ATLANTIS - Atlantic Sea Level Rise: Adaptation to Imaginable Worst Case Climate Change

Hintergrund und Ziele

Das ATLANTIS-Projekt untersucht die Folgen eines Meeresspiegelanstiegs von fünf bis sechs Metern aufgrund des Kollapses des westantarktischen Eisschilds für das Rhône-Delta, die Niederlande sowie das Mündungsgebiet der Themse. Insbesondere werden die sozialen Konsequenzen von Klimafolgen und Anpassung an "vorstellbare worst-case-Szenarien" für den Klimawandel untersucht.

Neben je einem Szenario für die drei Regionen, wird eine formelle Risikoabschätzung durchgeführt und ein Ansatz gewählt, der soziale Werte berücksichtigt. Zudem wird die Theorie der optimalen Steuerung auf Katastrophen angewandt.

In den drei Fallstudien wird die Klimafolgenanalyse mit umfangreichen Konsultationen von Experten und Interessensvertretern kombiniert, wobei der Schwerpunkt darauf liegt was (seitens der Interessensvertreter) als wichtig angesehen wird gegenüber dem, was quantifizierbar ist.

Laufzeit

bis

Untersuchungsregion/-raum

Land
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Niederlande
Räumliche Auflösung / Zusatzinformationen 

Mündungsgebiet der Themse (England),

Mündungsgebiet der Rhone, Frankreich,

Rhein-/Maas-Delta, Niederlande

Schritte im Prozess zur Anpassung an den Klimawandel

Schritt 1: Klimawandel verstehen und beschreiben

Ansatz und Ergebnisse 

Im Rahmen des Projektes wurden drei vorwiegend qualitative Szenarien entwickelt, die jedoch in sich konsistent die komplexen Implikationen reflektieren. Somit liegen nicht die Fakten eines Meeresspiegelanstiegs von fünf bis sechs Metern im Mittelpunkt der Betrachtung, sondern dessen Bedeutung für die Menschen.

Die Szenarien wurden in einer Serie von Interviews und Workshops mit Interessensvertretern entwickelt. Das zentrale Szenario projizierte einen zusätzlichen Meeresspiegelanstieg von fünf Metern innerhalb eines Jahrhunderts.

Parameter (Klimasignale)
  • Meeresspiegelanstieg und Sturmfluten
Zeithorizont
  • langfristig = bis 2100 und darüber hinaus

Schritt 2a: Risiken erkennen und bewerten (Klimafolgen/-wirkungen)

Analyseansatz 

Es werden die sozialen Folgen eines Meeresspiegelanstiegs von fünf bis sechs Metern betrachtet. Alle drei Fallstudiengebiete wären stark von einem Meeresspiegelanstieg von fünf bis sechs Metern betroffen.

Auf Basis einer Risikoanalyse sowie Kosten-Nutzen Analyse ist eine Minderung der Treibhausgase unbedingt notwendig, um das Risiko des Kollaps der westantarktischen Eisdecke zu vermeiden. Eine Berechnung der Wahrscheinlichkeit des vollständigen Abschmelzens wurde jedoch nicht durchgeführt.

Schritt 3: Maßnahmen entwickeln und vergleichen

Maßnahmen und/oder Strategien 

Untersuchung der hypothetisch erforderlichen Anpassungsmaßnahmen in den drei Fallstudiengebieten anhand von Stakeholderkonsultationen. Ziel ist die Abschätzung der sozialen Konsequenzen von Klimafolgen und Anpassung an "vorstellbare worst-case-Klimaszenarien" in den drei Fallstudien.

Zeithorizont
  • 2071–2100 (ferne Zukunft)

Wer war oder ist beteiligt?

Förderung / Finanzierung 

Europäische Kommission: 5. Forschungsprogramm

Projektleitung 

Institut für Meereskunde, Hamburg University

Beteiligte/Partner 

Flood Hazard Research Centre, Middlesex University, London
International Institute for Applied Systems Analysis, Laxenburg
Stockholm Environment Institute
Institute for Environment Studies, Vrije Universiteit, Amsterdam
Symlog Institute, Cachan

Ansprechpartner

Forschungsstelle Nachhaltige Umweltentwicklung
Bundesstraße 55
20416 Hamburg

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Handlungsfelder:
 Küsten- und Meeresschutz