Indikator: Engagement im Umweltschutz

Ein Diagramm zeigt den Anteil der Bevölkerung, der sich aktiv im Umwelt- und Naturschutz engagiert sowie den Anteil, der sich so ein Engagement vorstellen kann. Im Jahr 2006 waren es zusammen 51 %, 2018 57 %.zum Vergrößern anklicken
Anteil der Bevölkerung, der sich aktiv im Umwelt- und Naturschutz engagiert ...
Quelle: BMUB / Umweltbundesamt Diagramm als PDF

Inhaltsverzeichnis

 

Die wichtigsten Fakten

  • Im Jahr 2018 konnte sich etwa jede zweite Person in Deutschland vorstellen, sich aktiv am Umwelt- und Naturschutz zu beteiligen. 2016 war dies nur rund ein Drittel.
  • 12 % der Deutschen geben an, bereits in einem Umweltverband oder Ähnlichem aktiv zu sein.
  • Der Anteil der Menschen, die sich zukünftig ein Engagement vorstellen könnten, schwankt seit 2006 stark. Der Indikator zeigt keine eindeutige Entwicklung.
 

Welche Bedeutung hat der Indikator?

Mit unserem Verhalten beeinflussen wir Natur und Umwelt – sei es beim Arbeiten, in der Freizeit oder auf Reisen. In Deutschland hat der Umweltschutz tendenziell einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Dies zeigt die Umweltbewusstseinsstudie, die das Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt alle zwei Jahre veröffentlicht (UBA, BMU 2019). In dieser Studie werden regelmäßig Meinungen zur Umweltpolitik und zum Umweltschutz abgefragt.

Umweltschutz wird nicht nur durch die Politik, sondern maßgeblich auch durch die Arbeit von Freiwilligen vorangetrieben. Der Indikator zeigt das Potenzial an ehrenamtlichem Engagement im Umweltbereich und die Anzahl derer, die bereits in Umweltverbänden und Ähnlichem aktiv sind. Besonders große Relevanz für ein zukünftiges Engagement haben dabei zeitlich befristete und lokale Umweltschutzprojekte und -aktivitäten.

 

Wie ist die Entwicklung zu bewerten?

Der Indikator zeigt keine einheitliche Entwicklung. Zwischen 2008 und 2014 stieg der Anteil der Personen, die sich ein Engagement im Umweltschutz vorstellen können von 36 % auf 48 %. Nachdem er 2016 wieder sank, gab 2018 mehr als jede zweite Person an, sich das vorstellen zu können. 12 % gaben zudem an, bereits aktiv zu sein. Die Zahl derer, die sich zukünftig ein aktives Engagement vorstellen können, betrug 2016 noch 37 %.

Ein hohes Umweltbewusstsein ist nicht nur eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Lebensweise. Es ist auch ein wichtiger Treiber für eine starke Umweltpolitik, die die natürlichen Lebensgrundlagen angemessen schützen kann. Deshalb sollte ehrenamtliches Engagement und Beteiligung von der Umweltpolitik weiterhin unterstützt werden. Zudem gilt es, vermehrt Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Engagement für einen ökologisch nachhaltigen und zugleich sozial gerechten Wandel auch in anderen Bereichen zivilgesellschaftlichen Engagements gestärkt werden kann.

 

Wie wird der Indikator berechnet?

Seit 1996 wird im Zweijahresrhythmus mit der „Umweltbewusstseinsstudie“ repräsentativ erforscht, wie sich die umweltrelevanten Einstellungen und Verhaltensweisen der Bevölkerung in Deutschland entwickeln. Seit 2014 wird die Befragung online durchgeführt und junge Menschen der Altersgruppe zwischen 14 und 17 Jahren werden in die Untersuchung einbezogen. Ausführliche Informationen zur Erhebungsmethode finden sich in der Publikation „Umweltbewusstsein in Deutschland 2018“ (UBA, BMU 2019).

Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel "Umweltbewusstsein und Umweltverhalten".