Klimaneutral leben im Alltag

Erklärfilm: Klimaneutral leben im Alltag

Erklärfilm: Klimaneutral leben im Alltag

Je nach Lebensstil kann der persönliche CO2-Fußabdruck sehr unterschiedlich sein. Die wichtigsten Stellschrauben liegen im Bereich Mobiliät, Wohnen und Ernährung. Mit dem aktualisierten CO2-Rechner lässt sich der persönliche Abdruck berechnen - und zeigt, wie wir weniger CO2 im Alltag verursachen.

Klimaschutz ist wichtig, und Klimaschutz hat Eile. Eine klimaneutrale Gesellschaft ist kein abstraktes Ziel, sondern wird unser Leben in einzelnen Bereichen grundlegend verändern. Immer mehr Menschen setzen einzelne Bausteine bereits um und engagieren sich für ein klimaneutrales Leben in Deutschland. 

Wie können wir klimafreundlicher leben? 

In den Bereichen Bauen und Wohnen, Mobilität und Ernährung entstehen besonders viele Treibhausgase. Hier können also auch besonders viele Emissionen vermieden werden.

  • Mobilität: Die wichtigsten Stellschrauben sind die Zahl der Fernreisen, die zurückgelegten Autokilometer und der Kraftstoffverbrauch des Autos. 
  • Wohnen: Hier kommt es vor allem auf die Größe der Wohnfläche und den Dämmstandard in Bezug auf den Heizenergieverbrauch an. 
  • Ernährung: Tierische Produkte wie Fleisch, Käse oder Butter sind mit besonders hohen Emissionen verbunden. Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch verursacht zwischen elf und 30 Kilo Treibhausgasemissionen – Obst oder Gemüse dagegen liegen bei weniger als einem Kilo. Ein Liter Hafermilch spart gegenüber Kuhmilch bereits 1 kg CO2e ein. Bioprodukte sind außerdem ein wichtiger Beitrag für unter anderem Wasser- und Bienenschutz.

Wo liegt Ihr CO2-Ausstoß?

Mit dem UBA-CO2-Rechner können Sie selbst Ihren persönlichen CO2-Ausstoß ermitteln. Er enthält neben den oben genannten noch zwei weitere Bereiche: Konsum und öffentliche Infrastruktur, zum Beispiel Emissionen durch Verwaltung oder im Bildungswesen.

Der Rechner wurde im Oktober 2020 aktualisiert. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Aktualisierte Zahlen
  • Emissionen für Gebäudeerstellung und Autoherstellung werden jetzt extra ausgewiesen
  • Neuer Schnellcheck, der auch das Einkommen berücksichtigt
  • Flugrechner jetzt basierend auf Realverbräuchen
  • Kreuzfahrten und Haustiere werden neu berücksichtigt

Klimagasemissionen im Konsumbereich

Im Durchschnitt entfallen 24 Prozent der Treibhausgasemissionen auf den Bereich Heizen und Strom, 19 Prozent auf Mobilität und 15 Prozent auf Ernährung. Der restliche Konsum schlägt mit 34 Prozent zu Buche, die öffentliche Infrastruktur und Verwaltung mit acht Prozent.

Im Einzelfall gibt es aber große Abweichungen vom durchschnittlichen CO2-Ausstoß: So kann beispielsweise tägliches Pendeln mit dem Auto oder schon eine Flugreise pro Jahr die Emissionen in die Höhe schrauben. Wohnen auf weniger Wohnfläche und in einem Passivhaus senkt dagegen den persönlichen CO2-Ausstoß deutlich. Die Beispiele zeigen: Es gibt große individuelle Handlungsspielräume. Was wirklich zählt, sind die Grundsatzentscheidungen rund um die Themen Verkehr, Heizung, Fleischkonsum und Haushaltsgroßgeräte.

Die Broschüre "Klimaneutral Leben" zeigt anhand verschiedener Beispiele, wie die individuellen Einsparpotenziale genutzt werden können. 

Ein klimaneutrales Deutschland ist möglich

In der Studie "Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050" aus dem Jahr 2013 hat das Umweltbundesamt gezeigt, dass es auch für ein Industrieland wie Deutschland technisch möglich ist, seine Treibhausgasemissionen um 95 Prozent (gegenüber dem Jahr 1990) zu reduzieren. Die Studie ist Ausgangspunkt für das aktuelle Projekt RESCUE, das die Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und Ressourcennutzung untersucht. RESCUE zeigt, dass in Deutschland bis 2050 die Treibhausgasemissionen um 95 bis 97 Prozent gegenüber 1990 gemindert und mit einer nachhaltigen land- und forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung sogar Netto-Null-Emissionen erreichbar sind.

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