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Reiseführer

Ein Mann und eine Frau sehen sich verschiedene Bodenschichten in freier Natur an
Quelle: S.Schröder

Unser Bodenreiseführer lädt Sie ein, spannende Ausflüge zu unternehmen. Zahlreiche über Deutschland verteilte Erlebnispfade, Museen, Profilausstellungen und Kunstobjekte sind lohnende Reiseziele zum Abtauchen in das Universum Boden. Lassen Sie sich faszinieren von einzigarten Bodenprofilen und Stationen, die Geschichten über Kultur, Natur sowie Land und Leute erzählen.

Wir haben den Reiseführer „Die Böden Deutschlands“ für das Internationale Jahr der Böden redaktionell überarbeitet und werden die stetig steigende Zahl an Reisezielen weiter aktualisieren.

Für die Wanderungen und Erlebnispfade gelten drei Schwierigkeitsgrade:

  • Schwierigkeitsgrad 1: befestigter Weg oder Schotterweg; kaum Steigungen
  • Schwierigkeitsgrad 2: unbefestigter Weg oder Trampelpfad; leichte Steigungen
  • Schwierigkeitsgrad 3: schwer begehbarer Weg; deutliche Steigungen

Redaktionelle Hinweise zu Reisezielen mit Bezug zum Boden nehmen wir gerne entgegen.

Viel Vergnügen! 

Reiseführer Boden

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Eigenschaften

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Erlebnispfade

Bodenlehrpfad Forsthaus Hohenroth

Der Bodenlehrpfad Forsthaus Hohenroth, eingebettet in die landschaftlich reizvolle Mittelgebirgslandschaft zwischen Rothaargebirge, Westerwald und dem Bergischen Land, spiegelt die landschaftliche Vielfalt auch in den Böden des Lehrpfades wider. Der Bodenlehrpfad ist als Rundweg konzipiert und führt, ausgehend vom Waldinformationszentrum Forsthaus Hohenroth, auf gut erschlossenen Wegen von 6 Kilometer Länge zu 9 Standorten, an denen u. a. die für das Gebiet um die Quellen von Eder und Hoher Netphe charakteristischen Braunerden, Grundwasserböden, Moore und Auenböden aufgeschlossen sind. Auch werden der geologische Untergrund der Devon-Zeit in einem fossilreichen Steinbruch erkundet sowie besondere Themen wie Bodenversauerung und die enormen Waldschäden durch den Orkan „Kyrill“ von 2007 erläutert. Die Einrichtung des Lehrpfades wurde vom Geologischen Dienst NRW in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein, übernommen. Der Lehrpfad ist für Kinder und Jugendliche besonders geeignet und kann auch als außerschulischer Lernort besucht werden. Er liegt unmittelbar am Hauptweg des Premium-Wanderweges Rothaarsteig. Hinweis zu weiteren Sehenswürdigkeiten: Waldinformationszentrum mit wechselnden Ausstellungen, Öffnungszeiten in der Regel freitags bis samstags und an den Feiertagen von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr und nach Absprache für Gruppen. Wildgehege mit Rot- und Mesopotamischen Damwild, eine Aussichtsplattform mit Überdachung bietet auch für Rollstuhlfahrer guten Einblick in das Wildgehege. Auf einem Teilstück des Bodenlehrpfades, der sogenannten Kohlenstrasse, einer alten Handelsstrasse, befindet sich die "Allee der Bäume" mit den seit 1989 jährlich proklamierten Baum des Jahres. Eine Wildobstpflanzung auf dem Gelände des Waldinformationszentrums Links zu:   Waldland Hohenroth    Regionalforstamt  
Erlebnispfade

Böden in Wuppertal- Deponie Eskesberg

Die 1972 stillgelegte Deponie Eskesberg wurde 2005 in Deutschland zum bisher einzigen Naturschutzgebiet auf einer ehemaligen Deponie ausgewiesen.Im Rahmen der Rekultivierung wurde eine etwa 1 m dicke Boden-schicht aufgetragen. Man hat keine Pflanzensamen ausgebracht, wo-durch eine natürliche Entwicklung von Pflanzengesellschaften ermöglicht wurde. Heute bietet die Fläche  einen wertvollen Lebensraum für seltene und gefährdete Pflanzen, von denen einige auf der Roten Liste in Nordrhein-Westfalen stehen.Auf 4 Informationstafeln können sich Interessierte vor Ort über die Kulturgeschichte, die Bodenentwicklung, über das Biotop und die Deponie Eskesberg informieren.Neben dem Rundweg auf der Deponie Eskesberg bietet die Stadt Wuppertal 3 Bodenerlebnispfade im Stadtgebiet an. Informationsmaterial hierzu gibt es beim Ressort Umweltschutz sowie im Internet.
Sonstiges

RVR-Besucherzentrum Emscher Landschaftspark Haus Ripshorst

Anfang der 1990er Jahre erwarb der Kommunalverband Ruhrgebiet – Vorgänger des heutigen Regionalverbandes Ruhr (RVR) den ehemaligen Bauernhof „Haus Ripshorst“ und integrierte ihn in den Emscher Landschaftspark, einem Leitprojekt der Internationalen Bauausstellung Emscher Landschaftspark (IBA, 1989-1999). Sie verfolgte das Ziel, die ehemalige Industrielandschaft der Emscherzone zu einer nachindustriellen Kulturlandschaft weiterzuentwickeln. Dabei wurde die industriegeschichtliche Vergangenheit nicht ausgelöscht, sondern in die Gesamtgestaltung einbezogen und sichtbar gemacht. Das RVR-Besucherzentrum Emscher Landschaftspark bietet den Besuchern Infos über die Entstehung und Entwicklung des Emscher Landschaftsparks, gibt Auskunft über bedeutsame Standorte und Informationen über die Industrienatur und Industriekultur. Wer den Emscher Landschaftspark per Drahtesel erkunden möchte, kann sich hier auch Fahrräder ausleihen. Anhand von 5 Bodenprofilen werden zum einen die Veränderungen der Böden durch den Menschen (Industrieböden) und zum anderen die Rückgewinnung brachliegender Flächen durch die Natur dargestellt. Neben den ausgestellten Bodenprofilen steht vor Ort umfangreiches Informationsmaterial, wie ergänzende Broschüren und Radwanderkarten zu den Routen der Industrienatur und Industriekultur den Besuchern zur Verfügung.  
Erlebnispfade

Mülheimer Bodenschätze

Anhand von 10 Stationen werden interessierten Besuchern die Böden mithilfe von Informationstafeln, Profilen und Exponaten  anschaulich dargestellt. Der lange Bodenpfad führt durch das Ruhrtal zwischen Mülheim und Essen und über die Ruhrhöhen. Wer den ganzen Pfad erkunden möchte, dem wird wegen der erheblichen Länge empfohlen, sich ein Fahrrad auszuleihen. Allerdings ist es auch möglich, Teile des Pfades zu Fuß zu entdecken. Hierzu findet man im Internet eine Reihe empfohlener kleinere Entdeckerrouten. Der Lehrpfad ist sehr abwechslungsreich und gepflegt, jedoch nicht als Rundweg ausgewiesen. Daher ist es notwendig, sich das Faltblatt und die Übersichtskarte aus dem Internet auszudrucken bzw. die GPS Daten herunterzuladen. Eine Besonderheit des Lehrpfades bildet ein Kubus, anhand dessen verdeutlicht wird, wie sich der Boden durch den menschlichen Einfluss nachträglich verändert. Der Boden wird in seinem natürlichen Aufbau gestört und degradiert. Die oberen Bodenschichten werden teilweise abgetragen und durch künstliche Schichten wie Schotter und Asphalt ersetzt. So wird der Boden in seiner Funktion als Schadstofffilter und Wasserspeicher beeinträchtigt. Durch den zunehmenden Flächenverbrauch in Deutschland, d.h. die Versiegelung der Böden durch den Straßen- und Häuserbau, kann immer weniger Regenwasser versickern, was zu verstärktem oberflächlichen Abfluss und im Extremfall zu Überschwemmungen führt.
Museen

Kaiserstühler Weinbaumuseum

Ein Themenbereich des Kaiserstühler Weinbaumuseums widmet sich den typischen Weinbergsböden des Kaiserstuhls. Die vorgestellten und gut erläuterten  Bodenexponate wurden als Kastenprofile präpariert.Des Weiteren werden die Geschichte des Weinbaus, der Wandel von einst landwirtschaftlichen Betrieben zu reinen Weinbaubetrieben und die Hauptrebsorten im Kaiserstuhl ausführlich behandelt. Zahlreiche historische Exponate zum Weinbau und zur Kellerwirtschaft runden die Ausstellung ab. Zusätzlich gibt es jährlich wechselnde Sonderausstellungen.Die Ausstellung ist vor allem für interessierte Erwachsene geeignet. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Museum in den Schulferien schlecht zu erreichen, so dass die Anreise mit dem Pkw empfohlen wird.    
Erlebnispfade

Bodenlehrpfad Königsforst

Im stark besiedelten Rheintal liegt der seit 1997 als Waldnaturschutzgebiet ausgewiesene Königsforst bei Köln, ein geschlossenes Waldgebiet von circa 2500 Hektar Größe.Der Bodenlehrpfad präsentiert 6 typische Böden der Region. Fünf Profilgruben (Standorte 1-5) geben einen guten Einblick in den Aufbau und die Vielfalt von Waldböden. Die Besucher erfahren auf ausführlichen Tafeln neben bodenkundlichen Aspekten auch etwas über die Nutzung der Böden als Forststandorte.Der Lehrpfad wurde in Zusammenarbeit mit dem Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalens und dem Forstamt Bergisch-Gladbach (heute: Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft) eingerichtet und wird regelmäßig gepflegt.Eine Broschüre zum Bodenlehrpfad mit nützlichen Erläuterungen und Kartenmaterial ist beim Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen, dem örtlichen Forstamt und in digitaler Form auf der Homepage des Geologischen Dienstes erhältlich.
Erlebnispfade

Bodenlehrpfad Hürtgenwald-Raffelsbrand

Der Bodenlehrpfad führt durch das inselartig erhalten gebliebene Waldgebiet des Hürtgenwaldes „Todtenbruch“ und durch die ökologisch wertvollen Hochmoorgebiete. Anhand von sechs Bodenprofilen im Wald und im Hochmoor ist es möglich, einen Einblick in den Aufbau der Böden sowie in die Bedeutung des Bodens als Lebensraum und Pflanzenstandort zu bekommen. Der ausgeschilderte Lehrpfad führt durch das Waldgebiet Todtenbruch, in dem verschiedene Waldböden anhand von Profilgruben und ausführlichen Tafeln vorgestellt werden. Im Hochmoorgebiet ist es möglich, sich den Aufbau von Hochmooren anzuschauen. Der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalens und das Staatliche Forstamt Hürtgenwald haben den regelmäßig gepflegten Lehrpfad eingerichtet. Eine Broschüre mit begleitenden Informationen und einer Übersichtskarte kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden. Der Lehrpfad ist für die ganze Familie geeignet, für Kinder sind Erlebniselemente, zum Beispiel ein Bodentastpfad, integriert.
Erlebnispfade

Geopfad Kaisberg

Der Geopfad lädt als Teiletappe der GeoRoute Ruhr (Schwerte – Mülheim) zu einer Wanderung über den Kaisberg in Hagen-Vorhalle ein.  Start- und Zielpunkt des 5,5 km langen Rundweges ist das Wasserschloss Werdringen. Der Pfad verläuft entlang ausgeschilderter Wanderwege und führt Besucher durch einen 170 Jahre alten Buchenwald mit nährstoffarmen Braunerdeboden. Neun leicht verständliche Tafeln informieren über die Geologie der Region sowie das hier angesiedelte Kraftwerk. Auch die Bildung und der Aufbau von Braunerde sowie ihre Bedeutung als Pflanzenstandort werden thematisiert. Neben dem Rundweg bietet sich ein Besuch des Museums für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen an. Hier können neben archäologischen Artefakten auch zahlreiche paläontologische Fundstücke besichtigt werden, darunter z.B. die ältesten flugfähigen Insekten der Erdgeschichte aus dem Nationalen Geotop Hagen-Vorhalle. Besonderheit des GeopfadesIn einer  15 m hohen Sandsteinwand sind Abdrücke von fossilen Bäumen aus der Karbonzeit zu erkennen. Sie stammen von Bäumen, die keine feste Holzsubstanz besaßen und vermutlich in ihrem Inneren hohl waren.  Flüsse lagerten Sande in den damals tropischen Wäldern ab und überdeckten die abgestorbenen Bäume. Im Laufe der Zeit kam es zu weiteren Überlagerungen, wodurch sich der Druck auf die Sande und die Baumstämme verstärkte. Dadurch entstand Sandstein und in diesem Fall die Abdrücke der beiden Urzeit-Bäume. Mehr Informationen über den Geopfad Kaisberg finden Sie hier.
Profilsammlungen

Profilsammlung des Geologischen Dienstes

Der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Krefeld besitzt eine Lackprofilsammlung mit mehr als 100 Einzelstücken. Die Sammlung umfasst neben natürlichen Böden auch von Menschen veränderte Böden der Städte und Industriestandorte. Damit zeigen die Lackprofile die ganze Vielfalt der Böden des Landes Nordrhein-Westfalen. Anhand der Profile können die Entwicklung von Böden, ihre Eigenschaften und ihre Eignung als Landwirtschaftsstandorte nachvollzogen werden.In der Eingangshalle des Geologischen Dienstes gibt es ständig wechselnde Ausstellungen, in denen auch Lackprofile gezeigt werden. Als Dauereinrichtung ist auch ein Teil des größten Lackabzuges der Welt aus dem Tagebau Garzweiler mit beeindruckenden Paläoböden zu sehen. Die Ausstellungen können kostenlos während der Dienstzeiten des Geologischen Dienstes besichtigt werden.Ein Einblick in die gesamte Sammlung der Lackprofile mit einer erläuternden Führung ist nur nach vorheriger Vereinbarung möglich.
Profilsammlungen

Profilsammlung der Universität Bonn

Das Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES – Bereich Bodenwissenschaften) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität besitzt eine Sammlung von ca. 80 Lackprofilen von Böden, viele davon aus der Umgebung von Bonn. Im Treppenhaus sind u.a. Kolluvisole, Parabraunerden, Pseudogleye, Podsole, Gleye und Ranker ausgestellt. Alle Böden werden ausführlich erklärt.Zusätzlich gibt es weitergehende Informationen zu Themen wie dem Bodenschutz, der Bodenerosion, der Verlagerung von Nitrat in Böden oder der Funktion der Böden in der Landschaft sowie Poster aus aktuellen Forschungsarbeiten.Aufgrund der detaillierten fachwissenschaftlichen Beschreibung der Profile sind Vorkenntnisse empfehlenswert. Für interessierte Gruppen ab 10 Personen bietet das Institut Führungen durch die Sammlung an. Hierfür ist es notwendig, vorab einen Termin zu vereinbaren.
Profilsammlungen

Profilsammlung Karlsruhe

Im Regierungspräsidium Karlsruhe hängen in den Fluren insgesamt 30 verschiedene Lackprofile aus. Gezeigt wird eine Auswahl von Böden aus der Broschüre „Landschaften und Böden im Regierungsbezirk Karlsruhe“, die den verschiedenen Bodenlandschaften Oberrheinisches Tiefland, Schwarzwald, Gäulandschaften, Odenwald, Keuperhügel- und –bergland zugeordnet sind. Für jede Bodenlandschaft werden verschiedene typische und seltene Bodentypen gezeigt. Vom nur einige Kilometer südlich von Karlsruhe gelegenen "Bodenkundlicher Lehrpfad Karlsruhe-Weiherfeld“ sind insgesamt 7 Profile ausgestellt.Die sehr informative und fachkundige Broschüre „Landschaften und Böden im Regierungsbezirk Karlsruhe“ kann auf der Website des Regierungspräsidiums heruntergeladen werden.
Kurzlink: https://www.uba.de/n305645de