Schadstoffarme Bauprodukte: Neue Anforderungen für Bundesbauten

Handwerker verlegt in einer frisch gestrichenen Wohnung einen Fußbodenbelagzum Vergrößern anklicken
Bauprodukte können Stoffe freisetzen, die gesundheitlich bedenklich sind.
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Bei Neubauten des Bundes sollen nur schadstoffarme Bauprodukte zum Einsatz kommen. Dafür wurden die Anforderungen im Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude“ (BNB) nun erweitert und präzisiert.

Seit März 2011 müssen alle neu zu errichtenden Büro- und Verwaltungsgebäude und seit Juli 2013 alle neu zu errichtenden Unterrichtsgebäude des Bundes 65 Prozent der Gesamtpunktzahl des Bewertungssystems erfüllen. 46 Kriterien-Steckbriefe definieren Anforderungen an die ökologische, ökonomische, technische, soziokulturelle und funktionale Qualität. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat den Kriterien-Steckbrief "Risiken für die lokale Umwelt" nun unter Mitarbeit des ⁠UBA⁠ umfassend aktualisiert. Er legt ab jetzt noch genauer und für weitere Produktgruppen fest, wie viel Schadstoffe Bauprodukte wie Bodenbeläge oder Lacke höchstens enthalten und / oder freisetzen dürfen und wie hierfür der Nachweis zu erbringen ist. Voraussichtlich im Herbst 2014 wird der neue Steckbrief verbindlich die alte Version ablösen.