Arzneimittel in der Umwelt sind weltweites Problem

Tabletten in verschiedenen Formen und Farben liegen auf einem weißen Untergrundzum Vergrößern anklicken
Gewässer und Böden sind zunehmend mit Rückständen pharmazeutischer Wirkstoffe belastet.
Quelle: Zsolt Bota Finna / Fotolia.com

Ob in Europa, Indien oder Afrika – Spuren von mehr als 630 verschiedenen Arzneimittelwirkstoffen sowie deren Abbauprodukte lassen sich in vielen Teilen der Erde nachweisen. Das zeigt ein Forschungsprojekt im Auftrag des UBA. Sie sind in Gewässern, Böden, Klärschlamm und Lebewesen zu finden.

Sehr häufig wurde das als Schmerzmittel und Entzündungshemmer eingesetzte Diclofenac nachgewiesen. In Gewässern von 35 Ländern erreichte die Konzentration fast einen Wert, bei dem im Laborversuch erste Schädigungen an Fischen beobachtet wurden. Das Umweltprogramm UNEP der Vereinten Nationen prüft jetzt, ob „Arzneimittel in der Umwelt“ ein neues wichtiges Handlungsfeld im internationalen Chemikalienprogramm SAICM werden soll. Im April 2014 kamen auf einem internationalen Workshop des UBA Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Politik und Wirtschaft mehrheitlich zu dem Schluss, dass das Thema weltweite Relevanz hat und Maßnahmen auf globaler Ebene folgen müssen.