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Welche Umweltziele hat sich Deutschland unter der MSRL gesetzt?

 

Das visionäre nationale Umweltziel hinsichtlich Müll im Meer für die deutschen Nord- und Ostseegebiete lautet „Meere ohne Belastungen durch Abfall“. Damit ist eine signifikante Reduktion der Einträge von Müll in deutsche Meeresgebiete verbunden. Dieses soll durch drei operative Ziele erreicht werden: (1) kontinuierlich reduzierte Einträge und eine Reduzierung der bereits vorliegenden Abfälle führen zu einer signifikanten Verminderung der Abfälle mit Schadwirkung für die marine Umwelt an den Stränden, auf der Meeresoberfläche, in der Wassersäule und am Meeresboden; (2) nachgewiesene schädliche Abfälle in Meeresorganismen (insbesondere Mikroplastik) gehen gegen Null; (3) weitere nachteilige ökologische Effekte (wie das Verfangen und Strangulieren in Abfallteilen) werden auf ein Minimum reduziert. Als ersten Schritt könnten sich die EU-Mitgliedsstaaten auf ein Reduktionsziel für Mülleinträge in europäische Meere in einer Größenordnung von 50 Prozent einigen. In Analogie zum Generationenziel des „phasing out“ problematischer Schadstoffe könnte auch für Einträge von Müll im Meer festgelegt werden, innerhalb einer Generation diese gegen Null zu reduzieren (siehe auch http://www.meeresschutz.info). Das UBA lässt momentan im Zuge von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Empfehlungen für ein effizientes und aussagekräftiges Monitoring für die MSRL D10- Indikatoren inklusive statistisch abgesicherter Verfahren für die Bewertung und Überwachung von Trends erarbeiten. Im Anschluss soll ein Pilotmonitoring für alle relevanten Meereskompartimente und biologischen Effekte erprobt werden. Damit soll eine detailliertere Zuordnung der Eintragsvektoren, Verdriftungspfade, Akkumulationsgebiete sowie eine weitere Identifizierung der verursachenden anthropogenen Aktivitäten geleistet werden.

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Schlagworte:
 Meeresmüll

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt