Vom Stakeholderdialog Spurenstoffe zum „Spurenstoffzentrum des Bundes“
Das BMU hat 2016 einen Stakeholder-Dialog zur Erarbeitung einer Strategie zum Umgang mit „Spurenstoffen“ in Gewässern auf Bundesebene gestartet. Das Umweltbundesamt begleitet bisher diesen Dialogprozess fachlich zusammen mit dem Fraunhofer ISI und der IKU GmbH als Projektpartnern. Ziel ist es, den Eintrag von Spurenstoffen in die aquatische Umwelt zu vermeiden bzw. zu vermindern. Dazu bedarf es einer Kombination aus quellenorientierten und anwendungsorientierten sowie nachgeschalteten Maßnahmen mit einer ausreichenden Effektivität bei möglichst hoher Effizienz. Ein solcher Maßnahmenkatalog soll die Grundlage einer nationalen Spurenstoffstrategie bilden.
In einer ersten Phase bis Juni 2017 haben die Stakeholder erste Empfehlungen in einem Policy Paper erarbeitet. Diese wurden in der 2. Phase bis März 2019 konkretisiert. Vier Arbeitsgruppen erarbeiteten unter dem Stakeholder-Forum folgendes:
- Eine Vorgehensweise zur Auswahl relevanter Spurenstoffe
- Quellenorientierte Maßnahmen zur Umsetzung der Herstellerverantwortung
- Kommunikations-, bildungs- und anwendungsbezogene Maßnahmen
- Einen Orientierungsrahmen zur weitergehenden Abwasserbehandlung auf Kläranlagen.