterhin überschritten. Im Unterschied zu der Entwicklung der Spitzenwerte nahmen die Ozon-Jahresmittelwerte in städtischen Wohngebieten im gleichen Zeitraum zu. weiterlesen

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Stickstoffdioxid-Belastung

Die Jahresmittelwerte der Stickstoffdioxid-Belastung zeigen seit 1995 eine Abnahme. An mehr als der Hälfte der verkehrsnahen Stationen überschreiten die gemessenen Stickstoffdioxid-Konzentrationen den seit 2010 einzuhaltenden Grenzwert. weiterlesen

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Feinstaub-Belastung

Gegenüber den 1990er Jahren konnte die Feinstaubbelastung erheblich reduziert werden. Zukünftig ist zu erwarten, dass die Belastung eher langsam abnehmen wird. Großräumig treten heute PM10-Jahresmittelwerte unter 20 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) auf. weiterlesen

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Schwermetalldepositionen

Bei den Schwermetallen Blei, Cadmium und Quecksilber ist ein Rückgang der atmosphärischen Einträge (Deposition) zu verzeichnen. Modellrechnungen zeigen: In Deutschland liegen die Schwermetalleinträge aus der Atmosphäre überwiegend bei 0,6 bis 1,8 kg Blei pro km², 20 bis 60 g Cadmium pro km² und 10 bis 30 g Quecksilber pro km². weiterlesen

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Nasse Deposition saurer und säurebildender Regeninhaltsstoffe

An den Stationen des UBA-Luftmessnetzes wurden von 1982 bis 2014 eine Abnahme saurer und säurebildender Regeninhaltsstoffe sowie eine geänderte Zusammensetzung des Niederschlags beobachtet. Die stärksten Abnahmen zeigten Wasserstoffionen und das schwefelhaltige Sulfat, während die stickstoffhaltigen Ionen Nitrat und Ammonium deutlich geringere Rückgänge aufwiesen. weiterlesen

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Bioindikation von Luftverunreinigungen

Aus der chemischen Analyse von Moosen lassen sich Rückschlüsse auf die atmosphärische Schadstoffbelastung ziehen (Biomonitoring). Seit 1990 nahm die Belastung durch die meisten Metalle flächendeckend deutlich ab. Für Stickstoff ist gegenüber 2005 keine Entlastung festzustellen. Bei der Erhebung 2015/16 fanden erstmals auch Untersuchungen zu organischen Schadstoffen statt. weiterlesen

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Emissionsminderung bei Kleinfeuerungsanlagen

Kleinfeuerungsanlagen sind eine wichtige Quelle von Luftbelastungen. Besonders problematisch sind ältere Holzfeuerungsanlagen. Der Einsatz modernster und emissionsarmer Anlagentechnik zahlt sich aus Umweltsicht aus. Im Folgenden werden unter Kleinfeuerungsanlagen alle Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung unter 1000 kW verstanden, die in der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung geregelt sind. weiterlesen

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Strategien zur Emissionsminderung von Luftschadstoffen

Um die Qualität unserer Luft zu verbessern, muss der Ausstoß von Schadstoffen gemindert werden. Maßnahmen auf nationaler Ebene reichen hierfür oftmals nicht aus, denn Luftschadstoffe können über weite Entfernungen transportiert werden. Daher haben die EU und die Parteien der Genfer Luftreinhaltekonvention nationale Emissionsminderungsverpflichtungen für verschiedene Stoffe festgelegt. weiterlesen

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Emissionsminderung bei Großfeuerungsanlagen

Großfeuerungsanlagen haben aufgrund der großen Brennstoffmengen eine erhebliche Umweltrelevanz. Seit den 1980er Jahren ist es in Deutschland gelungen, die durch sie hervorgerufene Umweltbelastung - insbesondere ihre Emissionen an Staub, Schwefel- und Stickstoffoxiden und Schwermetallen - erheblich zu senken. weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt