Erneuerbare Energien im Jahr 2017

Foto einer Fotovoltaik-Anlage auf einer Wiese, dahinter ein Rapsfeld und dahinter Windkraftanlagen vor blauem Himmelzum Vergrößern anklicken
Stets aktuelle Daten zur Energiewende liefert die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik.
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Der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Energieversorgung hat sich 2017 in den einzelnen Sektoren sehr unterschiedlich entwickelt: Während die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien um etwa 15 Prozent auf rund 218 Milliarden Kilowattstunden anstieg und bereits über 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs deckt, stagniert die Entwicklung in den Sektoren Wärme und Verkehr.

Der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Energieversorgung hat sich im Jahr 2017 in den einzelnen Sektoren sehr unterschiedlich entwickelt: Während die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien um etwa 15 Prozent auf rund 218 Milliarden Kilowattstunden anstieg und nun bereits über 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs deckt, stagniert die Entwicklung der erneuerbaren Energien in den Sektoren Wärme und Verkehr.

Im Einzelnen stellen sich die Entwicklungen wie folgt dar:

  • Nachdem der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch im Jahr 2016 stagnierte, verzeichnete er im Jahr 2017 mit einem Anstieg auf 36,2 Prozent einen kräftigen Sprung. Dies ist der bislang stärkste Zugewinn innerhalb eines Jahres. Ursächlich für den deutlichen Anstieg waren neben dem weiteren kräftigen Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten von Windenergieanlagen an Land und auf See auch deutlich bessere Windverhältnisse als im windschwachen Jahr 2016. 
  • Beim Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte sank der Anteil der erneuerbaren Energien gegenüber dem Vorjahr von 13,2 auf 12,9 Prozent. Während der gesamte Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte (und damit die Nutzung konventioneller Energieträger) im Jahr 2017 konjunkturbedingt anstieg, ging der Einsatz erneuerbarer Energieträger zur Wärmeerzeugung leicht zurück. 
  • Der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor stagnierte bei 5,2 Prozent. Zwar stieg die Nutzung biogener Kraftstoffe an, noch stärker wuchs jedoch der Gesamtenergieverbrauch im Verkehrssektor (also die Nutzung fossiler Kraftstoffe). Allein das günstige „Windjahr“ und der damit verbundene Anstieg des Anteils des erneuerbaren Stroms im Verkehr sorgte dafür, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehr insgesamt konstant gehalten werden konnte.

Die Publikation „Erneuerbare Energien in Deutschland – Daten zur Entwicklung im Jahr 2017“ stellt die oben genannten Entwicklungen graphisch und tabellarisch dar und gibt zusätzliche Hintergrundinformationen. Das Hintergrundpapier wurde von der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) auf der Grundlage verfügbarer, zumeist vorläufiger Daten erstellt. Es fasst die bisherigen Erkenntnisse für die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr zusammen, ergänzt um Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung sowie zur Emissionsvermeidung durch erneuerbare Energien.

Weitere aktuelle Daten und Fakten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien sind auf den Themenseiten des Umweltbundesamtes sowie im Internetportal Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verfügbar.