Zentrum Stadtnatur und Klimaanpassung, Teilprojekt 5 – Vorstudie: Klimaanpassung in den Städten Bayerns: Vergleichende Untersuchungen zum Einsatz gebietsfremder und heimischer Stadtklimabäume

Hintergrund und Ziele

Im Mittelpunkt dieses Projekts steht ein Vergleich der Arthropodenvielfalt dreier heimischer bzw. nahverwandter gebietsfremder Baumarten eines urbanen Standorts.
Die gebietsfremden Arten zeichnen sich in Zeiten des Klimawandels durch höhere Stresstoleranz und damit häufig auch durch höhere Vitalität aus, weshalb sie auch als Stadtklimabäume bezeichnet werden. Dabei ist unbekannt, wie sich die Stresstoleranz dieser Arten auf die Lebensgemeinschaft den Baumkronenraum nutzender wirbelloser Tiere auswirkt, zu denen u.a. auch Pflanzen fressende bzw. an Pflanzen saugende Insekten gehören. Die Individuen in dieser Lebensgemeinschaft könnten relativ gleichmäßig auf die vorhandenen Arten verteilt sein; bestimmte Arten könnten aber auch dominant werden, sich massiv vermehren und den Baum schädigen bzw. in seiner Funktion als Stadtbaum beeinträchtigen.
Das Projekt verfolgt daher das Ziel, Stadtklimabäume auch hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für Schädlingsbefall mit heimischen Baumarten zu vergleichen. Diese Untersuchungen schließen die Erfassung der Lebensgemeinschaft von Baumkronen ein und liefern damit auch Daten für die Frage, welchen Beitrag gebietsfremde Stadtbäume zur Erhaltung eines artenreichen Baumkronenraums leisten können. Das Projekt, das über eine Vegetationsperiode angelegt ist, basiert auf einem Screening der Artenvielfalt von Insekten und Spinnentieren auf gebietsfremden und heimischen Baumarten in Würzburg. Damit soll eine erste, belastbare Datengrundlage zur vergleichenden Beurteilung des Einsatzes von heimischen und nicht-heimischen Stadtbäumen in Hinblick auf die Arthropodenvielfalt im Kronenraum geschaffen werden. Die Ergebnisse sollen Informationen für Umwelt-, Naturschutzbehörden sowie Naturschutzverbände liefern und Empfehlungen für Kommunen in Bayern bei der Gestaltung klimatoleranten Stadtgrüns bereitstellen.

Laufzeit

bis

Untersuchungsregion/-raum

Land
  • Deutschland
Bundesland
  • Bayern
Naturräumliche Zuordnung
  • Alb und nordbayerisches Hügelland
Räumliche Auflösung / Zusatzinformationen 

Würzburg

Schritte im Prozess zur Anpassung an den Klimawandel

Schritt 2b: Vulnerabilität, Risiken und Chancen

Ansatz und Risiken / Chancen 

Gebietsfremde Arten zeichnen sich in Zeiten des Klimawandels häufig durch höhere Stresstoleranz und damit auch höhere Vitalität aus, weshalb sie auch als Stadtklimabäume bezeichnet werden. Dabei ist unbekannt, wie sich die Stresstoleranz dieser Arten auf die Lebensgemeinschaft der in den Baumkronen lebenden wirbellosen Tiere auswirkt, zu denen u.a. auch Pflanzen fressende bzw. an Pflanzen saugende Insekten gehören. Im Projekt soll geklärt werden, ob ausgewählte gebietsfremde Stadtbaumarten angesichts des Klimawandels auf Grund ihrer höheren Vitalität für die Klimaanpassung in Städten und den Erhalt einer vielfältigen Baumkronenlebensgemeinschaft besser geeignet sind als heimische Stadtbaumarten.

Schritt 3: Maßnahmen entwickeln und vergleichen

Maßnahmen und/oder Strategien 

Aus den Ergebnissen der Studie sollen Empfehlungen erstellt werden, die zur Auswahl geeigneter Stadtklimabaumarten herangezogen werden können. Die Veröffentlichung des entsprechenden Infoflyers steht noch aus.

Wer war oder ist beteiligt?

Förderung / Finanzierung 

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Beteiligte/Partner 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Universität Würzburg

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Handlungsfelder:
 Biologische Vielfalt