Anpassung auf Bundesebene

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Anpassung an den Klimawandel ist ein wichtiges politisches Thema.
Quelle: christophe papke / photocase.com

Klimaanpassung ist ein wichtiges politisches Thema. Der Bund hat 2008 mit der Deutschen Anpassungsstrategie einen Rahmen für Anpassungsaktivitäten unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure geschaffen. Die Strategie zeigt auf, welche Handlungsfelder von besonderer Bedeutung sind und welche Ziele der Bund verfolgt. Der Aktionsplan Anpassung unterlegt die Strategie mit konkreten Maßnahmen.

Inhaltsverzeichnis

 

Der Weg zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Die Anpassung an den Klimawandel wurde bereits in den ersten Berichten des Weltklimarats (IPCC) 2001 als wichtiger Baustein für den Umgang mit dem Klimawandel beschrieben. Lange fand das Thema jedoch nur wenig Beachtung, denn viele Akteure konzentrierten sich auf den Klimaschutz. Inzwischen besteht weitestgehend Konsens, dass sowohl Klimaschutz als auch Klimaanpassung nötig ist, um bestmöglich mit den Herausforderungen des Klimawandels umzugehen.

Die deutsche Bundespolitik hat das Thema Klimaanpassung erstmals im Jahr 2005 im Rahmen des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung intensiver aufgegriffen. Das Programm sah vor, eine bundesweite Strategie zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Um diesen Prozess zu unterstützen, wurde im Oktober 2006 das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt eingerichtet.

Unter der Leitung des Bundesumweltministeriums (BMU) wurde ab Mitte 2007 an der Deutschen Anpassungsstrategie gearbeitet, begleitet von einem informellen, ressortübergreifenden Arbeitskreis zur Anpassung. Im Dezember 2008 wurde die Strategie durch die Bundesregierung beschlossen und unter dem Titel „Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel“, kurz DAS, veröffentlicht.

Weitere Informationen zur DAS

Der bis dahin informelle Arbeitskreis zur Anpassung wurde nach der Verabschiedung der DAS formalisiert und ist jetzt die Interministerielle Arbeitsgruppe Anpassungsstrategie (IMA Anpassungsstrategie). In ihr sind fast alle Ressorts auf Bundesebene vertreten. Die IMAA dient der ressortübergreifenden Abstimmung und Weiterentwicklung der DAS.

Ergänzt wurde sie durch ein weiteres Gremium: Im Juni 2009 hat die Umweltministerkonferenz einen Ständigen Ausschuss zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (StA AFK) ins Leben gerufen, der Teil der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Klima, Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit (BLAG KliNa) ist. Aufgabe des Ausschusses ist die Information, Abstimmung und Vernetzung zwischen den Aktivitäten zur Klimaanpassung des Bundes und der Länder.

 

Der Aktionsplan Anpassung

Die beiden Gremien IMA Anpassungsstrategie und StA AFK haben eine wichtige Rolle bei der Erarbeitung des zweiten zentralen Bausteins der deutschen Klimaanpassungspolitik gespielt – des „Aktionsplans Anpassung“ (APA). Er wurde in enger Abstimmung zwischen Bund und Ländern entwickelt und im August 2011 von der Bundesregierung beschlossen. Begleitet wurde er in einem umfangreichen Dialog- und Beteiligungsprozess von Kommunen, Wissenschaft und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. 

Der Aktionsplan legt dar, wie die in der Deutschen Anpassungsstrategie genannten Ziele und Handlungsoptionen mit spezifischen Aktivitäten des Bundes in den kommenden Jahren unterlegt werden sollen. Zudem benennt er weitere Schritte zur Umsetzung und Weiterentwicklung der DAS

Weitere Informationen zum Aktionsplan Anpassung

 

Weiterentwicklung der DAS

Der Klimawandel ist ein sehr dynamisches Politik- und Forschungsfeld. Die Wissensbasis wird ständig erweitert. Damit dieses neue Wissen in die politische Rahmensetzung einfließen kann, wird die DAS kontinuierlich weiterentwickelt. Hierfür hat die Bundesregierung Ende 2015 einen Fortschrittsbericht  mit konkreten Schritten zur Weiterentwicklung und Umsetzung der DAS beschlossen. Grundlage für den Fortschrittsbericht stellten der Monitoringbericht zur DAS sowie die 2015 veröffentlichte deutschlandweite Vulnerabilitätsanalyse  des Netzwerks Vulnerabilität dar. Der nächste Monitoringbericht soll 2019 erscheinen, der nächste Fortschrittsbericht ist für 2020 geplant. Der Fortschrittsbericht enthält zudem einen weiterentwickelten Aktionsplan Anpassung II.

Weitere Informationen finden Sie unter Weiterentwicklung der DAS.

 

Deutsches Klimavorsorgeportal der Bundesregierung

Im September 2018 hat die Bundesregierung das Deutsche Klimavorsorgeportal ins Leben gerufen und unterstützt Kommunen, Unternehmen und Zivilgesellschaft mit passgenauen Informationen und Werkzeugen beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Das Umweltbundesamt begleitet das Portal mit einem Netzwerk, in dem sich Akteure zur Klimaanpassung austauschen, beraten und voneinander lernen können.

Zum Deutschen Klimavorsorgeportal