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Reiseführer

Ein Mann und eine Frau sehen sich verschiedene Bodenschichten in freier Natur an
Quelle: S.Schröder

Unser Bodenreiseführer lädt Sie ein, spannende Ausflüge zu unternehmen. Zahlreiche über Deutschland verteilte Erlebnispfade, Museen, Profilausstellungen und Kunstobjekte sind lohnende Reiseziele zum Abtauchen in das Universum Boden. Lassen Sie sich faszinieren von einzigarten Bodenprofilen und Stationen, die Geschichten über Kultur, Natur sowie Land und Leute erzählen.

Wir haben den Reiseführer „Die Böden Deutschlands“ für das Internationale Jahr der Böden redaktionell überarbeitet und werden die stetig steigende Zahl an Reisezielen weiter aktualisieren.

Für die Wanderungen und Erlebnispfade gelten drei Schwierigkeitsgrade:

  • Schwierigkeitsgrad 1: befestigter Weg oder Schotterweg; kaum Steigungen
  • Schwierigkeitsgrad 2: unbefestigter Weg oder Trampelpfad; leichte Steigungen
  • Schwierigkeitsgrad 3: schwer begehbarer Weg; deutliche Steigungen

Redaktionelle Hinweise zu Reisezielen mit Bezug zum Boden nehmen wir gerne entgegen.

Viel Vergnügen! 

Reiseführer Boden

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Eigenschaften

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Erlebnispfade, Exkursionen

Bodenerlebnispfad Festung Rosenberg (Oberfranken)

Der Bodenerlebnispfad befindet sich an der imposanten und nie bezwungenen Festung Rosenberg in Kronach. Bei einer abwechslungsreichen Wanderung mit insgesamt 11 Stationen können Sie den faszinierenden Boden mit allen Sinnen erleben und besser verstehen lernen. Auf dem 2,5 Kilometer langen Rundweg erleben Sie einen Ausschnitt aus der Vielfalt der regionalen Böden, die aus den besonderen geologischen Gegebenheiten resultiert. Sie lernen die Gesteinsvielfalt der Region kennen, können mehrere Millionen alte, konservierte Böden bestaunen oder verschiedene Bodenarten und Naturmaterialien beim Barfußpfad erfühlen. Auch Informationen über die Spuren, die die Menschen über die Jahrhunderte dort hinterlassen haben, sind auf den Informationstafeln erklärt. Der Pfad führt zum Bespiel durch einen Anschnitt des früheren Festungswallsystems. Durch die integrierten, interaktiven Elemente ist der Lehrpfad auch bestens für Kinder geeignet. Weitere Informationen finden Sie hier.  
Ausstellungen, Erlebnispfade, Museen

Geologischer Garten und Erlebniswelt Boden im Zoologischen Garten

Beide, der Geologische Garten und die Dauerausstellung "Erlebniswelt Boden", waren Teil der Landesgartenschau 1994 in Hof  und wurden in den Jahren 2011 und 2014 erneuert. Der Maulwurf "Mauli Buddelkopf" informiert und begleitet die Besucher.Im Geologischen Garten werden an 50 Exponaten die Entstehung und Eigenschaften der Gesteine des Fichtelgebirges, der Münchberger Masse, des Frankenwaldes und des Vogtlandes erläutert. Geländemodelle und Objekte aus der steinreichen Ecke Bayerns, aber auch der Nachbau der historischen Altstadt von Hof mit Pflastersteinen, ermöglichen einen interessanten Einblick. Informationstafeln erläutern dazu die Hofer Erdgeschichte und den Zusammenhang zwischen dem geologischen Untergrund und dem Boden. Interaktive Elemente laden ein, sich auch spielerisch mit den Themen Geologie und Boden auseinander zu setzen.Die Erdaustellung "Erlebniswelt Boden" befindet sich gleich gegenüber. An sieben Stationen wird erklärt, wie sich Boden entwickelt, wer so alles in ihm wohnt, welche Gefahren für den Boden bestehen und was in ihm verborgen sein kann. Dank verschiedener Elemente zum Schauen, Staunen und Spielen ist die Ausstellung auch bestens für Kinder geeignet. So kann man am "Drehrad" erfahren, wie der Nährstoffkreislauf funktioniert, an der "Bodenlupe" ein paar Freunde des Maulwurfs kennen lernen oder auch den Regenwurm am "Regenwurmschaukasten" bei der Arbeit beobachten. Weitere Informationen finden Sie hier.
Erlebnispfade

Bodenlehrpfad Schwaighauser Forst

Der Bodenlehrpfad durch den Schwaighauser Forst im Landkreis Regensburg wurde von der TU München, den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung konzipiert. Der circa 1,5 Kilometer lange Rundweg gibt Einblick in die unterirdische Welt des Waldes. Acht Informationstafeln an verschiedenen Bodenprofilen informieren über die Entstehungsgeschichte derBöden um Regensburg, ihre Vielfalt, Funktionen und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.Weitere Informationen zum Download stehen auf der Internetsite des Lehrpfades bereit.
Erlebnispfade, Exkursionen

Bodenerlebnispfad Roggenburg (Schwaben)

Der Bodenerlebnispfad Roggenburg befindet sich am Langweiher im Bereich der Klostermühle in Roggenburg. Der Erlebnispfad ist etwa einen Kilometer lang und umfasst acht Stationen . Die begehbaren Bodenprofile mit unterschiedlichen Bodenprofilen laden zum Staunen undkennenlernen der Bodentypen ein. Die Schautafeln erklären anschaulich mit ausdrucksstarken Bildern den Boden und die Bodenbildungsprozesse. Durch die interaktiven Elemente erfreuen sich auch Kinder an diesem Rundweg und lernen spielerisch den Boden kennen.Ganz in der Nähe befindet sich das Prämonstratenser-Kloster mit dem Bildungszentrum für Familie, Umwelt und Kultur und dem Walderlebniszentrum, die das ganze Jahr verschiedene Veranstaltungen und Kurse anbieten. Weitere Informationen finden Sie hier.
Erlebnispfade

Erlebnispfad Wentruper Berge

Die Wentruper Berge liegen am Rande der Stadt Greven im Naturschutzgebiet "Ems-Aue" und werden von den Einheimischen auch "Püppkesberge" genannt. Die Berge bestehen aus Sanddünen, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts immer wieder auf Wanderschaft gegangen sind. Um mehr als 20 Meter überragen einzelne Dünen die Umgebung. Einige Pflanzen wie Sandsegge, Sandstraußgras und Sandrapunzel weisen auf die Dünen hin. Erst die Aufforstung mit Kiefern hielt den Sand fest und schaffte der Wanderung Abhilfe. Hier wurde ein Erlebnispfad mit 13 Station eingerichtet, die über Tier- und Pflanzenwelt sowie die Entstehung und Entwicklung der Landschaft in der Emsaue informieren. An jeder der 13 Station kann eine Aufgabe gelöst werden. Die Fragen sind auch im Flyer beschrieben und reichen vom Waldboden bis zu historischen Spuren.
Erlebnispfade

Erlebnispfad "KulturLand Schelphof"

Das Projekt KulturLand Schelphof will die Entstehung von Kulturlandschaft aufzeigen und Funktion sowie Bedeutung der (ökologischen) Landwirtschaft erlebbar machen. Das Ravensburger Hügelland wird wegen seiner fruchtbaren Böden schon seit Jahrhunderten intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Landschaft ist von dieser historischen Entwicklung geprägt, an der die Landwirtschaft maßgeblich beteiligt ist. Kein Naturraum ist unberührt, Landbearbeitung hat die Landschaft verändert. Die Anlage des Erlebnispfades will die Landwirtschaft bewusst "in Szene" setzen und bezieht sich nicht nur auf einzelne Stationen, sondern besonders auf die umgebenden Flächen. Zu den Stationen gehört auch ein begehbares Bodenprofil, das den Bodenaufbau zeigt: Die fruchtbaren Löss-Lehm-Böden werden in den oberen 30cm regelmäßig bearbeitet und sind dadurch gut belüftet und humushaltig. Der darunter liegende tonhaltige Lehm staut aber häufig das Wasser. Deswegen nennen Landwirte solche Böden auch "Minutenböden". Sie sind nach starken Regenfällen zunächst sehr nass und matschig, dann aber im Sommer auch wieder schnell trocken. Ein Infopavillion und eine Broschüre mit Karte informieren am Startpunkt über den Erlebnispfad und seine Stationen.
Erlebnispfade

Mützenicher Venn

Das Mützenicher Venn liegt nahe den belgischen Hochmooren im nördlichen Teil des Naturraums Hohes Venn auf einer Höhe von 620 Meter über dem Meeresspiegel. Die Moorlandschaft befindet sich auf einer Hochebene mit mächtigen basenarmen Verwitterungstonen über kambrischen Gesteinen. Stauwasserböden mit meist langanhaltender Nassphase wechseln sich mit nährstoffarmen Mooren ab. In flach eingetieften Rinnen entwässern Grundwasserböden mit zum Teil braun gefärbten Bächen die wasserreiche Landschaft. Eine weitere Besonderheiten sind die Relikte postglazialer Frosthügel, so genannter Palsen. Infotafeln erläutern die Renaturierungsmaßnahmen, informieren über Fauna und Flora und beschreiben anschaulich die Genese der Frosthügel und die Moorbildung. Ein acht Meter hoher Aussichtsturm erlaubt einen Blick über die Vennlandschaft bis zum Nationalpark Eifel. Weitere Informationen finden Sie hier.
Sonstiges

Bodenaufschluss am Rothaarsteig

Der gesamte Rothaarsteig ist 220km lang und führt von Dillenburg im Westerwald durch das Rothaargebirge nach Brilon. Von allen Ortschaften entlang des Rothaarsteiges lassen sich Teilabschnitte erwandern. Der hier beschriebene Einstieg zum Rothaarsteig befindet sich am Rhein-Weser-Turm direkt auf dem Kamm des Rothaargebirges. Dort gibt es nicht nur eine Reihe von Freizeitangeboten, sondern auch eine herrliche Aussicht. Der Turm liegt direkt auf der Wasserscheide von Rhein und Weser. In nur 400 m Entfernung liegt ein interessanter Bodenaufschluss (Geopunkt 38: Schürfgrube), der eine für diese Region typische Braunerde zeigt. Auf einer Infotafel werden alle Böden erläutert, die am Rothaarsteig vorkommen. Wer auf verschlungenen und stillen Pfaden weiter seinen Wanderweg durch den Wald sucht, findet auf dem Kamm des Rothaargebirges immer wieder schöne Ausblicke in die Landschaft und Einblicke in den Boden.    
Bodenstationen

Radtour "Heckenroute" zur Boden-Entdeckerstation Kattenvenne

Die Radroute „Heckenroute“ führt 35 Kilometer durch die Parklandschaft des Münsterlandes. Fast überall säumen Hecken und kleine Bauernwälder den Weg. Zwischendurch geben sie den Blick frei auf feuchte Wiesen und Weiden. Dabei geht es auch durch das Niedermoorgebiet Lilienvenn, das für Wiesenvögel von besonderer Bedeutung ist. An der Station drei der Tour geht es zum Bodenlernstandort Kattenvenne. Dazu ist lediglich ein kleiner Umweg von 300 Metern erforderlich, der ausgeschildert ist und sich allemal lohnt.Zwei begehbare Bodenprofile führen in die „Unterwelt“ und zeigen eindrucksvoll, wie der Mensch den ursprünglichen Boden verändert hat, um ihn fruchtbarer zu machen. Es handelt sich um einen Podsol und einen daraus durch den Menschen entwickelten Plaggenesch. Der Podsol zeigt den typischen Boden, wie er sich nach der Eiszeit aus den kalk- und nährstoffarmen Sandböden entwickelt hat. Durch jahrhundertelangen Auftrag von humusreichen und mit Tierexkrementen angereicherten Plaggen aus Gras- oder Heidesoden, die den Nährstoff- und Wasserhaushalt  des Bodens verbessern sollten, entstand aus dem Podsol der Plaggenesch. Als Relikt einer heute nicht mehr betriebenen Bewirtschaftungsform ist der Plaggenesch als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte ein besonders schutzwürdiger Boden, wie er nur in wenigen Gebieten in Nordwestdeutschland vorkommt. An dem Bodenlernstandort befinden sich Tische und Bänke und somit die Möglichkeit zu einem Picknick. Der Kreis Steinfurt bietet kostenlose Führungen für Vorschul- und Schulklassen sowie sonstige Gruppen an. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Erlebnispfade

Bodenlehrpfad "Niedermoor - Heiliges Meer"

Die Außenstelle des Museums für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen/Lippe bietet am Heiligen Meer bei Recke im Norden des Münsterlandes eine besonders gute Gelegenheit, Entstehung und Veränderung eines Niedermoors zu erleben. Der angelegte Rundweg führt durch einen Erlenbruchwald, in dem abgestorbene Bäume langsam zerfallen, zum circa 1400 Jahre alten Erdfallsee Großes Heiliges Meer. Dies ist der größte natürliche See in Westfalen. Er verlandet allmählich und entwickelt sich zu einem Niedermoor. Während an den flachen Ufern im Schilfgürtel und im Erlenbruchwald unter dauernassen Bedingungen das Niedermoor wächst, vererdet das Moor östlich des Sees durch Entwässerung. Fünf Stationen zeigen von der freien Wasserfläche mit Schilfzonen über wachsendes Niedermoor bis zum vererdeten Niedermoor unter artenreichem Feuchtgrünland die unterschiedlichen Stadien. Diese unterschiedlichen Zustandsstufen werden in einem Faltblatt erläutert, das im Informationszentrum am Startpunkt bereit liegt. Der Moorwanderweg kann mit der 42 km langen Fahrradtour "Seenroute" verbunden werden.
Erlebnispfade

Wuppertaler Bodenerlebnispfad: Vom Hahnerberg in das Gelpetal

Der Bodenerlebnispfad beginnt bei der Station Natur und Umwelt im Stadtteil Cronenberg. Sie ist eine kommunale Einrichtung für Umweltbildung und Umwelterziehung im Bergischen Land. Auf circa sieben Hektar sind Blumen und Feuchtwiesen, Magerrasen, Moor, Sand-, Garten- und Ackerflächen mit verschiedenen Pflanzen und Bodenbearbeitungsmethoden zu erleben. Eine Besonderheit ist das Bodenprofil, an dem Kinder selbst Graben können. Auf dem weiteren Rundweg zeigen sich entlang des Gelpetals an zehn Stationen verschiedene Böden im Bereich von Wald, Wiesen und des Flussverlaufs der Gelpe. Die Route verläuft teilweise im Bereich des Wanderweges "Historisches Gelpetal", auf circa der Hälfte des Weges bieten das "Haus Zillertal" und das "Restaurant Zum Gelper Hof" Einkehrmöglichkeiten. Alternativ zum circa vier km langen Rundweg kann man ab dem Jasperskotten der Gelpe weiter bis zum Büngershammer und Unterdahl oder zum Zillertal folgen. Bei diesen circa sieben km langen Varianten können weitere Industriedenkmäler im Gelpetal sowie ein alter Hohlweg besichtigt werden. Es gibt noch 2 weitere Boden-Erlebnis-Pfade: "Vom Beuler Bach zum Hölker Feld" "Vom Eskesberg in die Varresbeck" Weitere Informationen finden Sie hier.
Bodenstationen

"Boden&Wein" in Unterfranken

Um die Vielfalt der Böden in Unterfranken vorzustellen, wurde die Reihe "Boden und Wein - Eine Initiative zur Stärkung des Bodenbewusstseins in Unterfranken" konzipiert. Böden entwickeln sich im Lauf von Jahrtausenden aus verwitterten Gesteinen und abgestorbenen Pflanzenresten. Die geologische Vielfalt der Gesteine sowie spezielle klimatische Bedingungen führen zur Entstehung unterschiedlicher Böden. Um die Wertschätzung für dieses endliche Gut in der Bevölkerung zu wecken und zu schärfen, fördert das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zahlreiche Initiativen. In Zusammenarbeit von Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt entstand das hier dargestellte Projekt. Die zehn Bodenstationen befinden sich in den Weinbergen von Aschaffenburg bis Zeil am Main. Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper bestimmen deren geologischen Untergrund. An den Stationen Alzenau-Michelbach, Bürgstadt, Castell, Hallburg, Handthal, Homburg, Klingenberg, Retzstadt, Vogelsburg und Zeil am Main ist jeweils ein überdachtes Bodenprofil zu sehen, zu dem eine Informationstafel und -blatt ausführliche Informationen geben. Da auch der Weinbau thematisiert wird, sind die meisten der Profile in reizvoller Landschaft inmitten der Weinberge gelegen. Die Strecken zwischen den Stationen sind mit einem geeigneten Verkehrsmittel zurückzulegen. Die Tafeln berichten an allen Stationen über die Landschaftsgeschichte und Geologie, Böden und Weinbau, einschließlich der jeweiligen Rebsorten am Standort. Bodenprofile und Tafeln sind in sehr gepflegtem Zustand. Letztere stellen die Inhalte kurz, aber präzise, interessant und auch für Laien verständlich dar.  
Kurzlink: www.umweltbundesamt.de/n305645de