10 Jahre Übereinkommen von Paris
Wo stehen wir heute beim Klimaschutz? Eine Bilanz und Interviews mit Menschen, die 2015 in Paris dabei waren.
Wo stehen wir heute beim Klimaschutz? Eine Bilanz und Interviews mit Menschen, die 2015 in Paris dabei waren.
Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém (COP30) sind enttäuschend und spiegeln die komplexe geopolitische Situation wider, die substanzielle Fortschritte verhinderte. Der angedachte Fahrplan für den vollständigen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas scheiterte an starken Widerständen. Trotz der immensen Differenzen konnten viele Detail-Beschlüsse und kleine Erfolge erzielt werden.
Ab 10. November 2025 – 10 Jahre nach dem Paris-Übereinkommen – verhandelt die Staatengemeinschaft erneut über die Zukunft des globalen Klimaschutzes. Diesmal am Rande des Amazonas im brasilianischen Belèm, einem symbolträchtigen Ort, der als Hotspot der Artenvielfalt und indigenen Völker gilt. Im Fokus stehen die neuen nationalen Klimaschutzbeiträge und die Messbarkeit von Anpassungsfortschritten.
Weltweit müssen Volkswirtschaften und Infrastrukturen umgebaut werden, damit die Ziele des Übereinkommens von Paris erreicht werden können. Dafür sind enorme Geldmengen erforderlich. Industrieländer haben sich verpflichtet, die Entwicklungs- und Schwellenländer finanziell zu unterstützen. Wie groß ist diese Unterstützung und welche Rolle spielt dabei das "NCQG"?
Alle fünf Jahre sind die Vertragsstaaten des Übereinkommens von Paris dazu aufgerufen, neue nationale Klimaschutzbeiträge (NDC) vorzulegen. 2025 ist es wieder so weit. Mit den bis Mitte 2024 eingereichten NDCs steuert die Welt auf eine Erwärmung von 2,6 bis 3,1 Grad bis Ende des Jahrhunderts zu. Auf der COP28 verständigte man sich darauf, dass die neuen NDCs im Einklang mit 1,5 Grad stehen sollen.
Ende Februar haben sich die wichtigsten Köpfe der internationalen Klimawissenschaft und die Mitgliedsstaaten des IPCC („Weltklimarat“) in China getroffen, um den 2023 begonnenen siebten Berichtszyklus zum Sachstand des Klimawandels zu diskutieren. UBA-Mitarbeitende waren Teil der deutschen Delegation. Ein besonders brisanter Diskussionspunkt in China: der Zeitrahmen des siebten Sachstandsberichts.
Was ist eigentlich wirklich damit gemeint, wenn vom „1,5-Grad-Ziel“ für das Klima gesprochen wird? Woher kommt dieser Wert und wie wird er gemessen? Was passiert, wenn wir das Ziel überschreiten – gibt es danach noch ein Zurück unter 1,5 Grad Erderwärmung? Dieser Text geht auf die Hintergründe des 1,5-Grad-Ziels ein und erklärt, warum wir dieses Ziel in Reichweite halten müssen.
Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Baku (COP29) haben vor Ort und weltweit Enttäuschung ausgelöst. Trotzdem haben sie einen Beitrag zum internationalen Klimaschutzprozess geleistet. Dies ist unter den gegenwärtigen geopolitischen Bedingungen nicht selbstverständlich.