EU-Klimapolitik am Paris-Abkommen ausrichten

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Die Treibhausgasemissionen müssen drastisch sinken, damit sich die Erde nicht zu stark erwärmt.
Quelle: Philipp Schilli / fotolia.com

Die Erderwärmung muss auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden, um die Risiken abzumildern, so der Weltklimarat (IPCC). Ein UBA-Positionspapier zeigt, wie eine diesem Ziel entsprechende EU-Klimapolitik aussehen könnte. Denn schon bis 2020 sollen die Vertragsparteien ihren nationalen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens vorlegen. Bisher ist weit weniger zugesagt als nötig wäre.

Spätestens im Jahr 2020 sollen die am Übereinkommen von Paris beteiligten Parteien ihren nationalen Klimabeitrag (NDC) beim UN-Klimasekretariat bestätigen oder aktualisieren. Nicht erst seit dem im Oktober 2018 veröffentlichten Sonderbericht „1,5 Grad globale Erwärmung“ des IPCC ist bekannt, dass eine große Lücke zwischen den aktuell kommunizierten NDCs und den für die Einhaltung der im Paris-Abkommen vereinbarten Temperaturziele notwendigen Emissionsminderungsanstrengungen besteht. Der IPCC-Sonderbericht hat auch klar gemacht, dass die Risiken für Natur und Menschheit bei einer Erwärmung um 2 Grad gegenüber einer Erwärmung um 1,5 Grad sehr viel größer sind als ursprünglich angenommen. Im kommenden Jahrzehnt muss die Klimaschutzambition in und außerhalb der EU substanziell steigen und beschleunigt werden.

Das englischsprachige Papier enthält Empfehlungen des UBA, wie die Klimaschutzambition in Europa bis 2030 gesteigert werden sollte,  wie die EU sich auf globaler Ebene für ambitionierten Klimaschutz einsetzen sollte und welche Rolle die kooperativen Ansätze aus Artikel 6 des Paris-Abkommens spielen könnten, bei denen Staaten auf freiwilliger Basis zusammenarbeiten.