Nr.: 61Newsletter Klimafolgen und Anpassung

Liebe Leserinnen und Leser,

welche Auswirkungen der Klimawandel auf unser Leben und Wirtschaften hat, hängt von ganz verschiedenen Faktoren ab. Die klimatischen Veränderungen, wie steigende Temperaturen, wirken sich je nach regionaler Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftswachstum oder Landnutzung ganz unterschiedlich auf Mensch und Umwelt aus. In dem aktuellen Schwerpunktartikel stellen wir Ihnen drei sozioökonomische Szenarien für Deutschland vor, mit denen das Umweltbundesamt die zukünftigen Klimarisiken bewerten wird.

Weitere aktuelle Veröffentlichungen des Umweltbundesamtes beschäftigen sich mit guter Beteiligungspraxis, Folgen des globalen Klimawandels für die deutsche Wirtschaft sowie Starkregenvorsorge. Außerdem haben wir Tipps für sommerliche Hitze und Hitzewellen für Sie zusammengestellt.

Eine interessante Lektüre wünscht
Ihr KomPass Team im Umweltbundesamt

Schwerpunktartikel

In die Zukunft geschaut: sozioökonomische Szenarien

Ein Mann blättert in einer Broschüre
Sozioökonomische Szenarien zeigen mögliche Zukünfte für Deutschland
Quelle: Umweltbundesamt / Plischke

Um die künftigen Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland im Rahmen der Klimawirkungs- und Vulnerabilitätsstudie (KWVA) 2021 im Auftrag der Bundesregierung zu analysieren und zu bewerten, werden neben Klimaprojektionen auch sozioökonomische Szenarien benötigt. Daher wurden im Auftrag des Umweltbundesamtes drei sozioökonomische Szenarien auf nationaler und regionaler Ebene entwickelt, die mögliche und wahrscheinliche Szenarien bis 2045 abbilden. Diese sind mit den sozioökonomischen Entwicklungspfaden (SSPs) des Weltklimarates (IPCC) sowie den vorhandenen sozioökonomischen Projektionen für die Bereiche, Bevölkerung, Wirtschaft, Klimaschutz, Verkehr in Deutschland, die der langfristigen Politikgestaltung dienen, kompatibel. Solche integrierten Szenarien, die Demographie und Ökonomie gemeinsam betrachten, umweltökonomische Kennzahlen fortschreiben und regionale bis hochaufgelöste Ergebnisse produzieren, sind eher selten. Durch die Integration eines nationalen und eines regionalen Modells ist es möglich, eine Vielzahl von relevanten Kennzahlen wie die Bevölkerungsentwicklung oder Erwerbstätigkeit auf regionaler Ebene abzubilden. Der Artikel vermittelt einen Überblick – von der Entwicklung der Szenarien bis hin zu den Ergebnissen.

KomPass – In eigener Sache

Menschen für Klimaresilienz begeistern – so klappt's im Alpenraum

Das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung am Umweltbundesamt hat kürzlich die Broschüre „Anpassung an den Klimawandel: Gute Beteiligungspraxis im Alpenraum“ veröffentlicht. Darin finden sich zahlreiche gute Beispiele zu Formaten, die in Städten und Regionen des Alpenraums angewendet wurden, um Menschen für die Gestaltung einer klimaresilienten Gesellschaft zu gewinnen. Die Übersicht in der Broschüre bietet Interessenten aus Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen auf lokaler und regionaler Ebene Anregungen für eigene Beteiligungsformate sowie Hinweise für ihre erfolgreiche Umsetzung. Die Broschüre ist ein Ergebnis des Projektes „GoApply – Multidimensional Governance of Climate Change Adaptation in Policy Making and Practice“, welches im EU-Alpenraumprogramm gefördert wurde. Sie steht in vier weiteren Sprachen zum Download zur Verfügung: Französisch, Italienisch, Slowenisch und Englisch.

Globale Klimafolgen und die deutsche Wirtschaft

Dass der Klimawandel die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft in zahlreichen Bereichen direkt treffen und beeinträchtigen wird, hat das Umweltbundesamt in der Vulnerabilitätsanalyse 2015 dargestellt. Wie der Klimawandel über die internationalen Handelsverflechtungen wirkt, wurde jedoch bisher kaum untersucht. Der vorliegende erste Forschungsbericht analysiert die Exposition des deutschen Außenhandels gegenüber dem weltweiten Klimawandel und schätzt die Relevanz über Import und Export je Warengruppe ab. Eine Kurzfassung wurde bereits 12/2018 veröffentlicht. Für 2020 ist ein zweiter Bericht mit weitergehenden Modellierungen und Handlungsempfehlungen geplant.

Konferenzdokumentation: Wissenschaftliche Methoden für die Anpassung an Klimafolgen

Ist Deutschland bei der Klimaanpassung auf dem richtigen Weg? Und wie lässt sich überhaupt feststellen, welche Maßnahmen sich dafür eignen? Diesen Fragestellungen widmete sich die Fachtagung des Umweltbundesamtes „Mit wissenschaftlichen Methoden die Klimaanpassung unterstützen“ am 26. März 2019. Der Tag in Dessau stand im Kontext der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS), deren Fortschreibung der Bund für 2020 plant. Der Auftrag zur Fortschreibung umfasst auch eine unabhängige Evaluierung der DAS. Daher hat das Umweltbundesamt eine passende Evaluationsmethode entwickeln und anwenden lassen. Auf der Fachtagung wurden die verwendeten Methoden vorgestellt und Einblick in die laufenden Arbeiten gegeben. Des Weiteren sollen zukünftig ökonomische Aspekte der Anpassung besser abgeschätzt werden können. Dafür hat ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die volkswirtschaftlichen Folgen des Klimawandels in Deutschland detailliert modelliert. Auf dieser Grundlage werden mögliche Anpassungsmaßnahmen und -instrumente sowie deren Wechselwirkungen untereinander analysiert.

Anpassungspolitik – Neues aus Bund, Ländern und Kommunen

Bundesumweltministerium: Mehr Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum

Eine Maßnahme zur Gesundheitsvorsorge bei heißen Tagen ist es, gut zugängliche öffentliche Trinkwassermöglichkeiten in Städten zu etablieren. Die Initiative des Bundesumweltministeriums „Wasserwende – Trinkwasser ist Klimaschutz“ stellt Informationen zum Trinkwasser bereit, schafft öffentlich sichtbare Wasser-Trink-Orte, entwickelt Bildungsangebote für Kitas und führt Umstiegsberatungen für Trinkwasser in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen durch. Das Projekt spart somit nicht nur klimaschädliche Treibhausgase ein, sondern trägt auch zur Anpassung an erhöhte Temperaturen als Folge des Klimawandels bei. Zugleich reduziert öffentliches Trinkwasser Verpackungsabfälle und entlastet Haushalte mit geringem Einkommen.

Baden-Württemberg arbeitet an Masterplan Wasserversorgung

Das Umweltministerium und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg erstellen in den kommenden Jahren einen „Masterplan Wasserversorgung“. Damit will das Land die Wasserversorgung vor dem Hintergrund des Klimawandels sichern. Der Masterplan soll dazu alle relevanten Daten zur aktuellen Versorgungsstruktur aufführen. Darüber hinaus soll er Prognosen zur Entwicklung der Wasserressourcen und des Trinkwasserbedarfs sammeln. Mit diesem Wissen sollen die Kommunen befähigt werden, die Wasserversorgung zu optimieren. Denn bereits 2018 habe es während der Trockenperiode punktuell Engpässe in der Wasserversorgung geben.

Thüringen legt integrierte Klimaschutzstrategie vor

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat die vom Kabinett verabschiedete Klimaschutzstrategie vorgestellt. Damit hat Thüringen erstmals ein konkretes Maßnahmenpaket der Energie- und Klimapolitik, das Klimaschutz und Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels vereint. Die Klimaschutzstrategie ist das Ergebnis eines breiten Beteiligungsprozesses. Über zwei Jahre haben über 500 Thüringerinnen und Thüringer dazu beigetragen, ein konkretes Bild für klimafreundliches Handeln im Land zu zeichnen.

Aus Forschung und Praxis

Regional

Niedersachsen: Studie zeigt abnehmende Grundwasserneubildung

Eine aktuelle Klimawirkungsstudie für Niedersachsen zeigt, dass die Grundwasserneubildung in dem Bundesland zukünftig im Sommer abnehmen und im Winter zunehmen könnte. Im Jahresdurchschnitt soll sie hingegen unverändert bleiben. Problematisch ist der Rückgang der Grundwasserneubildung im Sommerhalbjahr, da hier besonders viel Wasser für die Vegetation, Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und als Kühlwasser benötigt wird. Um eine effektive Planung von Anpassungsmaßnahmen möglich zu machen, stellt die Studie genaue Karten zu regionalen Veränderungen in den Bereichen Böden, Grundwasser und Oberflächengewässer zur Verfügung, die die Auswirkung durch Klimaveränderung sowohl für die nahe Zukunft (2021-2050) als auch für die ferne Zukunft (2071-2100) zeigen.

Mehr öffentliche Trinkwasserstellen für Bremen

Im Rahmen der Umsetzung seiner Klimaanpassungsstrategie installiert Bremen mehr Trinkwasserzapfstellen im öffentlichen Raum. Der erste Schritt dazu wurde am 3. Mai mit der Inbetriebnahme des ersten von insgesamt fünf zusätzlichen Wasserbrunnen getan. Die Hansestadt greift mit der Installation auch einer möglichen europaweiten Regelung zu mehr verfügbaren Trinkwasser in der Öffentlichkeit vor, über die das Europaparlament ab diesem Jahr verhandeln will.

Saarlands Umweltministerium unterstützt kommunale Starkregenvorsorge

Das saarländische Umweltministerium unterstützt mit dem Pilotprojekt „Starkregenvorsorgekonzepte“ Kommunen bei der Planung von Vorsorgemaßnahmen bei Starkregenereignissen. Dafür wurden beispielhaft für die drei Kommunen Eppelborn, Sulzbach und Wadern Starkregenkonzepte erstellt. Diese wurden als Grundlage genutzt, um in einer vergleichenden Studie Handlungsempfehlungen für Kommunen zur Methodik bei der Erstellung von Starkregengefahrenkarten zu erarbeiten. Zusätzlich will das saarländische Umweltministerium Mitte des Jahres eine Förderrichtlinie für Maßnahmen im Hochwasser- und Starkregenmanagement verabschieden.

EU-Projekt LIFE LOCAL ADAPT sucht Modellprojekte zur kommunalen Klimaanpassung

Das EU-Projekt LIFE LOCAL ADAPT sucht in einem Wettbewerb gute Projektideen von Kommunen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Gefragt ist alles rund um die Themen Hitzebelastung, Trockenheit oder Starkregen. Drei Gewinner werden bei nichtinvestiven Maßnahmen mit durchschnittlich 30.000 Euro pro Projektidee unterstützt. Zu den unterstützenden Leistungen können beispielsweise Konzeptionen, Planungen, Analysen oder Öffentlichkeitsarbeit gehören. Die Erfahrungen und Ergebnisse der Modellprojekte sollen auf andere Kommunen übertragbar sein und ausgetauscht werden.

Exotische Mückenart wird in Hessen heimisch

Nach der Asiatischen Tigermücke und der Asiatischen Buschmücke hat mit der Aedes koreicus eine weitere exotische Stechmückenart begonnen, sich in Deutschland zu etablieren. Laut Berichten der Senckenberg Gesellschaft und der Goethe-Universität habe sich eine Population der Mückensorte in Wiesbaden gebildet, zu einer großflächigen Ausbreitung sei es aber noch nicht gekommen. Begünstigt wird die Ausbreitung der Insekten auch durch die Veränderung der klimatischen Verhältnisse. Die eigentlich in Korea, Japan, China und Teilen Russlands heimische Aedes koreicus profitiert vor allem davon, dass ihre Eier mittlerweile auch die Winter in Deutschland überdauern können. Die Mücken gelten als potenzielle Überträger von Krankheiten wie etwa der Japanischen Enzephalitis.

Neue Wärme- und Trockenrekorde in Baden-Württemberg

Ein Jahr negativer Rekorde zeigt der Bericht zur klimatischen Einordnung des Jahres 2018 für Baden-Württemberg. Demnach war das Jahr im langjährigen Vergleich besonders warm und brachte neben hohen Ozonkonzentrationen auch erhöhte Wassertemperaturen, die die Lebewesen im Wasser schwächten. Darüber hinaus habe das besonders warme Jahr deutlich an den Wasserreserven gezehrt. Der Bericht geht deshalb auch gesondert auf Temperaturen und Niederschläge im vergangenen Jahr ein und zeigt deren Auswirkungen auf die Gewässer in Baden-Württemberg.

Stadtklimaprojekt in Halle (Saale) übergibt Abschlussbericht

In Halle (Saale) ist Anfang Mai ein längerfristiges Projekt zur Ermittlung des Klimas in der Stadt zu Ende gegangen. Die erhobenen Daten dienten als Grundlage, um anhand von speziellen Modellen des Deutschen Wetterdienst (DWD) Prognosen über künftige Veränderungen zu treffen. Insbesondere die Ergebnisse zu Wärmeinseleffekten und nächtlichen Kaltluftflüssen sind hilfreich für stadtplanerische Gestaltungsmaßnahmen. Um die Daten zu gewinnen wurden unter anderen drei Straßenbahnen an den Fahrerkabinen mit Messinstrumenten für Temperatur und Feuchtigkeit ausgestattet. Darüber hinaus gab es mehrere temporäre Messstationen im Stadtgebiet, die Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und teilweise auch Sonneneinstrahlung lieferten.

National

Mit präzisen Klimavorhersagen die Wirkung von Anpassungsstrategien besser abschätzen

Präzisere Klimavorhersagen ermöglichen eine bessere Einschätzung der Wirkungen und Folgen von Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Um genauere Klimavorhersagen zu ermöglichen, hat die DFG-Forschungsgruppe „Regionaler Klimawandel“ an der Uni Hohenheim sieben Jahre lang den Zusammenhang zwischen Agrarlandschaften und Klimawandel erforscht. Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass der Einbezug von Kulturpflanzen in Klimasimulationen zu wesentlich präziseren Klimaprognosen führt. Die entwickelte Methode ist mittlerweile in das weltweit verbreitete Computermodell zur Wettervorhersage und Klimamodellierung „Weather Research and Forecasting Model“ (WRF) eingeflossen.

Die Folgen von Dürre und Hitze: Ergebnisse der bundesweiten Risikoanalyse 2018 vorgelegt

Die jährliche bundesweite Risikoanalyse für den Bevölkerungsschutz 2018 wurde Ende April vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe veröffentlicht. Wie in jedem Jahr war die Annahme eines denkbaren Extremereignisses für Deutschland Gegenstand der Analyse. Vor dem Hintergrund der Trockenheit im vergangenen Jahr wurde bei diesem Mal eine mehrjährige Dürre als mögliches Szenario gewählt. Die Analyse listet unter anderem Erkenntnisse für die Trinkwasserversorgung, die öffentliche Abwasserbeseitigung, das Gesundheitssystem, die Umwelt und den Ernährungssektor auf. Hinzu kommen Erfordernisse an die Gefahrenabwehr. Daraus lassen sich auch Maßnahmen in Bezug auf die Klimafolgeanpassung ableiten.

Deutscher Städtetag gibt Handreichung zur Anpassung an den Klimawandel heraus

Der Deutsche Städtetag hat eine Empfehlung zur Anpassung an den Klimawandel in den Städten herausgegeben. Zentral ist das Anliegen, dass bei allen Investitionen die zu erwartenden Klimaänderungen berücksichtigt werden sollten. Deshalb zeigt der Maßnahmen- und Forderungskatalog wichtige Handlungsfelder für die Ausrichtung von Anpassungsprozessen in der Zukunft. Parallel gibt der Städtetag einen Überblick zu dem notwendigen ganzheitlichen Planungsansatz zur Klimaanpassung und zur Koordination der einzelnen Maßnahmen durch eine entsprechende Stelle vor Ort.

Erste Professur für Klimawandel und Gesundheit in Deutschland

Um die Zusammenhänge zwischen Klimaveränderungen und der Bevölkerungsgesundheit zu erforschen, hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die bundesweit erste Professur für Klimawandel und Gesundheit eingerichtet. Die Medizinerin und Epidemiologin Prof. Dr. Dr. Sabine Gabrysch wird diese Position zukünftig übernehmen.

Global

Handbuch für die Rolle von Bürgerinitiativen im Hochwasserrisikomanagement

Das Projekt des Austrian Climate Research Programme (ACRP) BottomUp:Floods hat untersucht wie Bürgerinitiativen in Österreich vor dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen einen Beitrag im Hochwasserrisikomanagement leisten können. Ergebnis ist ein interaktives Handbuch zum Hochwasserrisikomanagement für Bevölkerung und Behörden. Darin werden die Beteiligten, sei es Hochwasser- oder Zivilschutzexperten, Bürgerinitiativen oder Behörden, in ihren jeweiligen Rollen und Aufgaben während der unterschiedlichen Phasen eines Hochwassers dargestellt.

Publikationen

Deutschsprachig

UBA Studie: Starkregenvorsorge und wassersensible Stadtentwicklung

Starkregenereignisse mit großen Schäden haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Studie des Umweltbundesamtes „Vorsorge gegen Starkregenereignisse und Maßnahmen zur wassersensiblen Stadtentwicklung – Analyse des Standes der Starkregenvorsorge in Deutschland und Ableitung zukünftigen Handlungsbedarfs“ gibt nun Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Starkregenvorsorge. Dazu wurden Projekte recherchiert und beispielhafte Maßnahmen und Instrumente zur Starkregenvorsorge aus den Bereichen Multifunktionale Flächennutzung, Starkregengefahrenkarten sowie Warnung und Kommunikation näher analysiert. Die Studie analysiert auch die Hindernisse und Synergien, die bei der Integration des Starkregenrisikos in die Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie entstehen.

Bahn prüft Regelwerke hinsichtlich des Klimawandels

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat die Regelwerke für den Bahnbetrieb vor dem Hintergrund des Klimawandels auf Schwachstellen überprüft und die Ergebnisse veröffentlicht. Die zentrale Fragestellung war: Inwieweit werden einzelne Systeme im Bahnbetrieb von Extremwetterereignissen betroffen? Dafür wurden ausgewählte Verordnungen, Normen und Regelwerke, die den Bahnbetrieb strukturieren, gezielt überprüft. Diese Regelwerke wurden hinsichtlich von Klimaeinflüssen wie Temperatur, Niederschlag, Keraunischer Pegel und Wind bewertet und nötige Anpassungsbedarf ermittelt.

Themenheft zu gesundheitlichen Herausforderungen des Klimawandels

Das Bundesgesundheitsblatt hat seine Mai-Ausgabe den Herausforderungen gewidmet, die der Gesundheit der Menschen und dem Gesundheitswesen durch den Klimawandel entstehen. Dabei reicht das Themenspektrum von den Auswirkungen von Extremwetterereignissen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen bis hin zur organisierten Nachbarschaftshilfe bei Extremwetterereignissen. Ergänzend zu diesen Informationen ist jetzt auch eine aktualisierte Fassung des Informationsblatts zur Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa auf Deutsch veröffentlicht worden.

Magazin zu Klimawandel und Bevölkerungsschutz

Die neueste Ausgabe des Magazins des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge (BBK) befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Thema "Klimawandel und Bevölkerungsschutz“. Die Artikel widmen sich den Themen Anpassungsherausforderungen im Bevölkerungsschutz, Feuerwehreinsätze bei Starkregenereignissen, Extremwetter als interdisziplinäres Forschungsfeld, kommunale Hitzevorsorge und klimaangepasstes Bauen.

Englischsprachig

Klimawandel setzt Europas Energiesysteme unter Druck

In ihrem aktuellen Bericht warnt die Europäische Umweltagentur (EAA), dass der Klimawandel und extreme Wetterereignisse das europäische Energiesystem zunehmend unter Druck setzen. Zu den größten Herausforderungen zählen die Veränderung der Wasserverfügbarkeit, extreme klimabedingte Ereignisse sowie die Erhöhung der Luft- und Wassertemperaturen. Sie werden sich vor allem auf die Verfügbarkeit von Primärenergieträger – insbesondere erneuerbarer Energieträger – sowie auf die Umwandlung, die Übertragung, die Verteilung und die Speicherung von Energie auswirken. Um auch in Zukunft eine zuverlässige Energieversorgung zu gewährleisten, muss das europäische Energiesystem an extreme Wetterereignisse sowie weitere Klimafolgen angepasst werden.

Stand des Klimas in Europa

Der Bericht des Copernicus Climate Change Service (C3S) gibt Auskunft über das Wetter und Klima in Europa 2018. Der Bericht kombiniert Satellitenmessungen, globale Daten, Computermodelle und historische Daten. Er bietet eine Übersicht zu verschiedenen Klimaindikatoren sowie Bestandsaufnahmen zu Temperaturentwicklungen, Bodenfeuchtigkeit, Meeresspiegel und Wasserständen. Daraus wurden dauerhafte Trends abgeleitet. Sie sind ein wichtiger Baustein bei der Planung von langfristigen Anpassungsstrategien.

Überblick zu Werkzeugen zur Entscheidungsunterstützung bei der Anpassung an Klimafolgen

Das Journal „Climatic Change“ hat eine Sonderausgabe zu Werkzeugen zur Entscheidungsunterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel herausgegeben. Die Autorinnen und Autoren stellen verschiedene Werkzeuge und Plattformen aus England, Australien, den USA, Niederlande und Deutschland vor und beleuchten deren Entwicklung, Nutzung, Herausforderungen und Wirkung. Zusätzlich ordnet das Herausgeberteam die Ergebnisse in die Landschaft von Anpassungsplattformen und Klimadiensten ein und gibt Hinweise für gute Entscheidungsunterstützungstools.

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