Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität in Rheinland-Pfalz. Schlussbericht Modul Biodiversität

Ziel der Studie

Der globale ⁠Klimawandel⁠ ist auch in Rheinland-Pfalz spürbar. Von den Folgen des Klimawandels sind sämtliche Umwelt-, Landnutzungs- und Gesellschaftsbereiche betroffen. Die Auswirkungen werden aber regional unterschiedlich und spezifisch sein. Welche Wirkungen, Risiken und Chancen der Klimawandel in Rheinland-Pfalz haben kann und welche möglichen Anpassungsoptionen daraus ableitbar sind, untersuchte das Projekt KlimLandRP.

Ziel des Moduls war es, die Effekte, Risiken und Chancen des Klimawandels  in Rheinland-Pfalz für die ⁠Biodiversität⁠ aufzuzeigen, um auf dieser Basis mögliche Anpassungsoptionen für den Naturschutz in diesem Bundesland abzuleiten.

Erscheinungsjahr

Untersuchungsregion/-raum

Bundesland Bayern, Rheinland-Pfalz

Verwendete Klimamodelle / Ensembles

Emissionsszenarien A1B-kalt-nass, A1B-warm-trocken
Klimamodelle ECHAM5
Ensembles nicht dokumentiert
Anzahl der Modellläufe nicht dokumentiert
Regionales Klimamodell 

STAR

Weitere Parameter 

Temperatur, Niederschlag

Zeitraum 

2041-2050

Klimawirkungen

Klimawirkungen in Handlungsfeld
  • Biologische Vielfalt
    • Arten und Populationen
    • Biotope, Habitate, Ökosysteme

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass es bereits sichtbare Auswirkungen der in den letzten 50 Jahren beobachteten Klimaänderungen auf die Biodiversität gibt. Insbesondere höhere Temperaturen und eine Ausweitung der Vegetationsperiode im Frühjahr/Herbst hat es einigen hauptsächlich mediterran verbreiteten Arten erlaubt, ihre nördliche Verbreitungsgrenze weiter nach Norden auszuweiten. Die Einwanderung neuer wärmeliebender Arten wird vermutlich weiter anhalten, insbesondere wenn die Temperaturen noch weiter ansteigen werden. […] Umgekehrt konnten wir aber auch Bestandsrückgänge bei einigen (sehr wenig mobilen, Samenausbreitung) Gefäßpflanzen als vermutlich durch den Klimawandel induziert nachweisen. Auch dieser negative Trend in der Bestandsänderung von Arten wird vermutlich in Zukunft weiter bestehen und auch andere als die hier untersuchten Artengruppen erfassen.“ (S. 76)
„Ein weiteres wichtiges Ergebnis unserer Untersuchung war, dass die heute an einem Ort beobachteten Lebensgemeinschaften sich in ihrer Zusammensetzung stark verändern werden. Dies wird möglicherweise zu Zielkonflikten im Arten- und Naturschutz führen.“ (S. 77)

Methodischer Ansatz

Kurzbeschreibung des methodischen Ansatzes 

Das Ziel des Moduls wurde in drei größeren Arbeitsschritten erreicht. Zunächst wurden die gegenwärtige Verteilung der Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz und die Bedeutung von Klimafaktoren für sie studiert. Im zweiten Schritt wurden zukünftige Einflüsse von Klima auf ausgewählte Arten der obengenannten Tier- und Pflanzengruppen untersucht. Aufbauend auf diesen Prognosen wurden Maßnahmen zum Schutz von Arten und Lebensraumtypen erarbeitet.

Analysekonzeptansatz kein Ansatz genannt
Komponenten im Analysekonzept  Klimatischer Einfluss
Methodik zur Operationalisierung Quantitative Wirkmodelle (z.B. Abflussmodelle), Andere Methoden

Wer war oder ist beteiligt?

Herausgeber Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen
Kontakt 

Eva Maria Griebeler, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Fachbereich Biologie, Institut für Zoologie, Abteilung Ökologie

Bibliographische Angaben 

Griebeler, E. M., Buse, J. & Hilgers, J. (2013): Auswirkungen des Klimawandels auf die ⁠Biodiversität⁠ in Rheinland-Pfalz. – Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen (Hg.): Schlussberichte des Landesprojekts ⁠Klima⁠- und Landschaftswandel in Rheinland-Pfalz (KlimLandRP), Teil 5, Modul Biodiversität: 99 Seiten

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Handlungsfelder:
 Biologische Vielfalt