Reiseführer
Quelle: S.Schröder
Unser Bodenreiseführer lädt Sie ein, spannende Ausflüge zu unternehmen. Zahlreiche über Deutschland verteilte Erlebnispfade, Museen, Profilausstellungen und Kunstobjekte sind lohnende Reiseziele zum Abtauchen in das Universum Boden. Lassen Sie sich faszinieren von einzigarten Bodenprofilen und Stationen, die Geschichten über Kultur, Natur sowie Land und Leute erzählen.
Wir haben den Reiseführer „Die Böden Deutschlands“ für das Internationale Jahr der Böden redaktionell überarbeitet und werden die stetig steigende Zahl an Reisezielen weiter aktualisieren.
Für die Wanderungen und Erlebnispfade gelten drei Schwierigkeitsgrade:
- Schwierigkeitsgrad 1: befestigter Weg oder Schotterweg; kaum Steigungen
- Schwierigkeitsgrad 2: unbefestigter Weg oder Trampelpfad; leichte Steigungen
- Schwierigkeitsgrad 3: schwer begehbarer Weg; deutliche Steigungen
Redaktionelle Hinweise zu Reisezielen mit Bezug zum Boden nehmen wir gerne entgegen.
Viel Vergnügen!
Reiseführer Boden
85 - 96 von 107
Bodenlehrpfad Kalchreuth-Wolfsfelden (Mittelfranken)
Der 1,5 km lange Bodenerlebnispfad Kalchreuth-Wolfsfelden beginnt und endet am Parkplatz in der Nähe der Wolfsfelder Wiese. Folgt man der Wegmarkierung (roter Fuchs auf gelbem Hintergrund) führt die Ausschilderung zu zehn Stationen mit interessanten Fachinformationen zum Thema Boden und der Möglichkeit ihn an acht Stationen mit den Händen zu begreifen.
Die einzelnen Bodenaufschlüsse, zum Beispiel Ton-, Sand- und Stauwasserboden, liegen direkt am befestigten Weg und sind somit gut auffindbar. Profile, die etwas weiter im Wald liegen (erste und letzte Tafel), sind durch große Wegweiser ausgeschildert.
Auf den Informationstafeln werden die jeweiligen Bodentypen anhand der Rubriken Aufbau, Eigenschaften, Entstehung und Belastung der Böden erläutert. Es gibt zudem immer ein Schema, welches die Horizonte darstellt. Auf den Rückseiten der Tafeln werden noch weitere bodenspezifische, aber auch regionale Themen aufgegriffen. Diese reichen von allgemeinen Aspekten über die Bedeutung der Bodenart bis hin zum Bodenschutz. Außerdem werden regional typische Böden sowie der lichtdurchflutete Nürnberger Reichswald mit seinen Besonderheiten wie den Tiegeltonlöchern und Steinbrüchen vorgestellt. Obwohl detailliert und mit Fachwörtern angereichert, sind die Texte für Groß und Klein gut verständlich.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Riegeler Lösswand
Der Naturpfad Riegeler Michaelsberg vermittelt an 16 Stationen einen Einblick in die Naturgeschichte Riegels. Eine Station des Naturlehrpfades ist die 20 Meter hohe Riegeler Lösswand. Auf der dazugehörigen Tafel wird ausführlich über die Entstehung dieses einzigartigen Aufschlusses berichtet.
Löss ist ein kalkhaltiges, gelblich-braunes, ungeschichtetes Sediment, das durch Wind transportiert wird. Vor allem während der Eiszeiten wurde Löss durch die von den Gletschern herabfallenden Winde in weite Teile des Gletschervorlandes eingeweht.Löss ist vom Korndurchmesser etwas kleiner als der feinste Sand und zählt mit 0,01-0,05 Millimeter Durchmesser zur Bodenart des Schluff. Auf Löss entwickeln sich die fruchtbarsten Böden, da Löss sehr viel Wasser speichern kann und somit gute Wuchbedingungen für Pflanzen bietet. Lössböden befinden sich meist unter Ackernutzung. Wegen seiner geringen Bindigkeit ist der Löss allerdings auch sehr anfällig für Erosion.
Die Riegeler Lösswand ist über einen zum Teil steilen, aber kurzen unbefestigten Stichweg vom Hauptwanderweg des Naturpfades zu erreichen. Insgesamt dauert die Erkundung des gesamten Naturpfades etwa 2 Stunden. Der Anspruch der Informationstafel richtet sich hauptsächlich an interessierte Erwachsene. Der Text ist in Deutsch, Englisch und Französisch abgebildet.
Bodenlehrpfad Beuren
In der abwechslungsreichen Landschaft am Fuß der Schwäbischen Alb entstand 2002 der Bodenlehrpfad Bauren. Zwischen Weinbergen, Obstwiesen und Wäldern können auf zwei Teilstrecken mit einer Gesamtlänge von 4,3 km die hier vorkommenden Böden mit ihrem Aufbau und den unterschiedlichen Eigenschaften erkundet werden.
Darüber hinaus erfahren Besucher auch Wissenswertes über die Landschaft und ihre Nutzungsgeschichte. Am Parkplatz des Freilichtmuseums Beuren befindet sich die erste von 10 Stationen. Von hier aus kann die kürzere südliche Teilstrecke des Lehrpfades begangen werden oder der nördliche 3 km lange Rundweg. Der nördliche Teil ist im Gegensatz zum steilen, unbefestigten südlichen Pfad auch für Kinderwagen geeignet. Regenwurm Bodo zeigt desn interessierten Gästen den Weg zur nächsten Station, so dass der Lehrpfad leicht erkundet werden kann. Es besteht die Möglichkeit einer Teilnahme an öffentlichen Führungen zu festgelegten Terminen. Außerdem stehen ein Begleitheft mit dem Inhalt der Informationstafeln oder ein kostenloses Faltblatt vor Ort zur Verfügung.
Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Bodenlehrpfad Beuren.
Profilsammlung Universität Hohenheim
Das Institut für Bodenkunde und Standortlehre der Universität Hohenheim bietet viele Möglichkeiten die Böden der Region zu erkunden. Angeboten werden eine Führung über den institutsnahen Bodenlehrpfad und durch die umfangreiche Lackprofilsammlung.
Direkt auf dem Gelände beginnt ein als Rundweg angelegter Lehrpfad. Er führt auf Feld- und Waldwegen zu verschiedenen Bodentypen: Pararendzinen, Parabraunerden und Pseudogleye, die sich in Plateaulagen aus dem hier verbreiteten Lösslehm entwickelt haben. An den Hängen finden sich infolge der Erosion geringmächtigere Fließerden. Es ist möglich den Lehrpfad mit dem eigenen Fahrrad zu erkunden.
Außerdem befindet sich eine große Sammlung mit 50 Lackprofilen im Institutsgebäude. Dort können diverse Bodentypen und der Aufbau der Böden besichtigt werden. Die fachkundigen Führungen umfassen auch einen Blick auf die Mineral- und Gesteinssammlung, als der Grundlage für die Bodenentwicklung.
Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von der Universität Hohenheim.
Bodenkundlicher Lehrpfad Karlsruhe-Weiherfeld
Der Lehrpfad “Weiherfeld” erschließt die Niederterrassenlandschaft im Süden von Karlsruhe zwischen den Stadtteilen Weiherfeld und Rüppur. Der 6 km lange Pfad ist als Rundwanderweg auf gut ausgebauten Wegen angelegt.
Der Lehrpfad umfasst 11 Informationspunkte zum Thema Boden. Auf Tafeln werden die Entstehung von Böden, der Bodenschutz, die Landschaftsgeschichte sowie das Thema Altlasten erläutert. Es werden sechs verschiedene Bodenprofile gezeigt und auf Schautafeln beschrieben. Das Profil einer Parabraunerde ist sogar begehbar. Bei den gezeigten Böden handelt es sich um einen ehemals stark grundwassergeprägten Boden (Gley), ein Moor, eine podsolige Braunerde, einen Auengley sowie einen aufgetragenen Boden.
Den Weg weist ein Schild mit einem kleinen Maulwurf. Im Internet kann ein Faltblatt zum Lehrpfad heruntergeladen werden. Das Faltblatt gibt die Infotafeln wieder und enthält eine Karte mit der Wegbeschreibung, die die Orientierung auf dem Lehrpfad deutlich erleichtert.
Bodenlehrpfad Stadtwald Ehrenfriedersdorf - Greifensteine
Die Stadt Ehrenfriedersdorf liegt im Erzgebirge, ca. 25 km südlich von Chemnitz. Ehrenfriedersdorf bildet einen geeigneten Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflugsziele im Erzgebirge und im benachbarten Tschechien. Dazu zählt das bekannte Naherholungsgebiet mit den „Greifensteinen“, die mit ihrer Granitwollsackverwitterung eine imposante Kulisse für den Bodenlehrpfad geben. Zahlreiche Wanderwege rund um das Greifensteingebiet durchziehen eine weitgehend intakte Natur.
Die Konzeption des Lehrpfades wurde vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie gemeinsam mit dem Institut für Bodenkunde und Standortslehre der TU Dresden entwickelt. Er umfasst 10 Schautafeln, wobei der ca. 3 km lange Rundweg durch eine alte, durch Zinnabbau geprägte Bergbaufolgelandschaft führt. Natürliche und bergbaulich veränderte Böden bieten in enger Vergesellschaftung eine große Vielfalt. Mit 8 Bodengruben wird dieses typische und breite Bodenspektrum des Gebietes aufgezeigt. Bei den Böden handelt es sich u. a. um Skeletthumusböden, Podsole, Braunerden, Pseudogleye und Regosole aus Granit, Glimmerschiefer und Lösslehm. Dabei werden den Besuchern sowohl der Aufbau eines Bodenprofils wie auch die Grundlagen für das Verständnis von Bodeneigenschaften und Bodenfunktionen erläutert.
Ein besonderes „Highlight“ für die Besucher ist die Verknüpfung des Bodenlehrpfades mit dem Waldgeisterweg.
Bodenlehrpfad Bad Schlema - Westerzgebirge
Die Gemeinde Bad Schlema, die mit den benachbarten Bergstädten Schneeberg, Stadt „Aue“, Lößnitz, Lauter und Schwarzenberg dem Städtebund „Silberberg“ angehört, liegt im Schlematal, einem Nebental der Zwickauer Mulde. Das seit 2004 anerkannte Radonheilbad lockt Kurgäste aus der gesamten Bundesrepublik an.
Der Bodenlehrpfad in Bad Schlema bietet die Möglichkeit typische Böden einer durch den Uranbergbau veränderten Landschaft kennenzulernen. Er zeigt in einem landschaftlich sehr abwechslungsreichen Gebiet natürliche und bergbaulich veränderte Böden in enger Vergesellschaftung. Dabei wird dem Besucher erläutert, dass Boden nicht nur ein schützenswertes Gut ist, sondern auch einen Schutz vor radioaktiver Strahlung darstellt. Dies wird anschaulich durch die Aspekte und Ziele der Haldensanierung demonstriert. Zusätzlich werden die vordergründigen Funktionen der Begrünung als Erosionsschutz und ihre positiven Auswirkungen auf die Natur näher erläutert. Drei Bodenprofile erklären dem Besucher den Zusammenhang zwischen Ausgangsgestein und Bodenbildung. Die Notwendigkeit des Bodenschutzes wird vermittelt, indem der Besucher über die verschiedensten Bodengefährdungen informiert wird. Der Lehrpfad bringt die Bodenentstehungsgeschichte im Zusammenhang mit der regionalen Kulturgeschichte nahe und zeigt, dass Boden als kulturhistorisches Archiv von großer Bedeutung ist.
Der Biedenkopfblick bietet auf dem Pfad einen herrlichen Blick auf das Kurparkgelände und die Bergbaufolgelandschaft. Hier kreuzt der Bodenlehrpfad den „Bergbau- und Sanierungslehrpfad der Wismut GmbH", der die Geschichte des Uranbergbaus und die Rekultivierungsmaßnahmen informativ näher bringt. Der ca. 4 km lange Rundweg endet an dem Geotop „Roter Kamm“, einer aus einem Quarz-Eisensteingang gebildeten Felsenklippe. Sie ist der heute noch sichtbare Teil einer erdgeschichtlichen Störungszone.
Bodenlehrpfad Sächsische Schweiz
Der Bodenlehrpfad gibt interessierten Menschen die Möglichkeit, einen Einblick in den Boden zu gewinnen und dessen Rolle im Ökosystem sowie die unmittelbaren Beziehungen zur Pflanzenwelt zu entdecken. Er stellt die Verschiedenartigkeit der Böden auf engem Raum, die daraus ableitbare Landschaftsgeschichte, die standortökologischen Eigenschaften und die dadurch bedingten Nutzungspotenziale dar.
Bewusst wurde der Lehrpfad in das Umfeld der markanten Felsformationen der Sächsischen Schweiz eingebettet und folgt einem Rundweg um den Sandstein-Felskomplex des Gohrisch. In seinem Verlauf werden typische Bodenformen der Sächsischen Schweiz, aber auch lokale Besonderheiten erläutert. Innerhalb des eigentlichen Felskomplexes sind Böden erosionsbedingt nur kleinflächig ausgebildet. Entlang von Felsbändern, in Kluftzonen und verwitterungsbedingten Hohlformen sind flachgründige Frühstadien der Bodenbildung anzutreffen. Dazu zählen Ranker und Felshumusböden, außerdem sind stellenweise bereits Podsole früher Entwicklungsstadien vorhanden.
An den Felsformationen des Gohrisch lassen sich die zur Entstehung der Böden führenden Verwitterungsprozesse gut beobachten. Der Fuß des Felsens wird von einem Steilhangbereich umsäumt, der aus hangumgelagerten Verwitterungsprodukten des Sandsteins besteht. Dabei handelt es sich um mehrschichtige, tief- bis sehr tiefgründige reine, bis schwach lehmige Sande mit wechselnden Grobbodengehalten in Form von Grus oder Steinen.
Bodenlehrpfad Tharandter Wald
Im Tharandter Wald, dem größten Waldgebiet Sachsens und einem beliebten Naherholungsgebiet von Dresden, haben Besucher die Möglichkeit, typische Böden dieser Landschaft zu erkunden. Der Lehrpfad wurde gemeinsam vom Institut für Bodenkunde und Standortslehre der Technischen Universität Dresden und dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie entwickelt.
Er umfasst 6 zugängliche Bodenprofile und 11 Schautafeln. Bei den Böden des Lehrpfades handelt es sich um Braunerden und Podsole aus verschiedenen Sandsteinablagerungen der Kreidezeit sowie aus Tertiär-Basalt. Das jahreszeitlich variable Auftreten von wechselfeuchten Bedingungen und Staunässe ist relativ verbreitet und führt zur Ausprägung von typischen Merkmalen der Pseudogleye. Dies äußert sich in einem marmorierten, teilweise gebleichten Bodenhorizont. Das Stauwasser selbst stellt vor allem im Waldbau bezüglich des Anbaus von Fichten und Buchen eine Beeinträchtigung dar, da Stauwasser die Standortbedingungen verschlechtert.
Zum Bodenlehrpfad gibt es einen Exkursionsführer mit umfangreichen Informationen zum Natur- und Kulturraum sowie detaillierten Profilbeschreibungen und Laboranalysen. Dieser verdeutlicht, dass der Boden ein Teil der belebten Umwelt ist und arbeitet die Bedeutung heraus, die einem sorgsamen Umgang mit Böden für eine nachhaltige Landnutzung zukommt. Ein kleines »Highlight« liegt in der Aue eines Baches, in dessen Einzugsbereich sich eine spätmittelalterliche Siedlung befand. Dort entwickelte sich ein durch menschlichen Einfluss umgelagerter Schichtboden. Der Bodenlehrpfad ist auch mit dem Wanderrundweg „Geologisches Freilichtmuseum“ verknüpft.
Geopfad Triebischtal
Entlang der Triebisch zwischen Rothschönberg und Miltitz verbindet der Geopfad Triebischtal auf 7 km Länge eine Auswahl der interessantesten geologischen und bergbauhistorischen Punkte des Nossen- Wilsdruffer-Schiefergebirges. Durch steil stehende Schichten können entlang des Tales Sättel und Mulden durchwandert werden, ein ständiger Wechsel des Gesteins wird geboten.Insgesamt 12 Schautafeln informieren über geologische und regionalgeschichtliche Themen. In zahlreichen kleineren Steinbrüchen können Gesteinsproben gesammelt werden und geologische Aufschlüsse der örtlichen. Bau- und Lockergesteinsgewinnung, dokumentieren die ehemalige Nutzung des Gebietes. Der Rothschönberger Stolln ist seit 2019 Bestandteil der Objektliste UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge. Neben dem Geopfad Triebischtal gibt es die Möglichkeit auf dem Wanderweg Triebischtal weitere interessante Geotope zu entdecken.
Informationen zu diesen Routen sind im Internet erhältlich.
Geoökologischer Erlebnispfad Gau-Algesheim
Die Geoökologie ist die Lehre von der gesamten Landschaft und der in ihr bestehenden Wechselbeziehungen zwischen der Umwelt, den Pflanzen und der Tierwelt. Der Erlebnispfad in Gau-Algesheim erläutert auf einer Gesamtstrecke von 7,5 km anhand von 15 Informationstafeln verschiedene Aspekte der Geoökologie.
Der Pfad führt an Weinbergen, Obstwiesen, Ackerland und Wäldern am Rand des Rheinhessischen Hügellandes vorbei. Der Gesteins- und Bodenaufbau, seltene Pflanzen und Tierarten sowie herrliche Ausblicke in die Umgebung runden das Erlebnis ab. Bänke und ein Aussichtspavillon laden zum Verweilen ein.
Die leicht verständlichen Thementafeln behandeln neben der Geologie der Umgebung, dem Wasserkreislauf und landwirtschaftlichen Themen auch das Thema Boden. Als Besucher kann man sich gut von der Beschilderung leiten lassen. Ein Faltblatt mit Karte sowie eine ausführliche Beschreibung des Pfades sind zusätzlich in der örtlichen Touristeninformation erhältlich. Das Ausleihen eines Bohrstocks zur Entnahme von Bodenproben kann unter der Tel.-Nr. 06725-4446 vereinbart werden.
2015 kamen 2 weitere Informationstafeln hinzu, die auf seltene Bodendenkmale entlang der Hangkante hinweisen und ihren geschichtlichen Hintergrund erläutern. Dank der in den letzten Jahren entwickelten Methode der LIDAR-Laserscan-Aufnahmen kamen sechs systematisch angelegte Infanteriestellungen, errichtet 1914 - 1915 inmitten der ungeordneten Hinterlassenschaften der historischen Kalksteinbrüche, zum Vorschein. Deutlich, und Dank der Bewaldung im Naturschutzgebiet geschützt, sind nun auch im Gelände die noch gut erhaltenen Vertiefungen der Unterstände sowie der Lauf- und Schützengräben erkennbar.
Führungen können bei der Tourist-Info Gau-Algesheim, Marktplatz 1, Telefon 06725-992143, Touristik@Gau-Algesheim.de gebucht werden.
Ruhr Museum Essen
Das Ruhr Museum befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, Schacht XII in Essen. Es existiert seit dem 1.1.2008 innerhalb der Stiftung Zollverein in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landschaftsverbandes Rh einland und der Stadt Essen. Als Regionalmuseum neuen Typs zeigt es in seiner Dauerausstellung die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes. Es versteht sich nicht als klassisches Industriemuseum, sondern als Gedächtnis und Schaufenster der neuen Metropole Ruhr.In einer Dauerausstellung werden die wichtigsten Böden des Ruhrgebietes gezeigt und deren natürliche Eigenschaften im Landschaftshaushalt beschrieben.Exemplarische Beispiele der ausgestellten Bodenprofile sind eine vom Nordufer des Baldeneysees in Essen stammende flachgründige Braunerde aus Lösslehm, die sich über einer verwitterten Ruhrsandsteinschüttung entwickelt hat sowie ein Pseudogley aus flachem periglaziärem Sand und Schluff über tertiärem Ton aus der Lintorfer Mark bei Ratingen.